Offizieller Handwerkspartner der Wohnungswirtschaft

Mitglied im Fachverband für Einblasdämmung

— ZUSAMMENGEFASST
Das Wichtigste zur WDVS-Dämmung in Kaltenkirchen auf einen Blick

Kosten: 210–330 €/m² Fassade inklusive 20 % Förderung; bei einem Wirtschaftswunder-Eigenheim mit 100 m² Fassade sind das 21.000 bis 33.000 € (Stand: September 2026).
Passt das zu Ihrem Haus?: 26,6 % der 5.247 Gebäude stammen aus 1949–1978, weitere 18,9 % aus 1979–1990. Genau dieser Bestand hat selten eine brauchbare Wanddämmung.
Was es bringt: 25–30 % weniger Heizenergie, gleichmäßig warme Innenwände und eine neue Fassadenoberfläche, die ohne kurzen Anstrichzyklus auskommt.
Förderung: Weder Stadt, Stadtwerke noch Kreis Segeberg haben ein Dämmprogramm. Genutzt werden § 35c EStG oder BAFA, ergänzt um IB.SH-Darlehen.
So läuft es ab: Kostenlose Vor-Ort-Prüfung, Gerüst, Dämmplatten kleben und dübeln, Armierungsgewebe, Oberputz oder Riemchen; Dauer nach Größe der Fassade.
Inhalt
-
Aufbau: Was sind die Bestandteile eines Wärmedämmverbundsystemes (WDVS) (hier klicken)
-
Entscheidung 1 - Dämmstoffe: Welchen Dämmstoff sollten Sie wählen (hier klicken)
-
Entscheidung 2 - Dämmstärke: Wie dick sollte die Dämmung sein (hier klicken)
-
Entscheidung 3 - Optik: Wie soll die Oberfläche am Ende ausschauen (hier klicken)
-
Ersparnisse: Mit wie viel Ersparnissen durch Heizkostensenkungen können Sie rechnen? (hier klicken)
-
Förderung: Welche Fördermöglichkeiten haben Sie zu Verfügung? (hier klicken)
-
Dämmpflicht: Wann sind Sie zu einer Dämmung mit einem WDVS gesetzlich verpflichtet? (hier klicken)
— DÄMMUNG
Was die WDVS-Dämmung in Kaltenkirchen besonders macht
Kaltenkirchen ist eine ausgesprochen junge Stadt, und das verändert die Ausgangslage gegenüber älteren Kommunen grundlegend. Von den 5.247 Gebäuden mit Wohnraum stammen laut Zensus 2022 nur 1,4 % aus der Zeit vor 1919 und 1,6 % aus den Jahren 1919 bis 1948 – zusammen rund drei Prozent. 26,6 % entfallen auf 1949 bis 1978, 18,9 % auf 1979 bis 1990, und der Rest ist jünger: 21,7 % aus den 1990er Jahren, 15,3 % aus dem folgenden Jahrzehnt und 13,5 % aus den Jahren 2011 bis 2019. Freistehende Einfamilienhäuser machen 38,3 % aus, die durchschnittliche Wohnung misst 93 m².
Für die Fassadendämmung heißt das: Die Zielgruppe ist der Bestand von 1949 bis 1990, also gut 45 % der Gebäude. Jüngere Häuser haben in der Regel bereits eine Dämmebene, die einen kompletten Neuaufbau selten rechtfertigt. Der Grund für dieses Bauprofil liegt in der Stadtgeschichte: Zwischen 1939 und 1946 wuchs Kaltenkirchen durch Flüchtlinge und Zuzug aus Hamburg von rund 2.000 auf etwa 5.000 Einwohner und entwickelte sich anschließend mit der AKN-Bahnanbindung zum Wohnstandort im Hamburger Umland.
Auch hier steht die Prüfung des Wandaufbaus vor jeder Empfehlung. Häuser dieser Bauzeit wurden in Schleswig-Holstein häufig zweischalig mit Luftschicht errichtet; ist die Hohlschicht vorhanden und trocken, ist die Einblasdämmung in Kaltenkirchen für 25–45 €/m² die wirtschaftlichere Maßnahme und lässt die Verblendfassade unberührt. Erst wenn keine nutzbare Luftschicht existiert, die Wand einschalig ist oder der Putz ohnehin ersetzt werden muss, ist das Wärmedämmverbundsystem die richtige Wahl.
Gestalterisch ist Kaltenkirchen unkompliziert: Eine Gestaltungs- oder Erhaltungssatzung ist im städtischen Ortsrecht nicht auffindbar, und eingetragene Kulturdenkmale betreffen fast ausschließlich Gedenkorte, nicht typische Wohnhäuser. Zu prüfen ist stattdessen der Bebauungsplan: In Kaltenkirchener Wohngebieten werden Dachform, Dachneigung und teilweise auch Fassaden in Verblendmauerwerk festgesetzt – beim geprüften Beispiel des B-Plans Nr. 31 „Teinsiek“ von 1999 ist genau das der Fall. Wo Verblendmauerwerk vorgeschrieben ist, kommt ein WDVS nur mit Riemchenoberfläche oder gar nicht in Betracht. Wir klären das vor der Angebotserstellung mit der Bauaufsicht.
— ERKLÄRUNG
Wie funktioniert die Dämmung Ihrer Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)?
Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die häufigste und effizienteste Methode, um Ihre Fassade zu dämmen (vorausgesetzt, Sie haben keine Hohlschicht im Mauerwerk, wenn Sie eine Hohlschicht haben, schauen Sie hier). Das Verfahren wird seit den 1970er Jahren erfolgreich in Deutschland eingesetzt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Der Aufbau besteht aus mehreren Schichten, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Unten finden Sie eine Grafik eines typischen Aufbaus inklusive der jeweiligen Funktion.
Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems

Erläuterung Bestandteile WDVS
-
Dämmplatten: Diese bilden das Herzstück des Systems und bestehen meist aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie werden direkt auf die Außenwand des Gebäudes geklebt oder mechanisch befestigt.
-
Kleber: Der Kleber sorgt für die sichere und dauerhafte Befestigung der Dämmplatten am Untergrund. Abhängig von der Beschaffenheit der Fassade wird er entweder punktuell oder vollflächig aufgetragen.
-
Dübel: Zur zusätzlichen Stabilisierung der Dämmplatten werden spezielle Dübel verwendet, die die Platten mechanisch verankern und so die Langlebigkeit des Systems erhöhen.
-
Armierungsschicht: Diese Schicht besteht aus einem Armierungsmörtel, in den ein Armierungsgewebe eingebettet ist. Sie schützt das System vor mechanischen Schäden und verhindert die Bildung von Rissen.
-
Oberputz: Der abschließende Oberputz gibt der Fassade ihr endgültiges Aussehen und bietet zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. Er kann in unterschiedlichen Strukturen und Farben gestaltet werden, um den optischen Ansprüchen gerecht zu werden.
— KOSTEN
Wie teuer ist ein WDVS in Kaltenkirchen?
Fünf Faktoren bestimmen, wo Sie in der Spanne landen. Fassadenzustand: Sandender oder hohl liegender Altputz muss abgetragen und der Untergrund gefestigt werden. Gebäudeform: Ein kompaktes Eigenheim ist günstig zu dämmen, ein Haus mit Wintergarten, Erker und mehreren Gauben deutlich aufwendiger im Zuschnitt. Fenster: Werden sie im gleichen Zug getauscht und in der Dämmebene gesetzt, steigt die Summe, dafür entfallen die Wärmebrücken an den Laibungen dauerhaft. Dachüberstand: Reicht er nicht über die neue Wandstärke, muss die Sparrenlage verlängert werden. Vorgeschriebene Oberfläche: Verlangt der Bebauungsplan Verblendmauerwerk, ist die Riemchenlösung Pflicht und nicht Kür – das ist der größte einzelne Kostenfaktor in betroffenen Wohngebieten und gehört vor der Kalkulation geklärt.
Position | Preis pro m² WDVS Dämmung | Kosten für ein Haus mit 100 m² Fassadenfläche |
|---|---|---|
Gerüst | Ab 22 €/m² | 2.200 € |
Dämmstoff | Ab 29 €/m² | 2.900 € |
Putz | Ab 36 €/m² | 3.600 € |
Arbeitslohn | Ab 123 €/m² | 12.300 € |
Gesamt | 210-330 €/m² | 21.000 € - 33.000 € |
Tabelle: Übersicht Kosten der einzelnen WDVS Bestandteile & Kosten für 100m² WDVS Dämmung
Fazit: Wie teuer ist ein WDVS
Für die Standardausführung mit EPS oder Mineralwolle, 14 bis 16 cm Dämmstärke und mineralischem Oberputz liegen die Kosten in Kaltenkirchen bei 210 bis 330 € je Quadratmeter Fassade. Beim Eigenheim mit 100 m² Außenwand ergibt das 21.000 bis 33.000 €. Wird zusätzlich eine Riemchenoberfläche verlangt, liegt der Preis am oberen Ende der Spanne oder darüber. Kommunale Zuschüsse gibt es nicht, die Bundesförderung schon. Wie sich die Summe auf die einzelnen Gewerke verteilt, zeigt unsere WDVS-Kostenübersicht.
Alle Preisangaben verstehen sich inkl. 20 % Förderung als unverbindliche Richtwerte. Den exakten Preis erhalten Sie nach einem kostenlosen Vor-Ort-Termin.
— KOSTENRECHNER
Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Kosten berechnen?
— FÖRDERUNG
Welche Förderung gibt es für WDVS in Kaltenkirchen?

Zur lokalen Lage gibt es nichts zu beschönigen: Eine eigene Förderung für Dämmmaßnahmen bieten weder die Stadt Kaltenkirchen noch die Stadtwerke noch der Kreis Segeberg. Die Stadtwerke haben mit einem Wärmeliefer-Produkt zwar ein Angebot rund um die Wärmeversorgung, aber keinen Sanierungszuschuss; die Zuschuss-Seiten des Kreises verweisen auf Bundesprogramme statt auf eigene Mittel. Das frühere Landesprogramm für steckerfertige PV-Anlagen ist seit November 2023 für Neuanträge geschlossen und wäre für eine Fassadendämmung ohnehin nicht einschlägig. Verfügbar sind die Modernisierungsdarlehen der Investitionsbank Schleswig-Holstein: Immofix ab 15.000 € mit Zinsbindung über 10 oder 15 Jahre (Konditionen mit Stand 7. April 2026, Sollzins ab 4,66 %) und Immoflex ab 15.000 € mit jährlichem Sondertilgungsrecht bis 10 % (Stand 3. Juni 2026, Sollzins ab 4,45 %). Beides sind Kredite, keine Zuschüsse.
Der eigentliche Zuschuss kommt daher vom Bund, auf einem von zwei Wegen, die sich für dieselbe Maßnahme ausschließen. Der Steuerbonus nach § 35c EStG bringt 20 % der Kosten für Material und Handwerkerleistung zurück, verteilt auf drei Jahre mit 7 %, 7 % und 6 % und gedeckelt bei 40.000 € je Objekt. Die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude zahlt alternativ 15 % Zuschuss auf förderfähige Kosten bis 30.000 € je Wohneinheit; der iSFP-Bonus von 5 % greift seit dem 21. Juli 2026 nur oberhalb dieser Schwelle. Voraussetzung ist in beiden Fällen ein U-Wert der gedämmten Außenwand von höchstens 0,20 W/(m²K); beim BAFA-Weg muss der Antrag vor der Beauftragung gestellt werden. Alles Weitere zu Fristen und Nachweisen finden Sie auf unserer Seite zur Förderung für WDVS.
— DAS VERFAHREN
Wie wird das WDVS auf Ihre Fassade installiert?

1. Vorbereitung des Untergrunds
Der Untergrund auf Ihrer Fassade muss sorgfältig vorbereitet werden, um eine optimale Haftung der Dämmplatten zu gewährleisten. Dies umfasst das Entfernen loser Teile sowie die Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung von Fensterbänken, Brüstungsabdeckungen und Dachüberständen. Unebenheiten werden ausgeglichen, und Fassade wird gründlich gereinigt, um Staub und Schmutz zu entfernen.
2. Auftragen des Klebers
Die Dämmplatten werden mit einem speziellen, hochleistungsfähigen Kleber auf die vorbereitete Fassade aufgebracht. Je nach Beschaffenheit der Fassade erfolgt der Kleberauftrag punktuell oder vollflächig.


3. Anbringen der Dämmplatten
Die Dämmplatten sind in den frischen Klebemörtel einzusetzen und sorgfältig auszurichten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Platten fest anliegen und keine Hohlräume entstehen. Die Platten sind im Verbund zu kleben, um eine durchgehende Dämmschicht zu gewährleisten. Durch ein passgenaues und dicht aneinandergefügtes Einsetzen werden Wärmebrücken vermieden.
4. Verdübeln der Dämmplatten
Zur zusätzlichen Sicherung werden die Dämmplatten mit speziellen Dübeln mechanisch befestigt. Diese Maßnahme erhöht die Stabilität und Sicherheit des Systems, insbesondere bei hohen Gebäuden oder stark beanspruchten Fassaden.


5. Aufbringen der Armierungsschicht
Auf die befestigten Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aufgetragen. Diese besteht aus einem hochwertigen Armierungsmörtel, in den ein robustes Armierungsgewebe eingebettet wird. Diese Schicht schützt das WDVS vor mechanischen Beschädigungen und Rissbildungen und sorgt für eine langlebige und stabile Fassade.
6. Auftragen des Putzgrundes
Nachdem die Armierungsschicht getrocknet ist, kann der Putzgrund aufgetragen werden. Dieser muss auf das WDVS abgestimmt sein. Es gibt mineralische, organische oder Silikatputze, deren Wahl von den Projektanforderungen und Untergrundeigenschaften abhängt. Der Putzgrund wird gleichmäßig mit Rolle oder Pinsel aufgetragen. Eine gleichmäßige Schichtdicke ist entscheidend für die optimale Haftung.


7. Auftragen des Oberputzes
Nach dem vollständigen Trocknen der Armierungsschicht und dem Putzgrund wird der Oberputz aufgetragen. Dieser kann in verschiedenen Strukturen und Farben gestaltet werden und verleiht der Fassade ihr endgültiges, ästhetisch ansprechendes Aussehen. Der Oberputz bietet zudem einen zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen.
— VORBEREITUNG & NACHBEREITUNG
Um eine korrekte Installation zu gewährleisten müssen je nach Projekt verschiedene Vor- und Nacharbeiten an Ihrem Haus getätigt werden
Die Installation eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Gewerke, um sicherzustellen, dass das System korrekt installiert wird und keine Risiken für Ihre Fassade oder das WDVS selbst entstehen. Hier sind einige der wesentlichen Aufgaben, die durchgeführt werden müssen:
-
Einbau von Sockelleisten: Im Sockelbereich des Gebäudes werden spezielle Sockelleisten durch das Maurer- oder Fassadenbaugewerbe montiert. Diese Leisten dichten den Übergang zwischen Dämmung und Erdreich ab, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern.
-
Nacharbeiten an Fensterbänken: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade erhöht, müssen Fensterbänke entsprechend angepasst werden. Diese Arbeiten werden von Fensterbauern oder Schreinern ausgeführt, um sicherzustellen, dass die Fensterbänke bündig mit der neuen Fassade abschließen und Wasser sicher abgeleitet wird. Diese Nacharbeiten erfolgen typischerweise nach der Anbringung der Dämmplatten.
-
Nachjustieren von Türen: Durch die zusätzliche Dämmung kann es erforderlich sein, Türen und Fenster nachzujustieren, damit sie weiterhin ordnungsgemäß schließen. Diese Aufgabe wird von Tür- und Fensterbauern durchgeführt und sollte nach der Installation des WDVS erfolgen, um die Funktionalität der Türen und Fenster zu gewährleisten.
-
Abdichtung der Anschlüsse: Alle Anschlüsse und Übergänge, wie an Dachrändern, Fensterrahmen oder im Sockelbereich, müssen von Spezialisten für Abdichtungsarbeiten abgedichtet werden. Dies verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, was entscheidend für die Vermeidung von Schäden an der Fassade und dem WDVS ist. Diese Arbeiten erfolgen im Anschluss an die Installation der Dämmplatten und vor dem Aufbringen der Endbeschichtung.
-
Anpassung an systemfremde Bauteile: Bei der WDVS-Installation müssen systemfremde Bauteile wie Balkone, Vordächer oder Lüftungsschächte berücksichtigt werden. Diese Bauteile müssen von spezialisierten Baugewerken korrekt integriert werden, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Dichtigkeit des Systems zu sichern. Diese Anpassungen erfolgen während der gesamten WDVS-Installation.
-
Anpassung der Dachüberstände: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade vergrößert, müssen Dachüberstände oft angepasst werden, um die Fassade inklusive WDVS vollständig abzudecken und vor Witterung zu schützen. Diese Arbeiten werden von Dachdeckern durchgeführt und finden in der Regel vor oder während der Installation des WDVS statt.
WDVS erweiterte Arbeiten
Erweiterter Dachüberstand
Schutz der Fassade & Dämmung vor Niederschlag
Feuchtigkeitsschutz am Sockel
Schutz der erdberührenden ELemente vor Feuchtigkeit am Sockel
Anschlussfugen am Fenster
Mindestens 3cm überdämmt an Fenster um Wärmebrücken zu verhondern
Lüftung Fenster
Lüftungssystem am Fenster
— DÄMMSTOFFE
Welcher Dämmstoff für Ihr WDVS in Kaltenkirchen?

Drei Plattenwerkstoffe stehen zur Auswahl, und die Entscheidung fällt entlang von Gebäudehöhe, Oberflächenwunsch und Budget.
EPS-Hartschaum ist bei den Eigenheimen der Wirtschaftswunderzeit die naheliegende Wahl. Mit Wärmeleitgruppe 032 bis 035 genügen 14 bis 16 cm für den Förderwert; das geringe Gewicht erleichtert die Arbeit an Vorsprüngen und Gesimsen. Über Fensterreihen kommen Brandriegel aus Mineralwolle hinzu.
Mineralwolle ist nicht brennbar und in Baustoffklasse A1 eingestuft. Für den genossenschaftlichen Geschosswohnungsbau in Wulfskamp und erst recht für ein Gebäude wie das 14-geschossige Hochhaus am Flottmoorring ist sie ohne Alternative, weil die Brandschutzanforderungen mit der Gebäudehöhe deutlich steigen.
Holzfaserplatten puffern Feuchte und verbessern den sommerlichen Wärmeschutz, insbesondere bei ausgebauten Dachgeschossen unter der gedämmten Wand. Sie sind der teuerste Werkstoff und lohnen sich vor allem, wenn Sie den Wandaufbau bewusst diffusionsoffen halten möchten.
Auswahlkriterien für den Dämmstoff
-
Wärmedämmleistung (Wärmeleitfähigkeit): Ein niedriger Wert der Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) bedeutet, dass der Dämmstoff eine hohe Dämmwirkung hat. Je niedriger der λ-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Materials.
-
Brandschutz: Je nach Gebäudetyp und Nutzungsart können strenge Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden. Dämmstoffe sind in verschiedene Brandklassen eingeteilt, und die Wahl des richtigen Materials kann entscheidend für die Sicherheit sein.
-
Feuchtigkeitsbeständigkeit: Der Umgang mit Feuchtigkeit variiert teilweise zwischen den Dämmstoffen.
-
Ökologische Aspekte: Für einige Bauherren kann die ökologische Bilanz eines Dämmstoffs eine Rolle spielen. Dies umfasst die Herstellung und die Entsorgung des Dämmstoffes.
-
Kosten: Natürlich spielen die Kosten des Dämmstoffs eine wesentliche Rolle bei der Auswahl.
Übersicht der gängigen Dämmstoffe
-
Expandiertes Polystyrol (EPS) oder auch Styropor:
-
Verwendung: EPS ist der am häufigsten verwendete Dämmstoff in WDVS.
-
Vorteile: Es bietet eine gute Dämmleistung bei relativ geringen Kosten. EPS ist leicht, einfach zu verarbeiten und hat eine lange Lebensdauer.
-
Nachteile: EPS ist brennbar (Brandklasse B1) und erfordert daher zusätzliche Maßnahmen zum Brandschutz. Außerdem ist es nicht umweltfreundlich, da es aus Erdöl gewonnen wird und die Entsorgung problematisch sein kann. Außerdem kann es Feuchtigkeit nicht gut weiterleiten.
-
-
Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle):
-
Verwendung: Mineralwolle wird häufig in Gebäuden eingesetzt, bei denen hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden.
-
Vorteile: Sie ist nicht brennbar (Brandklasse A1) und bietet zudem eine gute Schalldämmung. Mineralwolle kann außerdem besser Feuchtigkeit weiterleiten als z.B. EPS, ohne selbst Schaden zu nehmen.
-
Nachteile: Mineralwolle ist teurer als EPS.
-
-
Polyurethan (PUR):
-
Verwendung: PUR-Dämmstoffe bieten eine sehr hohe Dämmleistung, selbst bei geringer Materialdicke.
-
Vorteile: Sie sind besonders geeignet für Situationen, in denen der Platz begrenzt ist und dennoch eine hohe Dämmwirkung erzielt werden soll. PUR ist feuchtigkeitsbeständig und langlebig.
-
Nachteile: PUR ist ebenfalls brennbar und kann bei der Verbrennung giftige Gase freisetzen. Zudem ist es ein teures Material und hat eine schlechte ökologische Bilanz, da es aus petrochemischen Produkten hergestellt wird.
-
-
Holzfaserplatten:
-
Verwendung: Holzfaserplatten werden häufig in ökologischen Bauprojekten eingesetzt.
-
Vorteile: Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und bieten eine gute Diffusionsoffenheit, was zu einem gesunden Raumklima beiträgt. Sie haben auch gute schallisolierende Eigenschaften.
-
Nachteile: Holzfaserplatten sind weniger effizient in der Wärmedämmung als synthetische Materialien und können im Vergleich teurer sein. Außerdem müssen sie gut vor Feuchtigkeit geschützt werden, da sie sonst Schaden nehmen können.
-
-
Schaumglasplatten
-
Verwendung: Schaumglasplatten werden in Bereichen eingesetzt, wo eine hohe Druckfestigkeit und absolute Feuchtigkeitsresistenz gefordert sind, beispielsweise bei der Dämmung von Flachdächern, Kellerwänden und im Sockelbereich.
-
Vorteile: Schaumglas ist komplett feuchtigkeitsunempfindlich und nicht brennbar (Brandklasse A1). Es bietet eine hervorragende Dämmleistung und ist zudem sehr druckfest, was es ideal für stark belastete Flächen macht. Da es aus recyceltem Glas besteht, hat es auch eine gute ökologische Bilanz und ist resistent gegen Schädlinge und Schimmel.
-
Nachteile: Schaumglasplatten sind vergleichsweise teuer und auch relativ schwer, was die Handhabung und den Einbau erschwert. Außerdem ist das Material spröde, was bei unsachgemäßer Handhabung zu Beschädigungen führen kann.
-
-
Phenol-Hartschaumplatten:
-
Verwendung: Phenol-Hartschaumplatten werden vor allem dort verwendet, wo eine extrem hohe Dämmleistung bei minimaler Materialdicke erforderlich ist, zum Beispiel in Passivhäusern oder bei energetischen Sanierungen mit beengten Platzverhältnissen.
-
Vorteile: Phenol-Hartschaum bietet eine hervorragende Dämmleistung mit einem sehr niedrigen Wärmeleitwert, wodurch schon bei geringer Dicke eine sehr gute Dämmwirkung erzielt wird. Das Material ist schwer entflammbar (Brandklasse B1) und hat eine hohe Druckfestigkeit.
-
Nachteile: Phenol-Hartschaumplatten sind deutlich teurer als viele andere Dämmstoffe und können bei der Verarbeitung spröde sein, was das Handling erschwert. Zudem sind sie nicht diffusionsoffen, was in bestimmten Anwendungen Probleme mit Feuchtigkeitsmanagement verursachen kann.
-
Tabelle der gängigen WDVS Dämmstoffe
Dämmstoff | WLG-Klasse | Brandschutzklasse | Preis pro m² (bei 160 mm) |
|---|---|---|---|
Polystyrol (EPS) | 032-040 | B1 (schwer entflammbar) | 20-25 €/m² |
Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle) | 033-040 | A1 (nicht brennbar) | 38-45 €/m² |
Polyurethan (PUR) | 023-030 | B1 (schwer entflammbar) | 45-55 €/m² |
Holzfaserplatten | 040-045 | B1 (schwer entflammbar) | 50-60 €/m² |
Schaumglasplatten | 035-045 | A1 (nicht brennbar) | 60-80 €/m² |
Phenolharz-Hartschaumplatten | 020-025 | B1 (schwer entflammbar) | 55-70 €/m² |
Der beste Dämmstoff für Ihre WDVS-Dämmung in Kaltenkirchen
Da in Kaltenkirchen kein Förderprogramm bestimmte Materialien bevorzugt, entscheidet allein die Bautechnik. Für das freistehende Eigenheim oder die Doppelhaushälfte der Baujahre 1949 bis 1990 empfehlen wir EPS mit mineralischem Oberputz: bewährt, wirtschaftlich, in der Ausführung unkompliziert. Steht Ihr Gebäude in einem Bebauungsplangebiet mit vorgeschriebenem Verblendmauerwerk, ändert sich die Rechnung – dann kommt nur ein System mit Riemchenoberfläche in Frage, und der Aufbau muss von Anfang an darauf ausgelegt sein. Für Mehrfamilienhäuser und Geschossbauten ist Mineralwolle gesetzt. Holzfaser empfehlen wir gezielt bei bewohntem Dachgeschoss und dem Wunsch nach kapillaraktivem Aufbau. Welche Variante an Ihrem Haus rechnerisch und rechtlich funktioniert, halten wir nach der kostenlosen Vor-Ort-Prüfung fest.
— DÄMMSTÄRKE
2. Entscheidung: Wie dick soll Ihre Dämmung sein?
Auch bei der Wahl der richtigen Dämmstärke (Dicke der Dämmung) sollten Sie mehrere Faktoren beachten. Die Dämmstärke beeinflusst direkt die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Fassade, also die Menge an Wärme, die durch die Wände nach außen entweichen kann. Es gibt hier regulatorische Vorschriften auf der einen Seite und Überlegungen aus Kosten- und Bausubstanzaspekten sowie optischen Gesichtspunkten auf der anderen Seite. Die Entscheidungskriterien können wie folgt gegliedert werden:
-
Energetische Anforderungen: Die energetischen Vorgaben der aktuellen Gebäudeenergiegesetze (GEG) legt eine Mindestanforderungen von 0,24 W/(m∙K) an den U-Wert der Fassade fest für eine Förderung muss ein U-Wert von 0,2 W/(m∙K) erreicht werden. Für die häufigsten Dämmstoffe (EPS und Mineralwolle) haben Sie den U-Wert von 0,2 W/(m∙K) meistens bei 16cm Dämmung erreicht. Bei Zellulose oder Holzfaserplatten müssen Sie eher auf 20-24cm gehen. Generell gilt, je niedriger der U-Wert sein soll, desto dicker muss die Dämmung ausfallen. Insbesondere nachhaltige Dämmstoffe wie Holzfasern benötigen sehr dicke Dämmungen.
-
Gebäudetyp und Bauweise: Bei älteren Gebäuden mit schlechterer Grunddämmung kann eine stärkere Dämmung erforderlich sein, um energetische Standards zu erreichen. Bei Neubauten, die bereits auf Energieeffizienz ausgelegt sind, kann eine geringere Dämmstärke ausreichend sein.
-
Ästhetische und bauliche Einschränkungen: Eine dickere Dämmung verändert die Fassadenoptik und kann Einfluss auf Fensterlaibungen, Dachüberstände und andere architektonische Details haben. In engen Straßen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden kann die maximale Dämmstärke baulich begrenzt sein.
-
Kosten-Nutzen-Verhältnis: Eine stärkere Dämmung führt zu höheren Investitionskosten, bringt aber langfristig größere Energieeinsparungen. Es ist wichtig, das optimale Verhältnis zwischen Investitionskosten und Energieeinsparung zu finden.
Ratschlag zur Auswahl der Dämmstärke
Als Faustregel gilt, dass für die meisten Gebäude eine Dämmstärke zwischen 12 und 20 cm ausreichend ist, um moderne energetische Anforderungen zu erfüllen. Für Neubauten oder energetisch optimierte Gebäude können Sie oftmals eine geringere Dämmstärke auswählen, während Sie bei Altbauten oder in extremen Klimazonen lieber eine stärkere Dämmung wählen sollten. Insgesamt sollte die Dämmstärke so gewählt werden, dass sie den besten Kompromiss zwischen Energieeffizienz, Kosten, baulichen Anforderungen und ästhetischen Ansprüchen bietet.
— OPTIK
Gestaltung: So sieht Ihre Fassade in Kaltenkirchen nach dem WDVS aus
Die Ansicht nach der Dämmung ergibt sich aus fünf Festlegungen, die wir vorab gemeinsam treffen:
Putzstruktur: Ein feiner Scheibenputz wirkt sachlich und modern, ein gröberer Reibeputz kaschiert Unebenheiten und passt zu älteren Siedlungshäusern. Beide sind später überstreichbar.
Farbe: Oberhalb eines Hellbezugswerts von 20 bleibt die Oberflächentemperatur im Rahmen und der Putz spannungsarm. Dunkle Wunschtöne setzen wir mit reflektierenden Pigmenten um.
Verblendoptik: Wo der Bebauungsplan Verblendmauerwerk vorschreibt oder die Nachbarschaft durchgehend geklinkert ist, sind Riemchen auf der Dämmplatte die einzige stimmige Lösung.
Sockel: Unten am Haus arbeiten wir mit druckfester Perimeterdämmung, abgesetztem Sockelputz und dichtem Übergang zur Bauwerksabdichtung.
Details: Verlängerte Fensterbänke, gedämmte Laibungen, mitgedämmte Rollladenkästen und Dehnfugen an Versprüngen bestimmen, wie das Haus nach Jahren aussieht.
Weil es keine städtische Gestaltungssatzung gibt, ist der Bebauungsplan die eigentliche Vorgabe. Wir sehen ihn vor dem Angebot ein, damit die gewählte Oberfläche nicht später an einer Festsetzung scheitert.

1. WDVS mit weißem Putz
Eine Fassade mit weißem Putz ist die klassische Wahl für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Sie verleiht Ihrer Immobilie ein zeitloses und elegantes Erscheinungsbild, das sich harmonisch in verschiedene architektonische Stile einfügt. Diese Option ist besonders pflegeleicht und bietet gleichzeitig zahlreiche Möglichkeiten, durch verschiedene Putztechniken individuelle Akzente zu setzen.
2. WDVS mit Klinkerriemchen
Wenn Sie den robusten und traditionellen Look von Klinker bevorzugen, bietet das WDVS mit Klinker-Riemchen eine attraktive Option für Sie. Klinker-Riemchen bestehen aus dünnen, etwa 1 bis 2 cm starken Scheiben, die aus echtem Ziegelmaterial gefertigt werden. Klinker-Riemchen sind widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und sorgen für eine langlebige und wartungsarme Fassade.


3. WDVS mit Holzverkleidung
Eine Holzverkleidung auf einem WDVS verbindet moderne Ästhetik mit natürlichem Charme. Diese Option eignet sich besonders für Gebäude, die eine warme und einladende Ausstrahlung haben sollen. Holz verleiht der Fassade ein einzigartiges, organisches Aussehen und kann je nach Wahl der Holzart und Farbe individuell angepasst werden. Durch spezielle Oberflächenbehandlungen bleibt das Holz lange schön und schützt das Gebäude zusätzlich vor äußeren Einflüssen.
— RISIKEN
Risiken eines WDVS in Kaltenkirchen – und wie wir sie vermeiden
Vier bekannte Schwachstellen lassen sich alle planerisch entschärfen. Veralgung: Weil die gedämmte Fläche nachts stärker auskühlt, bleibt Tauwasser länger stehen; auf verschatteten Nord- und Westseiten arbeiten wir mit mineralischen Oberputzen und halten Bepflanzung von der Wand fern. Wärmebrücken: Fensterlaibungen, Rollladenkästen und auskragende Bauteile werden mitgeplant, sonst bleiben Innenoberflächen kühl und Schimmelbildung wird begünstigt. Brandschutz: Bei EPS gehören Brandriegel zur Regelausführung; bei mehrgeschossigen Gebäuden und in großen Wohnanlagen greifen strengere Anforderungen, die vor der Materialwahl geklärt werden müssen. Spechte: Sie öffnen hohl klingende Putzflächen, gerade in grün geprägten Wohngebieten. Ein satt gefüllter Armierungsputz und Riemchen in gefährdeten Lagen nehmen das Risiko deutlich zurück.
Übersicht der Risiken eines WDVS:
-
Wärmebrücken:
-
Ursache: Wärmebrücken entstehen häufig an Stellen, an denen das WDVS unterbrochen ist, wie bei Fenster- und Türanschlüssen oder bei der Befestigung von Bauteilen (z. B. Markisen oder Geländern). Auch unzureichend überlappende Dämmplatten oder fehlerhafte Anbringung können Wärmebrücken verursachen.
-
Folgen: Wärmebrücken führen zu einem erhöhten Wärmeverlust und können zu Kondenswasserbildung zwischen kalten und warmen Bauteilen führen. Dies erhöht das Risiko von Schimmelbildung und verringert die Energieeffizienz des Gebäudes.
-
Vermeidung: Um Wärmebrücken zu vermeiden, ist eine sorgfältige Planung und Ausführung der Anschlüsse und Befestigungspunkte erforderlich. Eine durchgehende Dämmung ohne Unterbrechungen ist essenziell, und alle Übergänge sollten fachgerecht abgedichtet werden.
-
-
Feuchtigkeitsprobleme:
-
Ursache: Feuchtigkeit kann in das WDVS eindringen, wenn es nicht richtig abgedichtet ist, insbesondere an kritischen Punkten wie Anschlüssen, Fugen oder beschädigten Stellen. Auch eine falsche Verarbeitung des Putzes oder der Dämmplatten kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen.
-
Folgen: Eingedrungene Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung und Algenwachstum auf der Fassade führen. Langfristig kann dies die Dämmwirkung vermindern und die Bausubstanz Ihres Gebäudes schädigen.
-
Vermeidung: Um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, müssen alle Fugen, Anschlüsse und Übergänge sorgfältig abgedichtet werden. Zudem sollte die Fassade regelmäßig auf Schäden und undichte Stellen überprüft werden.
-
-
Rissbildungen:
-
Ursache: Risse können durch Bewegungen im Bauwerk, Temperaturschwankungen oder unsachgemäße Verarbeitung des WDVS entstehen. Auch unzureichend angebrachte Dehnungsfugen können zu Rissbildungen führen.
-
Folgen: Risse in der Fassade können nicht nur die Optik beeinträchtigen, sondern auch das Eindringen von Feuchtigkeit ermöglichen, was wiederum Schimmelbildung und eine Beeinträchtigung der Dämmleistung zur Folge haben kann.
-
Vermeidung: Um Rissbildungen vorzubeugen, sollten Bewegungsfugen korrekt eingeplant und ausgeführt werden. Eine fachgerechte Verarbeitung des Putzes und der Dämmplatten ist ebenfalls entscheidend, um Spannungen in der Fassade zu minimieren.
-
-
Algen- und Pilzbefall:
-
Ursache: Algen- und Pilzbefall tritt besonders auf feuchten und schattigen Fassaden auf, die oft schlecht belüftet sind. Dies kann durch anhaltende Feuchtigkeit und fehlende Sonneneinstrahlung begünstigt werden.
-
Folgen: Algen und Pilze beeinträchtigen die Optik der Fassade und können langfristig die Bausubstanz schädigen, wenn sie nicht entfernt werden.
-
Vermeidung: Um Algen- und Pilzbefall zu verhindern, sollten Fassaden mit einem wasserabweisenden und diffusionsoffenen Putz versehen werden. Regelmäßige Reinigung und gegebenenfalls der Einsatz von fungiziden Beschichtungen können das Wachstum von Algen und Pilzen verhindern. Um hierzu mehr zu erfahren, klicken Sie hier.
-
-
Verfärbungen:
-
Ursache: Verfärbungen, insbesondere helle Flecken, können durch punktuelle Wärmebrücken entstehen, die durch die Befestigungselemente des WDVS verursacht werden.
-
Folgen: Diese Flecken beeinträchtigen die ästhetische Erscheinung der Fassade und können ein Hinweis auf ineffiziente Dämmung an diesen Stellen sein.
-
Vermeidung: Die Verwendung von wärmebrückenfreien Befestigungselementen und die richtige Überdeckung der Dämmplatten können Verfärbungen verhindern.
-
-
Ablösungen:
-
Ursache: Unsachgemäß angebrachte Dämmplatten können sich von der Fassade lösen, insbesondere wenn der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet wurde oder ungeeignete Kleber verwendet wurden.
-
Folgen: Ablösungen der Dämmung gefährden die Sicherheit und können zu erheblichen Wärmeverlusten führen. Zudem sind die Reparaturkosten in solchen Fällen oft hoch.
-
Vermeidung: Eine gründliche Vorbereitung des Untergrunds und die Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien sowie die korrekte Anwendung der Befestigungsmethoden sind essenziell, um Ablösungen zu verhindern.
-
— HEIZKOSTENERSPARNISSE
Wie viel Heizkosten spart ein WDVS in Kaltenkirchen?
Wie durchlässig eine Wand ist, sagt der U-Wert. Bei ungedämmten Außenwänden der Baujahre 1949 bis 1978 liegt er meist um 1,0 W/(m²K); nach einem Wärmedämmverbundsystem in üblicher Stärke werden 0,20 W/(m²K) erreicht – der Wert, den die Bundesförderung verlangt. Weil die Fassade die größte zusammenhängende Fläche der Gebäudehülle ist, sinkt der Heizwärmebedarf erfahrungsgemäß um 25–30 %. Zum Vergleich: In Kaltenkirchen wird zu 68,1 % mit Gas geheizt, der Einspareffekt schlägt also direkt auf die Gasrechnung durch.
Das Rechenbeispiel: Aus 3.500 € Jahresheizkosten für 110 m² Wohnfläche werden 875 bis 1.050 € Ersparnis pro Jahr. Die Investition für die 100 m² Fassade des Eigenheims liegt bei 21.000 bis 33.000 €, ohne Förderung also rechnerisch rund 20 bis 40 Jahre. Realistischer wird die Rechnung, wenn Sie den Steuerbonus oder den BAFA-Zuschuss abziehen und berücksichtigen, dass eine Fassade dieses Alters ohnehin eine Sanierung braucht.

— HEIZKOSTENEINSPARUNGEN
Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Heizkosteneinsparungen berechnen?
— VORTEILE UND NACHTEILE
Vor- und Nachteile von einem WDVS
Ein Wärmedämmverbundsystem bietet zahlreiche Vorteile, vor allem in Bezug auf Energieeffizienz, Langlebigkeit der Immobilie und Wohnkomfort. Es kann den Energieverbrauch eines Gebäudes erheblich senken, die Fassade schützen und den Wert Ihrer Immobilie steigern. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, wie hohe Investitionskosten, potenzielle Probleme mit Algenbildung und Feuchtigkeitsproblemen sowie die Schwierigkeit, das System bei denkmalgeschützten Gebäuden einzusetzen. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.
Tabelle: Vor und Nachteile WDVS
Vorteil | Nachteil |
|---|---|
Energieeffizienz: Ein gut installiertes WDVS kann Ihren Energieverbrauch erheblich reduzieren, was zu niedrigeren Heizkosten und weniger CO₂-Emissionen führt. | Kosten und Amortisierung: Die hohen Investitionskosten für das WDVS und die späte Amortisation, die oft erst nach etwa 20 Jahren eintritt, können abschreckend sein. |
Langlebigkeit: Ein WDVS schützt die Fassade vor Witterungseinflüssen und kann die Lebensdauer der Bausubstanz verlängern. | Algenbildung und Feuchtigkeitsprobleme: Durch die thermische Abkopplung des Außenputzes vom Mauerwerk kann es zu Algenbildung kommen, insbesondere wenn keine Schutzmaßnahmen wie Kunstharz mit Biozid getroffen werden. |
Komfort: Die verbesserte Dämmung sorgt für ein angenehmeres und gleichmäßigeres Raumklima. | Recyclingprobleme: Besonders bei Styropor-WDVS ist die Entsorgung problematisch, da es als Sondermüll behandelt werden muss. |
Umweltschutz: Durch die Reduktion des Energieverbrauchs trägt das WDVS zum Klimaschutz bei. | Eingeschränkte Ästhetik: Trotz vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten, sind bestimmte ästhetische Einschränkungen bei der Fassade gegeben, z.B. bei denkmalgeschützten Gebäuden. |
Wertsteigerung: Die energetische Sanierung mit WDVS kann den Wert Ihrer Immobilie steigern und ihre Marktchancen verbessern. | |
Ästhetik: Das WDVS bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade, von Oberputz bis zu Klinker-Optiken und bietet sich an, wenn Sie einen Wechsel der Optik wünschen. |
Für wen macht ein WDVS Sinn:
-
Eigentümer von Altbauten: Wenn Sie Eigentümer eines Altbautes mit geringer Energieeffizienz sind, macht ein WDVS viel Sinn. Hier kann es Ihren Energieverbrauch drastisch senken und den Wohnkomfort erheblich verbessern.
-
Umweltbewusste Bauherren: Wenn Sie viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, können Sie mit einem WDVS Ihren Beitrag dazu leisten Ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Sie können auch ökologische Dämmstoffe wählen, wie z.B. Holzfaserplatten, die aus nachwachsenden Ressourcen gebaut sind.
-
Eigentümer, die gesetzliche Vorschriften erfüllen müssen: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt energetische Standards vor, die oft nur durch eine Außendämmung wie WDVS erreicht werden können.
Wann sollten Sie kein WDVS verbauen:
Ein WDVS macht keinen Sinn bei denkmalgeschützten Gebäuden, Gebäuden, die bereits gut gedämmt sind oder wo die Fassade erst saniert werden muss und für kurzfristige Immobilienbesitzer.
-
Denkmalgeschützte Gebäude: Wenn Ihre Immobilie denkmalgeschützt ist, kann das WDVS problematisch sein, da die Fassaden häufig nicht verändert werden dürfen. Alternativen wie Innendämmung sollten Sie dann in Betracht ziehen.
-
Gebäude mit bereits guter Dämmung: Wenn Ihre Immobilie bereits gut gedämmt ist, könnte der zusätzliche Nutzen eines WDVS relativ gering sein.
-
Kurzfristige Immobilienbesitzer: Für Personen, die ihre Immobilie nur kurzfristig besitzen oder bald verkaufen möchten, lohnen sich die hohen Investitionskosten oft nicht, da die Amortisation der Kosten in der Regel über Jahrzehnte erfolgt. Hier sollten Sie mit einem Makler sprechen, wie wichtig die Energieeffizienzklassen sind.
— DÄMMPFLICHT
Gibt es in Kaltenkirchen eine Dämmpflicht für die Fassade?

Eine Pflicht zur Fassadendämmung gibt es in Kaltenkirchen nicht, weder kommunal noch auf Landesebene. Bindend ist ausschließlich das Gebäudeenergiegesetz des Bundes, und es koppelt die Anforderung an den Umfang der Arbeiten: Wer mehr als 10 % der Fläche eines Bauteils erneuert, muss anschließend den Anforderungswert einhalten – bei der Außenwand 0,24 W/(m²K) nach GEG Anlage 7. Ein Anstrich oder eine kleine Ausbesserung bleibt folgenlos; wer den Putz großflächig abschlägt und neu aufbringt, löst die Anforderung aus. Weil ein erheblicher Teil des Kaltenkirchener Bestands aus den Jahren 1949 bis 1990 stammt, ist genau das die typische Konstellation. Wer dabei auf 0,20 W/(m²K) geht, erfüllt zusätzlich die Bedingung der Bundesförderung.
— DÄMMUNG NORD
Ihre Vorteile mit Dämmung Nord:

Schneller & professioneller Service
Antworten innerhalb von 24 Stunden, kostenlose Inspektion innerhalb von einer Woche und Dämmung innerhalb von 30 Tagen.

Kompetenz, Weitsicht und Erfahrung
Ca. 720 Häuserdämmungen pro Jahr. Wir sind vor Ort mit Standorten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen.

Experten aus dem Handwerk
Vielseitiges Team aus Experten der energetischen Sanierung, Dachdeckerei, Fensterbau, Zimmerei und Industrieisolierer für eine ganzheitliche Lösung.
— WETTER
Klima in Kaltenkirchen: Was es für Ihre Fassadendämmung bedeutet
Kaltenkirchen liegt binnenländisch auf der Holsteinischen Geest, rund 30 m über dem Meer und etwa 32 km nördlich von Hamburg. Eine Küsten- oder Windklima-Exposition, wie sie an Nord- und Ostsee ein bauphysikalisches Argument liefert, gibt es hier nicht – wir behaupten deshalb weder eine Schlagregen-Beanspruchungsgruppe noch nennen wir Niederschlagszahlen, die für die Stadt nicht belegt sind. Das ist keine Schwäche des Standorts, sondern eine ehrliche Einordnung: Der Nutzen einer Fassadendämmung ergibt sich in Kaltenkirchen aus dem Baualter des Bestands, nicht aus dem Wetter.
Zwei Effekte bleiben davon unberührt. Im Winter senkt die Dämmebene den Wärmeverlust über die größte Bauteilfläche des Hauses; im Sommer verzögert sie den Wärmeeintrag durch die besonnte Wand, was besonders in Häusern mit ausgebautem Dachgeschoss spürbar ist. Welche Gebäudeseite bei Ihnen die kritische ist, welche Anschlüsse Aufmerksamkeit brauchen und ob der Wandaufbau überhaupt für ein WDVS spricht, klären wir bei der kostenlosen Vor-Ort-Prüfung.
— ANGEBOT ANFRAGEN

1. Angebot kostenlos und unverbindlich anfragen.
Nachdem Sie Ihre Anfrage abgeschickt haben, melden sich unsere Berater innerhalb 24 Stunden, um Ihr Vorhaben zu besprechen.
In 3 Schritten zu Ihrer Fassadendämmung
2. Unser regionales Expertenteam berät Sie persönlich.
Wir besuchen Sie, um Ihre Immobilie auf Durchführbarkeit und mögliche Risiken zu prüfen und gemeinsam den passenden Dämmstoff und Optik für Ihr Vorhaben auszuwählen.


3. Wir installieren das WDVS
Unser regionales Handwerksteam installiert Ihr WDVS. Ab jetzt können Sie im Winter Heizkosten sparen und im Sommer einen kühlen Wohnraum genießen.
— BEWERTUNGEN
Kunden berichten über Ihre Erfahrungen mit Dämmung Nord - transparent & einsehbar auf Google
— UNSERE DÄMMUNGEN
Fassadendämmung in Kaltenkirchen: unser Einsatzgebiet
Kaltenkirchen betreuen wir vom Standort Schleswig-Holstein aus. Wulfskamp, Flottmoorring, Flottkamp, das Zentrum sowie Moorkaten und Heidkaten liegen im regulären Einsatzgebiet; Gerüst, Ausführung und Abnahme kommen aus einer Hand. Rund 750 Dämmungen im Jahr führen wir bundesweit aus.
Kommt ein WDVS für Ihr Haus nicht in Frage, gibt es andere Wege: bei zweischaligem Mauerwerk die Einblasdämmung in Kaltenkirchen, beim unbeheizten Dachboden die Dachbodendämmung in Kaltenkirchen und beim ausgebauten Dachgeschoss die Dachdämmung in Kaltenkirchen.
Stadtteile in Kaltenkirchen: Bauformen und Eignung für WDVS
Stadtteil | Typische Bauform und Eignung für WDVS |
|---|---|
Wulfskamp | Schwerpunkt des genossenschaftlichen Mehrfamilienhausbestands mit 1.448 Wohneinheiten in 178 Häusern; WDVS als Maßnahme der Genossenschaft |
Flottmoorring | Großwohnsiedlung mit dem 14-geschossigen Hochhaus und Bestand einer Baugenossenschaft; Mineralwolle wegen der Brandschutzanforderungen |
Zentrum / Altbaukern | Marschweg, Funkenberg, Königstraße und Friedensstraße mit den wenigen Gebäuden vor 1948, ältestes Haus um 1745; Einzelfallprüfung nötig |
Flottkamp | Größtes Wärmenetzgebiet der Stadt mit gemischter Wohnbebauung; Dämmung und Wärmeversorgung sinnvollerweise zusammen betrachten |
Zeisigring | Reihenhausquartier mit Baujahr ab etwa 2015; bereits gedämmt, ein WDVS ist hier in aller Regel nicht wirtschaftlich |
Moorkaten und Heidkaten | Ländlich geprägte Ortsteile am Stadtrand; freistehende Häuser mit großen Fassadenflächen, Bebauungsplan vorab prüfen |
Über den Autor:

Autor: Mate Rumstein - Bauleiter
Mate Rumstein verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung als Industrieisolierer und hat in dieser Zeit zahlreiche Projekte unterschiedlicher Größen geleitet. Seine Karriere startete er als Bauleiter bei RS Isolierung GmbH, bevor er als Isolierer und Bauleiter zur A.S. Dämmtechnik GmbH in Hamburg wechselte. Dort spezialisierte er sich auf Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierungen. Über die Jahre hat Mate Rumstein umfassende Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Dämmung erworben und gilt als zuverlässiger Experte in seinem Fachgebiet.
— VERZEICHNIS
Leistungen & Wissenswertes
Unsere Leistungen
Über Einblasdämmung & Dämmung Nord
— VERZEICHNIS

.png)
.png)
.png)



