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WDVS-Fassadendämmung in Husum vom Fachbetrieb

Husum

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Mitglied im Fachverband für Einblasdämmung

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— ZUSAMMENGEFASST

Das Wichtigste zur WDVS-Dämmung in Husum auf einen Blick

WDVS Dämmung
  • Kosten: 210 bis 330 € je Quadratmeter Fassade, Förderung von 20 % ist abgezogen (Stand: September 2026). Ein Einfamilienhaus mit 150 m² Fassade liegt bei 31.500 bis 49.500 €.

  • Passt das zu Ihrem Haus?: Typisch für Husum sind Ein- und Reihenhäuser der 1960er Jahre im Musikerviertel oder an der Marktstraße. Für die denkmalgeprägte Altstadt ist ein WDVS dagegen kein Weg.

  • Was es bringt: 25–30 % weniger Heizenergie und eine Außenschale, die dem Schlagregen der Küste standhält, statt Wasser in den Putz ziehen zu lassen.

  • Förderung: Ein städtisches Zuschussprogramm fehlt, der Kreis Nordfriesland bezuschusst nur Energie-Checks. Nutzbar sind IB.SH-Darlehen ab 15.000 €, Steuerbonus oder BAFA-Zuschuss.

  • So läuft es ab: Prüfung vor Ort, Gerüst, Untergrund vorbereiten, Dämmplatten kleben und dübeln, Armierung, Oberputz. Bei größeren Fassaden dauert das zwei bis drei Wochen.

Inhalt

Inhaltsangabe

DÄMMUNG

Was die WDVS-Dämmung in Husum besonders macht

Husum lässt sich baulich in zwei Hälften teilen, und für die Fassadendämmung ist das die wichtigste Unterscheidung. Auf der einen Seite steht die Altstadt, seit 1985 förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet mit denkmalgeprägter Bebauung rund um Binnenhafen und Markt; dort ist ein Wärmedämmverbundsystem in aller Regel keine Option. Auf der anderen Seite stehen die gewachsenen Siedlungsgebiete außerhalb des Kerns, und dort liegt das Potenzial.


Eine exakte Baujahresverteilung nach Zensus liegt für Husum nicht vor — wir nennen deshalb keine Prozentwerte, sondern das, was das Stadtentwicklungskonzept belegt: Die GEWOBA-Siedlung entstand zwischen 1956 und 1961 als Reihen- und Mehrfamilienhausbestand für Flüchtlinge und Vertriebene, die dreigeschossigen Zeilenbauten an Markt- und Parkstraße folgten zwischen 1960 und 1970, und das Musikerviertel gehört zu den ältesten Einfamilienhausgebieten außerhalb der Altstadt, in dem gerade ein Generationswechsel läuft.


Welche Maßnahme passt, entscheidet der Wandaufbau. Bei zweischaligem Mauerwerk mit Luftschicht ist die Einblasdämmung in Husum mit 25–45 €/m² die günstigere Lösung, und wir prüfen das mit einer Bohrung, bevor irgendein Angebot geschrieben wird. Ist die Wand massiv ohne Hohlraum, ist der Putz nach Jahrzehnten Küstenwetter mürbe oder soll das Haus energetisch wirklich auf einen anderen Stand kommen, ist das WDVS die Maßnahme mit dem größeren Effekt.


Zwei Satzungen sollten Sie kennen. Die Erhaltungssatzung für Innenstadt und Neustadt von 2019 stellt Änderungen an baulichen Anlagen nach § 172 BauGB unter Genehmigungsvorbehalt — eine Außendämmung verändert das Erscheinungsbild und fällt darunter. Für Schobüll und die benachbarten Ortsteile gilt seit 2023 eine Gestaltungssatzung, die vor allem das Dach regelt, an der Fassade aber etwa die Montage von Solaranlagen ausschließt.

— ERKLÄRUNG

Wie funktioniert die Dämmung Ihrer Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)?

Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die häufigste und effizienteste Methode, um Ihre Fassade zu dämmen (vorausgesetzt, Sie haben keine Hohlschicht im Mauerwerk, wenn Sie eine Hohlschicht haben, schauen Sie hier). Das Verfahren wird seit den 1970er Jahren erfolgreich in Deutschland eingesetzt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Der Aufbau besteht aus mehreren Schichten, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Unten finden Sie eine Grafik eines typischen Aufbaus inklusive der jeweiligen Funktion.

Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems

Aufbau WDVS

Erläuterung Bestandteile WDVS

  • Dämmplatten: Diese bilden das Herzstück des Systems und bestehen meist aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie werden direkt auf die Außenwand des Gebäudes geklebt oder mechanisch befestigt.

  • Kleber: Der Kleber sorgt für die sichere und dauerhafte Befestigung der Dämmplatten am Untergrund. Abhängig von der Beschaffenheit der Fassade wird er entweder punktuell oder vollflächig aufgetragen.

  • Dübel: Zur zusätzlichen Stabilisierung der Dämmplatten werden spezielle Dübel verwendet, die die Platten mechanisch verankern und so die Langlebigkeit des Systems erhöhen.

  • Armierungsschicht: Diese Schicht besteht aus einem Armierungsmörtel, in den ein Armierungsgewebe eingebettet ist. Sie schützt das System vor mechanischen Schäden und verhindert die Bildung von Rissen.

  • Oberputz: Der abschließende Oberputz gibt der Fassade ihr endgültiges Aussehen und bietet zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. Er kann in unterschiedlichen Strukturen und Farben gestaltet werden, um den optischen Ansprüchen gerecht zu werden.

— KOSTEN

Wie teuer ist ein WDVS in Husum?

Fünf Positionen bewegen den Quadratmeterpreis in Husum. Erstens der Fassadenzustand: Jahrzehnte Salzluft und Schlagregen hinterlassen Spuren, mürber Altputz muss herunter und der Untergrund gefestigt werden. Zweitens die Bauform — die dreigeschossigen Zeilenbauten an der Parkstraße sind pro Quadratmeter günstiger als ein freistehendes Haus mit vielen Ecken, weil Gerüst und Zuschnitt effizienter bleiben. Drittens das Putzsystem: Eine Ausführung für hohe Schlagregenbeanspruchung kostet mehr als ein Standardaufbau, hält dafür länger. Viertens die Fenster, die bei gleichzeitigem Tausch in die Dämmebene rücken und die Wärmebrücke an der Laibung erledigen. Und fünftens die Oberfläche: Klinkerriemchen liegen deutlich über einem Scheibenputz, sind an der Küste aber die haltbarste Variante.

Position

Preis pro m² WDVS Dämmung

Kosten für ein Haus mit 100 m² Fassadenfläche

Gerüst

Ab 22 €/m²

2.200 €

Dämmstoff

Ab 29 €/m²

2.900 €

Putz

Ab 36 €/m²

3.600 €

Arbeitslohn

Ab 123 €/m²

12.300 €

Gesamt

210-330 €/m²

21.000 € - 33.000 €


Tabelle: Übersicht Kosten der einzelnen WDVS Bestandteile & Kosten für 100m² WDVS Dämmung

Fazit: Wie teuer ist ein WDVS

In Husum kostet eine Standardausführung mit 14 bis 16 cm Dämmstärke und mineralischem Oberputz 210 bis 330 € pro Quadratmeter Fassade. Für das Einfamilienhaus mit 150 m² Fassade sind das 31.500 bis 49.500 €. Weil kein städtischer Zuschuss existiert, bleibt es bei der einkalkulierten Bundesförderung von 20 %. Welche Positionen hinter dem Quadratmeterpreis stehen — von der Untergrundvorbereitung über die Dämmstärke bis zur Wahl der Oberfläche —, zeigt unsere WDVS-Kostenübersicht im Detail.


Alle Preisangaben verstehen sich inkl. 20 % Förderung als unverbindliche Richtwerte. Den exakten Preis erhalten Sie nach einem kostenlosen Vor-Ort-Termin.

— KOSTENRECHNER

Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Kosten berechnen?

— FÖRDERUNG

Welche Förderung gibt es für WDVS in Husum?

Statistic calculating

Zur lokalen Ebene gehört eine klare Ansage: Ein eigenes Zuschussprogramm der Stadt Husum oder der Stadtwerke für Dämmmaßnahmen ist nicht belegbar, und wir nennen keines, das wir nicht geprüft haben. Der Kreis Nordfriesland fördert über das Klimabündnis 100 Energie-Checks für private Haushalte, also eine Vor-Ort-Beratung durch die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein — ein sinnvoller erster Schritt, aber kein Geld für die Baumaßnahme selbst. Auf Landesebene stehen die Darlehen der IB.SH bereit: Immofix, Immoflex und Immokonstant beginnen bei 15.000 € und lassen sich auch für eine einzelne Maßnahme wie die Fassadendämmung einsetzen.


Die Bundesförderung läuft über zwei Wege, die sich für dieselbe Maßnahme ausschließen. Über den Steuerbonus nach § 35c EStG setzen Sie 20 % der Kosten für Material und Arbeitsleistung ab, verteilt auf drei Jahre (7 %, 7 %, 6 %) und höchstens 40.000 € je Objekt. Über die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude erhalten Sie 15 % Zuschuss auf förderfähige Kosten bis 30.000 € je Wohneinheit; der iSFP-Bonus von 5 % greift seit dem 21. Juli 2026 erst oberhalb dieser Schwelle und nur auf den darüberliegenden Kostenanteil. Bedingung ist jeweils ein U-Wert von höchstens 0,20 W/(m²K) an der gedämmten Außenwand sowie ein Antrag vor Auftragsvergabe. Die Unterschiede erklären wir auf unserer Seite zur Förderung für WDVS.

— DAS VERFAHREN

Wie wird das WDVS auf Ihre Fassade installiert?

Untergrund Vorbereiten

1. Vorbereitung des Untergrunds

Der Untergrund auf Ihrer Fassade muss sorgfältig vorbereitet werden, um eine optimale Haftung der Dämmplatten zu gewährleisten. Dies umfasst das Entfernen loser Teile sowie die Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung von Fensterbänken, Brüstungsabdeckungen und Dachüberständen. Unebenheiten werden ausgeglichen, und Fassade wird gründlich gereinigt, um Staub und Schmutz zu entfernen. 

2. Auftragen des Klebers 

Die Dämmplatten werden mit einem speziellen, hochleistungsfähigen Kleber auf die vorbereitete Fassade aufgebracht. Je nach Beschaffenheit der Fassade erfolgt der Kleberauftrag punktuell oder vollflächig. 

Auftragen Kleber
Anbringen Dämmplatten

3. Anbringen der Dämmplatten  

Die Dämmplatten sind in den frischen Klebemörtel einzusetzen und sorgfältig auszurichten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Platten fest anliegen und keine Hohlräume entstehen. Die Platten sind im Verbund zu kleben, um eine durchgehende Dämmschicht zu gewährleisten. Durch ein passgenaues und dicht aneinandergefügtes Einsetzen werden Wärmebrücken vermieden. 

4. Verdübeln der Dämmplatten  

Zur zusätzlichen Sicherung werden die Dämmplatten mit speziellen Dübeln mechanisch befestigt. Diese Maßnahme erhöht die Stabilität und Sicherheit des Systems, insbesondere bei hohen Gebäuden oder stark beanspruchten Fassaden. 

Verdübeln Dämmplatten
Auftragen Amierungsschicht

5. Aufbringen der Armierungsschicht  

Auf die befestigten Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aufgetragen. Diese besteht aus einem hochwertigen Armierungsmörtel, in den ein robustes Armierungsgewebe eingebettet wird. Diese Schicht schützt das WDVS vor mechanischen Beschädigungen und Rissbildungen und sorgt für eine langlebige und stabile Fassade. 

6. Auftragen des Putzgrundes  

Nachdem die Armierungsschicht getrocknet ist, kann der Putzgrund aufgetragen werden. Dieser muss auf das WDVS abgestimmt sein. Es gibt mineralische, organische oder Silikatputze, deren Wahl von den Projektanforderungen und Untergrundeigenschaften abhängt. Der Putzgrund wird gleichmäßig mit Rolle oder Pinsel aufgetragen. Eine gleichmäßige Schichtdicke ist entscheidend für die optimale Haftung.

Auftragen des Putzgrundes
Auftragen Oberputz

7. Auftragen des Oberputzes

Nach dem vollständigen Trocknen der Armierungsschicht und dem Putzgrund wird der Oberputz aufgetragen. Dieser kann in verschiedenen Strukturen und Farben gestaltet werden und verleiht der Fassade ihr endgültiges, ästhetisch ansprechendes Aussehen. Der Oberputz bietet zudem einen zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. 

Lassen Sie sich von einem unserer Experten vor Ort beraten:

— VORBEREITUNG & NACHBEREITUNG

Um eine korrekte Installation zu gewährleisten müssen je nach Projekt verschiedene Vor- und Nacharbeiten an Ihrem Haus getätigt werden

Die Installation eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Gewerke, um sicherzustellen, dass das System korrekt installiert wird und keine Risiken für Ihre Fassade oder das WDVS selbst entstehen. Hier sind einige der wesentlichen Aufgaben, die durchgeführt werden müssen:

  • Einbau von Sockelleisten: Im Sockelbereich des Gebäudes werden spezielle Sockelleisten durch das Maurer- oder Fassadenbaugewerbe montiert. Diese Leisten dichten den Übergang zwischen Dämmung und Erdreich ab, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern. 

  • Nacharbeiten an Fensterbänken: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade erhöht, müssen Fensterbänke entsprechend angepasst werden. Diese Arbeiten werden von Fensterbauern oder Schreinern ausgeführt, um sicherzustellen, dass die Fensterbänke bündig mit der neuen Fassade abschließen und Wasser sicher abgeleitet wird. Diese Nacharbeiten erfolgen typischerweise nach der Anbringung der Dämmplatten.

  • Nachjustieren von Türen: Durch die zusätzliche Dämmung kann es erforderlich sein, Türen und Fenster nachzujustieren, damit sie weiterhin ordnungsgemäß schließen. Diese Aufgabe wird von Tür- und Fensterbauern durchgeführt und sollte nach der Installation des WDVS erfolgen, um die Funktionalität der Türen und Fenster zu gewährleisten.

  • Abdichtung der Anschlüsse: Alle Anschlüsse und Übergänge, wie an Dachrändern, Fensterrahmen oder im Sockelbereich, müssen von Spezialisten für Abdichtungsarbeiten abgedichtet werden. Dies verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, was entscheidend für die Vermeidung von Schäden an der Fassade und dem WDVS ist. Diese Arbeiten erfolgen im Anschluss an die Installation der Dämmplatten und vor dem Aufbringen der Endbeschichtung.

  • Anpassung an systemfremde Bauteile: Bei der WDVS-Installation müssen systemfremde Bauteile wie Balkone, Vordächer oder Lüftungsschächte berücksichtigt werden. Diese Bauteile müssen von spezialisierten Baugewerken korrekt integriert werden, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Dichtigkeit des Systems zu sichern. Diese Anpassungen erfolgen während der gesamten WDVS-Installation.

  • Anpassung der Dachüberstände: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade vergrößert, müssen Dachüberstände oft angepasst werden, um die Fassade inklusive WDVS vollständig abzudecken und vor Witterung zu schützen. Diese Arbeiten werden von Dachdeckern durchgeführt und finden in der Regel vor oder während der Installation des WDVS statt.

WDVS erweiterte Arbeiten

Erweiterter Dachüberstand

Schutz der Fassade & Dämmung vor Niederschlag

Feuchtigkeitsschutz am Sockel

Schutz der erdberührenden ELemente vor Feuchtigkeit am Sockel

Anschlussfugen am Fenster

Mindestens 3cm überdämmt an Fenster um Wärmebrücken zu verhondern

Lüftung Fenster

Lüftungssystem am Fenster

— DÄMMSTOFFE

Welcher Dämmstoff für Ihr WDVS in Husum?

WDVS Dämmung Hochhaus.jpg

In Husum ist die Dämmstoffwahl keine reine Preisfrage. Die Stadt liegt direkt an der Nordsee, und die Küstenregionen Schleswig-Holsteins fallen nach DIN 4108-3 in die höchste Schlagregen-Beanspruchungsgruppe III. Der Aufbau muss also Wasser abweisen und trotzdem trocknen können.


EPS ist der günstigste Werkstoff, liegt in Wärmeleitgruppe 032 bis 035 und braucht damit nur 14 bis 16 cm für den geförderten U-Wert. Er nimmt kaum Wasser auf, ist aber dampfdichter als die Alternativen — in Kombination mit einem schlagregendichten Oberputz funktioniert das, verlangt aber saubere Detailplanung an allen Anschlüssen.


Mineralwolle ist nicht brennbar, der Baustoffklasse A1 zugeordnet und deutlich diffusionsoffener. Für die dreigeschossigen Zeilenbauten an Markt- und Parkstraße ist sie ohnehin die richtige Wahl, weil dort der Brandschutz strenger greift. Wichtig an der Küste: Der Oberputz muss die Wolle zuverlässig vor eindringendem Wasser schützen.


Holzfaser ist kapillaraktiv, transportiert Feuchte aus der Konstruktion heraus und bietet den besten sommerlichen Hitzeschutz. Bei den älteren, massiv gemauerten Häusern im Musikerviertel und in Rödemis ist das bauphysikalisch die sicherste Variante — sie kostet allerdings am meisten und verlangt ein System, in dem Platte, Armierung und Putz aufeinander abgestimmt sind.

Auswahlkriterien für den Dämmstoff

  1. Wärmedämmleistung (Wärmeleitfähigkeit): Ein niedriger Wert der Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) bedeutet, dass der Dämmstoff eine hohe Dämmwirkung hat. Je niedriger der λ-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Materials.

  2. Brandschutz: Je nach Gebäudetyp und Nutzungsart können strenge Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden. Dämmstoffe sind in verschiedene Brandklassen eingeteilt, und die Wahl des richtigen Materials kann entscheidend für die Sicherheit sein.

  3. Feuchtigkeitsbeständigkeit: Der Umgang mit Feuchtigkeit variiert teilweise zwischen den Dämmstoffen. 

  4. Ökologische Aspekte: Für einige Bauherren kann die ökologische Bilanz eines Dämmstoffs eine Rolle spielen. Dies umfasst die Herstellung und die Entsorgung des Dämmstoffes.

  5. Kosten: Natürlich spielen die Kosten des Dämmstoffs eine wesentliche Rolle bei der Auswahl.

Übersicht der gängigen Dämmstoffe

  1. Expandiertes Polystyrol (EPS) oder auch Styropor:

    • Verwendung: EPS ist der am häufigsten verwendete Dämmstoff in WDVS.

    • Vorteile: Es bietet eine gute Dämmleistung bei relativ geringen Kosten. EPS ist leicht, einfach zu verarbeiten und hat eine lange Lebensdauer.

    • Nachteile: EPS ist brennbar (Brandklasse B1) und erfordert daher zusätzliche Maßnahmen zum Brandschutz. Außerdem ist es nicht umweltfreundlich, da es aus Erdöl gewonnen wird und die Entsorgung problematisch sein kann. Außerdem kann es Feuchtigkeit nicht gut weiterleiten.

  2. Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle):

    • Verwendung: Mineralwolle wird häufig in Gebäuden eingesetzt, bei denen hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden.

    • Vorteile: Sie ist nicht brennbar (Brandklasse A1) und bietet zudem eine gute Schalldämmung. Mineralwolle kann außerdem besser Feuchtigkeit weiterleiten als z.B. EPS, ohne selbst Schaden zu nehmen.

    • Nachteile: Mineralwolle ist teurer als EPS. 

  3. Polyurethan (PUR):

    • Verwendung: PUR-Dämmstoffe bieten eine sehr hohe Dämmleistung, selbst bei geringer Materialdicke.

    • Vorteile: Sie sind besonders geeignet für Situationen, in denen der Platz begrenzt ist und dennoch eine hohe Dämmwirkung erzielt werden soll. PUR ist feuchtigkeitsbeständig und langlebig.

    • Nachteile: PUR ist ebenfalls brennbar und kann bei der Verbrennung giftige Gase freisetzen. Zudem ist es ein teures Material und hat eine schlechte ökologische Bilanz, da es aus petrochemischen Produkten hergestellt wird.

  4. Holzfaserplatten:

    • Verwendung: Holzfaserplatten werden häufig in ökologischen Bauprojekten eingesetzt.

    • Vorteile: Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und bieten eine gute Diffusionsoffenheit, was zu einem gesunden Raumklima beiträgt. Sie haben auch gute schallisolierende Eigenschaften.

    • Nachteile: Holzfaserplatten sind weniger effizient in der Wärmedämmung als synthetische Materialien und können im Vergleich teurer sein. Außerdem müssen sie gut vor Feuchtigkeit geschützt werden, da sie sonst Schaden nehmen können.

  5. Schaumglasplatten

    • Verwendung: Schaumglasplatten werden in Bereichen eingesetzt, wo eine hohe Druckfestigkeit und absolute Feuchtigkeitsresistenz gefordert sind, beispielsweise bei der Dämmung von Flachdächern, Kellerwänden und im Sockelbereich.

    • Vorteile: Schaumglas ist komplett feuchtigkeitsunempfindlich und nicht brennbar (Brandklasse A1). Es bietet eine hervorragende Dämmleistung und ist zudem sehr druckfest, was es ideal für stark belastete Flächen macht. Da es aus recyceltem Glas besteht, hat es auch eine gute ökologische Bilanz und ist resistent gegen Schädlinge und Schimmel.

    • Nachteile: Schaumglasplatten sind vergleichsweise teuer und auch relativ schwer, was die Handhabung und den Einbau erschwert. Außerdem ist das Material spröde, was bei unsachgemäßer Handhabung zu Beschädigungen führen kann.

  6. Phenol-Hartschaumplatten:

    • Verwendung: Phenol-Hartschaumplatten werden vor allem dort verwendet, wo eine extrem hohe Dämmleistung bei minimaler Materialdicke erforderlich ist, zum Beispiel in Passivhäusern oder bei energetischen Sanierungen mit beengten Platzverhältnissen.

    • Vorteile: Phenol-Hartschaum bietet eine hervorragende Dämmleistung mit einem sehr niedrigen Wärmeleitwert, wodurch schon bei geringer Dicke eine sehr gute Dämmwirkung erzielt wird. Das Material ist schwer entflammbar (Brandklasse B1) und hat eine hohe Druckfestigkeit.

    • Nachteile: Phenol-Hartschaumplatten sind deutlich teurer als viele andere Dämmstoffe und können bei der Verarbeitung spröde sein, was das Handling erschwert. Zudem sind sie nicht diffusionsoffen, was in bestimmten Anwendungen Probleme mit Feuchtigkeitsmanagement verursachen kann.

Tabelle der gängigen WDVS Dämmstoffe

Dämmstoff

WLG-Klasse

Brandschutzklasse

Preis pro m² (bei 160 mm)

Polystyrol (EPS)

032-040

B1 (schwer entflammbar)

20-25 €/m²

Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle)

033-040

A1 (nicht brennbar)

38-45 €/m²

Polyurethan (PUR)

023-030

B1 (schwer entflammbar)

45-55 €/m²

Holzfaserplatten

040-045

B1 (schwer entflammbar)

50-60 €/m²

Schaumglasplatten

035-045

A1 (nicht brennbar)

60-80 €/m²

Phenolharz-Hartschaumplatten

020-025

B1 (schwer entflammbar)

55-70 €/m²


Der beste Dämmstoff für Ihre WDVS-Dämmung in Husum

Unsere Empfehlung für Husum orientiert sich an der Küstenlage: Wir raten zu einem diffusionsoffenen Aufbau mit Mineralwolle oder Holzfaser und einem mineralischen, schlagregendichten Oberputz. Der Mehrpreis gegenüber EPS ist an einem Standort mit Beanspruchungsgruppe III gut investiert, weil eine Wand, die Feuchte wieder abgeben kann, langfristig weniger Ärger macht. EPS bleibt die wirtschaftliche Wahl für geschützt liegende Gebäude im Blockinneren oder wenn das Budget den Ausschlag gibt — dann aber konsequent mit einem Putzsystem, das Schlagregen abhält. Bei den dreigeschossigen Zeilenbauten ist Mineralwolle wegen des Brandschutzes ohnehin gesetzt. Was bei Ihrem Haus trägt, entscheiden wir nach der Prüfung von Wandaufbau und Wetterseite.

— DÄMMSTÄRKE

2. Entscheidung: Wie dick soll Ihre Dämmung sein?

Auch bei der Wahl der richtigen Dämmstärke (Dicke der Dämmung) sollten Sie mehrere Faktoren beachten. Die Dämmstärke beeinflusst direkt die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Fassade, also die Menge an Wärme, die durch die Wände nach außen entweichen kann. Es gibt hier regulatorische Vorschriften auf der einen Seite und Überlegungen aus Kosten- und Bausubstanzaspekten sowie optischen Gesichtspunkten auf der anderen Seite. Die Entscheidungskriterien können wie folgt gegliedert werden:

  1. Energetische Anforderungen: Die energetischen Vorgaben der aktuellen Gebäudeenergiegesetze (GEG) legt eine Mindestanforderungen von 0,24 W/(m∙K) an den U-Wert der Fassade fest für eine Förderung muss ein U-Wert von 0,2 W/(m∙K) erreicht werden. Für die häufigsten Dämmstoffe (EPS und Mineralwolle) haben Sie den U-Wert von 0,2 W/(m∙K) meistens bei 16cm Dämmung erreicht. Bei Zellulose oder Holzfaserplatten müssen Sie eher auf 20-24cm gehen. Generell gilt, je niedriger der U-Wert sein soll, desto dicker muss die Dämmung ausfallen. Insbesondere nachhaltige Dämmstoffe wie Holzfasern benötigen sehr dicke Dämmungen.

  2. Gebäudetyp und Bauweise: Bei älteren Gebäuden mit schlechterer Grunddämmung kann eine stärkere Dämmung erforderlich sein, um energetische Standards zu erreichen. Bei Neubauten, die bereits auf Energieeffizienz ausgelegt sind, kann eine geringere Dämmstärke ausreichend sein.

  3. Ästhetische und bauliche Einschränkungen: Eine dickere Dämmung verändert die Fassadenoptik und kann Einfluss auf Fensterlaibungen, Dachüberstände und andere architektonische Details haben. In engen Straßen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden kann die maximale Dämmstärke baulich begrenzt sein.

  4. Kosten-Nutzen-Verhältnis: Eine stärkere Dämmung führt zu höheren Investitionskosten, bringt aber langfristig größere Energieeinsparungen. Es ist wichtig, das optimale Verhältnis zwischen Investitionskosten und Energieeinsparung zu finden.

Ratschlag zur Auswahl der Dämmstärke

Als Faustregel gilt, dass für die meisten Gebäude eine Dämmstärke zwischen 12 und 20 cm ausreichend ist, um moderne energetische Anforderungen zu erfüllen. Für Neubauten oder energetisch optimierte Gebäude können Sie oftmals eine geringere Dämmstärke auswählen, während Sie bei Altbauten oder in extremen Klimazonen lieber eine stärkere Dämmung wählen sollten. Insgesamt sollte die Dämmstärke so gewählt werden, dass sie den besten Kompromiss zwischen Energieeffizienz, Kosten, baulichen Anforderungen und ästhetischen Ansprüchen bietet. 

— OPTIK

Gestaltung: So sieht Ihre Fassade in Husum nach dem WDVS aus

Ein WDVS gibt dem Haus eine neue Außenhaut — in Husum mit besonderem Blick auf die Wetterseite. Diese fünf Punkte klären wir vorab:


  • Putzstruktur: An der Küste bevorzugen wir feinkörnige, dicht abgeriebene Oberflächen, weil grobe Strukturen mehr Wasser halten und langsamer abtrocknen.

  • Farbe: Der Hellbezugswert sollte nicht unter 20 liegen, sonst überhitzt die Fläche im Sommer. Die in Nordfriesland verbreiteten hellen Töne sind hier ohnehin die technisch bessere Wahl.

  • Klinkerriemchen: Für Häuser, die ihren Backsteincharakter behalten sollen, sind Riemchen an der Küste mehr als Optik — sie sind die dauerhafteste Oberfläche gegen Schlagregen und brauchen keinen Anstrich.

  • Sockel: Druckfeste Perimeterdämmung, abgesetzter Sockelputz und eine Abdichtung, die auch stehendes Wasser nach einem Starkregen verträgt.

  • Anschlüsse: Fensterbänke mit ausreichender Wasserführung, mitgedämmte Rollladenkästen, geprüfte Dachüberstände und dicht ausgebildete Dehnfugen.


In den Geltungsbereichen der Erhaltungssatzung für Innenstadt und Neustadt ist jede Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes genehmigungspflichtig. Wir klären die Gestaltung dort vorab mit der Stadt — und sagen offen, wenn eine Außendämmung an einem Objekt nicht durchsetzbar ist.

WDVS Weißer Putz

1. WDVS mit weißem Putz 

Eine Fassade mit weißem Putz ist die klassische Wahl für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Sie verleiht Ihrer Immobilie ein zeitloses und elegantes Erscheinungsbild, das sich harmonisch in verschiedene architektonische Stile einfügt. Diese Option ist besonders pflegeleicht und bietet gleichzeitig zahlreiche Möglichkeiten, durch verschiedene Putztechniken individuelle Akzente zu setzen.

2. WDVS mit Klinkerriemchen 

Wenn Sie den robusten und traditionellen Look von Klinker bevorzugen, bietet das WDVS mit Klinker-Riemchen eine attraktive Option für Sie. Klinker-Riemchen bestehen aus dünnen, etwa 1 bis 2 cm starken Scheiben, die aus echtem Ziegelmaterial gefertigt werden. Klinker-Riemchen sind widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und sorgen für eine langlebige und wartungsarme Fassade.

WDVS mit Riemchen
WDVS mit Holz

3. WDVS mit Holzverkleidung 

Eine Holzverkleidung auf einem WDVS verbindet moderne Ästhetik mit natürlichem Charme. Diese Option eignet sich besonders für Gebäude, die eine warme und einladende Ausstrahlung haben sollen. Holz verleiht der Fassade ein einzigartiges, organisches Aussehen und kann je nach Wahl der Holzart und Farbe individuell angepasst werden. Durch spezielle Oberflächenbehandlungen bleibt das Holz lange schön und schützt das Gebäude zusätzlich vor äußeren Einflüssen. 

— RISIKEN

Risiken eines WDVS in Husum – und wie wir sie vermeiden

An der Küste verschiebt sich die Gewichtung der bekannten Risiken. Schlagregen steht an erster Stelle: Windgetriebener Regen trifft die Fassade waagerecht, weshalb Putzsystem und Anschlussdetails hier über die Lebensdauer entscheiden. Wir arbeiten mit Systemen, die für hohe Beanspruchung zugelassen sind, und führen Fensterbänke mit ausreichendem Überstand aus. Veralgung ist die zweite Baustelle, weil hohe Luftfeuchte und nächtliche Auskühlung zusammenkommen; mineralische Oberputze und trocknungsfreundliche Strukturen wirken dem entgegen. Wärmebrücken an Laibungen und Rollladenkästen dämmen wir mit, sonst wandert das Feuchteproblem nach innen. Windsog schließlich bestimmt die Dübelzahl: An freistehenden Gebäuden Richtung Schobüll rechnen wir die Verankerung auf die tatsächliche Lage aus, statt mit Standardwerten zu arbeiten.

Übersicht der Risiken eines WDVS:

  1. Wärmebrücken:

    • Ursache: Wärmebrücken entstehen häufig an Stellen, an denen das WDVS unterbrochen ist, wie bei Fenster- und Türanschlüssen oder bei der Befestigung von Bauteilen (z. B. Markisen oder Geländern). Auch unzureichend überlappende Dämmplatten oder fehlerhafte Anbringung können Wärmebrücken verursachen.

    • Folgen: Wärmebrücken führen zu einem erhöhten Wärmeverlust und können zu Kondenswasserbildung zwischen kalten und warmen Bauteilen führen. Dies erhöht das Risiko von Schimmelbildung und verringert die Energieeffizienz des Gebäudes.

    • Vermeidung: Um Wärmebrücken zu vermeiden, ist eine sorgfältige Planung und Ausführung der Anschlüsse und Befestigungspunkte erforderlich. Eine durchgehende Dämmung ohne Unterbrechungen ist essenziell, und alle Übergänge sollten fachgerecht abgedichtet werden.

  2. Feuchtigkeitsprobleme:

    • Ursache: Feuchtigkeit kann in das WDVS eindringen, wenn es nicht richtig abgedichtet ist, insbesondere an kritischen Punkten wie Anschlüssen, Fugen oder beschädigten Stellen. Auch eine falsche Verarbeitung des Putzes oder der Dämmplatten kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen.

    • Folgen: Eingedrungene Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung und Algenwachstum auf der Fassade führen. Langfristig kann dies die Dämmwirkung vermindern und die Bausubstanz Ihres Gebäudes schädigen.

    • Vermeidung: Um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, müssen alle Fugen, Anschlüsse und Übergänge sorgfältig abgedichtet werden. Zudem sollte die Fassade regelmäßig auf Schäden und undichte Stellen überprüft werden.

  3. Rissbildungen:

    • Ursache: Risse können durch Bewegungen im Bauwerk, Temperaturschwankungen oder unsachgemäße Verarbeitung des WDVS entstehen. Auch unzureichend angebrachte Dehnungsfugen können zu Rissbildungen führen.

    • Folgen: Risse in der Fassade können nicht nur die Optik beeinträchtigen, sondern auch das Eindringen von Feuchtigkeit ermöglichen, was wiederum Schimmelbildung und eine Beeinträchtigung der Dämmleistung zur Folge haben kann.

    • Vermeidung: Um Rissbildungen vorzubeugen, sollten Bewegungsfugen korrekt eingeplant und ausgeführt werden. Eine fachgerechte Verarbeitung des Putzes und der Dämmplatten ist ebenfalls entscheidend, um Spannungen in der Fassade zu minimieren.

  4. Algen- und Pilzbefall:

    • Ursache: Algen- und Pilzbefall tritt besonders auf feuchten und schattigen Fassaden auf, die oft schlecht belüftet sind. Dies kann durch anhaltende Feuchtigkeit und fehlende Sonneneinstrahlung begünstigt werden.

    • Folgen: Algen und Pilze beeinträchtigen die Optik der Fassade und können langfristig die Bausubstanz schädigen, wenn sie nicht entfernt werden.

    • Vermeidung: Um Algen- und Pilzbefall zu verhindern, sollten Fassaden mit einem wasserabweisenden und diffusionsoffenen Putz versehen werden. Regelmäßige Reinigung und gegebenenfalls der Einsatz von fungiziden Beschichtungen können das Wachstum von Algen und Pilzen verhindern. Um hierzu mehr zu erfahren, klicken Sie hier.

  5. Verfärbungen:

    • Ursache: Verfärbungen, insbesondere helle Flecken, können durch punktuelle Wärmebrücken entstehen, die durch die Befestigungselemente des WDVS verursacht werden.

    • Folgen: Diese Flecken beeinträchtigen die ästhetische Erscheinung der Fassade und können ein Hinweis auf ineffiziente Dämmung an diesen Stellen sein.

    • Vermeidung: Die Verwendung von wärmebrückenfreien Befestigungselementen und die richtige Überdeckung der Dämmplatten können Verfärbungen verhindern.

  6. Ablösungen:

    • Ursache: Unsachgemäß angebrachte Dämmplatten können sich von der Fassade lösen, insbesondere wenn der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet wurde oder ungeeignete Kleber verwendet wurden.

    • Folgen: Ablösungen der Dämmung gefährden die Sicherheit und können zu erheblichen Wärmeverlusten führen. Zudem sind die Reparaturkosten in solchen Fällen oft hoch.

    • Vermeidung: Eine gründliche Vorbereitung des Untergrunds und die Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien sowie die korrekte Anwendung der Befestigungsmethoden sind essenziell, um Ablösungen zu verhindern.

— HEIZKOSTENERSPARNISSE

Wie viel Heizkosten spart ein WDVS in Husum?

Der U-Wert der Außenwand gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied verloren geht. Bei ungedämmten Wänden der 1960er Jahre liegt er häufig bei etwa 1,0 W/(m²K); mit 16 cm Dämmung sinkt er auf rund 0,20 W/(m²K), den Wert der Bundesförderung. Weil an der Küste zusätzlich der Wind die Wandoberfläche kühlt, wirkt sich der Unterschied hier sogar etwas stärker aus als im Binnenland — die belastbare Größenordnung bleibt aber 25–30 % weniger Heizenergie.


In Zahlen: Aus 3.500 € Jahresheizkosten bei 110 m² Wohnfläche werden 875 bis 1.050 € Ersparnis im Jahr. Für das Beispielhaus mit 150 m² Fassade und 31.500 bis 49.500 € Investition ergibt das eine rechnerische Amortisation von rund 30 Jahren im günstigen und über 50 Jahren im ungünstigen Fall, jeweils ohne Förderung. Wer eine vom Küstenwetter mürbe gewordene Putzfassade ohnehin erneuern lassen muss, rechnet dagegen nur die Differenz — und die ist in wesentlich kürzerer Zeit wieder eingespielt.

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— HEIZKOSTENEINSPARUNGEN

Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Heizkosteneinsparungen berechnen?

— VORTEILE UND NACHTEILE

Vor- und Nachteile von einem WDVS

Ein Wärmedämmverbundsystem bietet zahlreiche Vorteile, vor allem in Bezug auf Energieeffizienz, Langlebigkeit der Immobilie und Wohnkomfort. Es kann den Energieverbrauch eines Gebäudes erheblich senken, die Fassade schützen und den Wert Ihrer Immobilie steigern. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, wie hohe Investitionskosten, potenzielle Probleme mit Algenbildung und Feuchtigkeitsproblemen sowie die Schwierigkeit, das System bei denkmalgeschützten Gebäuden einzusetzen. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.

Tabelle: Vor und Nachteile WDVS 

Vorteil

Nachteil

Energieeffizienz: Ein gut installiertes WDVS kann Ihren Energieverbrauch erheblich reduzieren, was zu niedrigeren Heizkosten und weniger CO₂-Emissionen führt.

Kosten und Amortisierung: Die hohen Investitionskosten für das WDVS und die späte Amortisation, die oft erst nach etwa 20 Jahren eintritt, können abschreckend sein.

Langlebigkeit: Ein WDVS schützt die Fassade vor Witterungseinflüssen und kann die Lebensdauer der Bausubstanz verlängern.

Algenbildung und Feuchtigkeitsprobleme: Durch die thermische Abkopplung des Außenputzes vom Mauerwerk kann es zu Algenbildung kommen, insbesondere wenn keine Schutzmaßnahmen wie Kunstharz mit Biozid getroffen werden.

Komfort: Die verbesserte Dämmung sorgt für ein angenehmeres und gleichmäßigeres Raumklima.

Recyclingprobleme: Besonders bei Styropor-WDVS ist die Entsorgung problematisch, da es als Sondermüll behandelt werden muss.

Umweltschutz: Durch die Reduktion des Energieverbrauchs trägt das WDVS zum Klimaschutz bei.

Eingeschränkte Ästhetik: Trotz vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten, sind bestimmte ästhetische Einschränkungen bei der Fassade gegeben, z.B. bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Wertsteigerung: Die energetische Sanierung mit WDVS kann den Wert Ihrer Immobilie steigern und ihre Marktchancen verbessern.


Ästhetik: Das WDVS bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade, von Oberputz bis zu Klinker-Optiken und bietet sich an, wenn Sie einen Wechsel der Optik wünschen.



Für wen macht ein WDVS Sinn:

  • Eigentümer von Altbauten: Wenn Sie Eigentümer eines Altbautes mit geringer Energieeffizienz sind, macht ein WDVS viel Sinn. Hier kann es Ihren Energieverbrauch drastisch senken und den Wohnkomfort erheblich verbessern.

  • Umweltbewusste Bauherren: Wenn Sie viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, können Sie mit einem WDVS Ihren Beitrag dazu leisten Ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Sie können auch ökologische Dämmstoffe wählen, wie z.B. Holzfaserplatten, die aus nachwachsenden Ressourcen gebaut sind.

  • Eigentümer, die gesetzliche Vorschriften erfüllen müssen: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt energetische Standards vor, die oft nur durch eine Außendämmung wie WDVS erreicht werden können.

Wann sollten Sie kein WDVS verbauen:

​Ein WDVS macht keinen Sinn bei denkmalgeschützten Gebäuden, Gebäuden, die bereits gut gedämmt sind oder wo die Fassade erst saniert werden muss und für kurzfristige Immobilienbesitzer.

  • Denkmalgeschützte Gebäude: Wenn Ihre Immobilie denkmalgeschützt ist, kann das WDVS problematisch sein, da die Fassaden häufig nicht verändert werden dürfen. Alternativen wie Innendämmung sollten Sie dann in Betracht ziehen.

  • Gebäude mit bereits guter Dämmung: Wenn Ihre Immobilie bereits gut gedämmt ist, könnte der zusätzliche Nutzen eines WDVS relativ gering sein.

  • Kurzfristige Immobilienbesitzer: Für Personen, die ihre Immobilie nur kurzfristig besitzen oder bald verkaufen möchten, lohnen sich die hohen Investitionskosten oft nicht, da die Amortisation der Kosten in der Regel über Jahrzehnte erfolgt. Hier sollten Sie mit einem Makler sprechen, wie wichtig die Energieeffizienzklassen sind.

— DÄMMPFLICHT

Gibt es in Husum eine Dämmpflicht für die Fassade?

Image by Tingey Injury Law Firm

Eine Pflicht, die Fassade zu dämmen, gibt es in Husum nicht. Was es gibt, ist eine Anforderung im Fall der Sanierung, und die steht im Gebäudeenergiegesetz des Bundes: Wer mehr als 10 % der Fassadenfläche erneuert, muss danach einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K) erreichen (Anlage 7). Reine Anstriche oder punktuelle Reparaturen lösen das nicht aus. In Husum kommt eine zweite Ebene hinzu, die nichts mit Energie zu tun hat: In den Geltungsbereichen von Erhaltungssatzung und Sanierungsgebiet sind Änderungen am äußeren Erscheinungsbild ohnehin genehmigungspflichtig. Beides klären wir vor der Planung, damit niemand ein Gerüst bestellt, das anschließend wieder abgebaut werden muss.

— DÄMMUNG NORD

Ihre Vorteile mit Dämmung Nord:

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Schneller & professioneller Service

Antworten innerhalb von 24 Stunden, kostenlose Inspektion innerhalb von einer Woche und Dämmung innerhalb von 30 Tagen. 

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Kompetenz, Weitsicht und Erfahrung

Ca. 720 Häuserdämmungen pro Jahr. Wir sind vor Ort mit Standorten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen.

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Experten aus dem Handwerk

Vielseitiges Team aus Experten der energetischen Sanierung, Dachdeckerei, Fensterbau, Zimmerei und Industrieisolierer für eine ganzheitliche Lösung.

WETTER

Klima in Husum: Was es für Ihre Fassadendämmung bedeutet

Husum liegt an der Husumer Bucht, der Ortsteil Schobüll grenzt direkt an Nordsee und Wattenmeer. Die Küstenregionen Schleswig-Holsteins ordnet die DIN 4108-3 der höchsten Schlagregen-Beanspruchungsgruppe III zu, und das ist für die Fassadendämmung keine Nebensache: Windgetriebener Regen drückt Wasser in jede Fuge, die nicht sauber ausgebildet ist. Eigene Messwerte für die Stadt nennen wir nicht, weil uns keine belastbaren vorliegen — die Einstufung reicht für die Planung aus.


Konkret bedeutet das drei Dinge. Erstens muss das Putzsystem für hohe Beanspruchung zugelassen sein und Wasser abweisen, ohne die Trocknung zu blockieren. Zweitens werden Fensterbänke, Sockelanschluss und Dachrand mit größeren Überständen und Tropfkanten ausgeführt als im Binnenland. Drittens richtet sich die Zahl der Dübel nach der tatsächlichen Windlast am Gebäude. Wie stark Ihre Wetterseite belastet ist, sehen wir bei der kostenlosen Vor-Ort-Prüfung.

— ANGEBOT ANFRAGEN

Kundin

1. Angebot kostenlos und unverbindlich anfragen.

Nachdem Sie Ihre Anfrage abgeschickt haben, melden sich unsere Berater innerhalb 24 Stunden, um Ihr Vorhaben zu besprechen.

In 3 Schritten zu Ihrer Fassadendämmung

2. Unser regionales Expertenteam berät Sie persönlich.

Wir besuchen Sie, um Ihre Immobilie auf Durchführbarkeit und mögliche Risiken zu prüfen und gemeinsam den passenden Dämmstoff und Optik für Ihr Vorhaben auszuwählen.

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3. Wir installieren das WDVS

Unser regionales Handwerksteam installiert Ihr WDVS. Ab jetzt können Sie im Winter Heizkosten sparen und im Sommer einen kühlen Wohnraum genießen.

— BEWERTUNGEN

Kunden berichten über Ihre Erfahrungen mit Dämmung Nord - transparent & einsehbar auf Google

Was soll ich sagen…grundsätzlich von der Verbraucherzentrale, wenn möglich, empfohlene und kosteneffiziente energetische Sanierungsmöglichkeit.

Darauf hin kurz gegoogelt und dann auf Dämmung Nord gestoßen. Nach der Kontaktaufnahme per Email, kam prompt ein sehr zeitnaher Termin für eine kostenlose Probebohrung vor Ort am Haus, um zu klären ob eine Einblasdämmung durchgeführt werden könnte.

Der Servicetechniker kam sehr pünktlich, war ausgesprochen nett und kompetent, wie im übrigen alle Mitarbeiter die ich erleben durfte! Er machte sehr zügig auf jeder Hausseite ein paar Probebohrungen, die er anschließend mit einer Periskop Kamera inspizierte und daraufhin wieder alle Löcher sehr sauber versiegelte.

Gleich im Anschluss hat er schon an seinem iPad die gesamten m³ berechnen können die benötigt werden würden und mir ein mündliches Angebot kommuniziert. Zusätzlich, wenn ich noch im Mai den Auftrag erledigen lassen würde, gab es noch 10% Rabbat – wow! Das verbindliche Angebot kam gleich am nächsten Tag per Email und unterschied sich nicht wesentlich vom mündlichen!

Ergo, Auftrag erteilt und einen Termin innerhalb von zwei Wochen bekommen!

Zur Durchführung kann ich nur sagen, das Team kam auf die Minute pünktlich! Die Jungs waren sehr freundlich, motiviert, kompetent, zügig, sauber und professionell! Es hat viel Spaß gemacht Ihnen bei der Arbeit zuzuschauen, wie ruhig und gelassen so eine Sanierung doch laufen kann, trotz des laufenden Generators 😉

Ich kann jedem nur empfehlen, bei dem es möglich ist und der es für sich für geeignet hält, diese Arbeit bei Dämmung Nord zu bestellen!

Andreas M.

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— UNSERE DÄMMUNGEN

Fassadendämmung in Husum: unser Einsatzgebiet

Husum betreuen wir vom Standort Schleswig-Holstein aus; Schobüll, Rödemis, das Musikerviertel, die GEWOBA-Siedlung und das Gebiet um Markt- und Parkstraße gehören zum regelmäßigen Einsatzgebiet. Bundesweit führen wir rund 750 Dämmungen im Jahr aus — an der Küste planen wir jedes WDVS mit besonderem Augenmerk auf Schlagregen und Windsog.


Ist die Fassade nicht das erste Bauteil, das Sie angehen sollten, führen diese Seiten weiter: Für zweischalige Häuser: Einblasdämmung in Husum · Oberste Geschossdecke: Dachbodendämmung in Husum · Dachschräge: Dachdämmung in Husum

Stadtteile in Husum: Bauformen und Eignung für WDVS

Stadtteil

Typische Bauform und Eignung für WDVS

Altstadt / Sanierungsgebiet Innenstadt

Denkmalgeprägte Bebauung, Sanierungsgebiet seit 1985 und Erhaltungssatzung; Außendämmung in aller Regel nicht umsetzbar

GEWOBA-Siedlung

Reihen- und Mehrfamilienhäuser von 1956 bis 1961; einheitliche Zeilen, WDVS als gemeinsame Maßnahme sinnvoll planbar

Marktstraße / Parkstraße

Dreigeschossige Zeilenbauten der Jahre 1960 bis 1970; wegen der Gebäudehöhe Mineralwolle als Dämmstoff vorsehen

Musikerviertel

Eines der ältesten Einfamilienhausgebiete außerhalb der Altstadt mit laufendem Generationswechsel; klassischer WDVS-Fall bei massiver Wand

Rödemis

Bis 1937 eigenständige Gemeinde, gewachsener Ortskern; gemischte Baujahre, Wandaufbau und Feuchtesituation vorab prüfen

Schobüll

Erst 2007 eingemeindet, direkt an Nordsee und Wattenmeer; höchste Schlagregenbelastung, Gestaltungssatzung von 2023 beachten


— FAQ

Häufige Fragen, die wir zum Thema WDVS bekommen

Über den Autor:

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Autor: Mate Rumstein - Bauleiter 

Mate Rumstein verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung als Industrieisolierer und hat in dieser Zeit zahlreiche Projekte unterschiedlicher Größen geleitet. Seine Karriere startete er als Bauleiter bei RS Isolierung GmbH, bevor er als Isolierer und Bauleiter zur A.S. Dämmtechnik GmbH in Hamburg wechselte. Dort spezialisierte er sich auf Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierungen. Über die Jahre hat Mate Rumstein umfassende Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Dämmung erworben und gilt als zuverlässiger Experte in seinem Fachgebiet.

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— VERZEICHNIS

Regionen WDVS

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