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WDVS-Fassadendämmung in Aurich vom Fachbetrieb

Aurich

Offizieller Handwerkspartner der Wohnungswirtschaft

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Mitglied im Fachverband für Einblasdämmung

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— ZUSAMMENGEFASST

Das Wichtigste zur WDVS-Dämmung in Aurich auf einen Blick

WDVS Dämmung
  • Kosten: 210–330 € je Quadratmeter Fassade, 20 % Förderung eingerechnet (Stand: September 2026). Ein freistehendes Auricher Einfamilienhaus mit 120 m² Außenwand kostet damit 25.200 bis 39.600 €.

  • Passt das zu Ihrem Haus?: 63,1 % der 16.145 Auricher Wohngebäude sind freistehende Einfamilienhäuser, 39,2 % stammen aus 1949–1978. Entscheidend ist, ob hinter dem Klinker eine Luftschicht steckt.

  • Was es bringt: 25–30 % weniger Heizenergie und eine geschlossene Dämmebene bis in die Fensterlaibungen — spürbar an Wänden, die innen nicht mehr auskühlen.

  • Förderung: Einen allgemeinen Fassadenzuschuss gibt es in Aurich nicht. Für Kulturdenkmale zahlt die Stadt bis zu einem Drittel des denkmalbedingten Mehraufwands, höchstens 5.000 €.

  • So läuft es ab: Kostenlose Vor-Ort-Prüfung, Gerüst, Dämmplatten kleben und dübeln, Armierung, Oberputz oder Riemchen. Bei 120 m² Fassade rechnen wir mit rund zwei Wochen Bauzeit.

Inhalt

Inhaltsangabe

DÄMMUNG

Was die WDVS-Dämmung in Aurich besonders macht

Aurich ist eine Flächenstadt mit rund 21 Ortsteilen, die 1972 aus zuvor selbstständigen Gemeinden zusammenwuchs. Von den 16.145 Gebäuden mit Wohnraum entstanden nur 4,1 % vor 1919 und 6,0 % zwischen 1919 und 1948; 39,2 % fallen in die Spanne 1949 bis 1978, 16,9 % in die 1990er Jahre. 63,1 % sind freistehende Einfamilienhäuser, die Eigentümerquote liegt bei 57,4 %, die durchschnittliche Wohnung misst 110 m² (Zensus 2022). Kurz: Hier stehen viele Eigenheime, deren Fassade dem Eigentümer selbst gehört.


Ostfriesland ist Backsteinland — für die Dämmung zählt, was hinter dem sichtbaren Ziegel steckt. Ist die Wand zweischalig mit Luftschicht gemauert, füllen wir die Hohlschicht für 25–45 €/m², und der Klinker bleibt unangetastet; das ist die Sache der Einblasdämmung in Aurich. Ist die Wand einschalig oder die Hohlschicht zu schmal, bleibt das Wärmedämmverbundsystem. Welcher Fall vorliegt, sagt keine Statistik, sondern nur die Prüfung am Haus.


Die Ortsteile unterscheiden sich deutlich. Die Kernstadt trägt den historischen Bestand und ist als Sanierungsgebiet „Historische Altstadt“ förmlich festgelegt; dort greift für bauliche Änderungen ein Genehmigungsvorbehalt, und die Stadt hat Gestaltungsempfehlungen herausgegeben — ausdrücklich als Leitlinie, nicht als starres Regelwerk. Sandhorst und Tannenhausen sind von Neubaugebieten mit Einfamilienhäusern geprägt, Egels verbindet einen der historischen Ortskerne der „Negen Loogen“ mit aktuellem Wohnungsbau. Brockzetel liegt dünn besiedelt zwischen Wald, Moor und Feldern.


Eine verbindliche Gestaltungssatzung mit Materialvorgaben für Fassaden hat Aurich nicht: Die einzige Gestaltungssatzung der Stadt betrifft Werbeanlagen und die Möblierung im Straßenraum. Außerhalb von Altstadt und Denkmalbestand können Sie Putz, Farbe und Riemchen frei wählen.

— ERKLÄRUNG

Wie funktioniert die Dämmung Ihrer Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)?

Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die häufigste und effizienteste Methode, um Ihre Fassade zu dämmen (vorausgesetzt, Sie haben keine Hohlschicht im Mauerwerk, wenn Sie eine Hohlschicht haben, schauen Sie hier). Das Verfahren wird seit den 1970er Jahren erfolgreich in Deutschland eingesetzt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Der Aufbau besteht aus mehreren Schichten, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Unten finden Sie eine Grafik eines typischen Aufbaus inklusive der jeweiligen Funktion.

Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems

Aufbau WDVS

Erläuterung Bestandteile WDVS

  • Dämmplatten: Diese bilden das Herzstück des Systems und bestehen meist aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie werden direkt auf die Außenwand des Gebäudes geklebt oder mechanisch befestigt.

  • Kleber: Der Kleber sorgt für die sichere und dauerhafte Befestigung der Dämmplatten am Untergrund. Abhängig von der Beschaffenheit der Fassade wird er entweder punktuell oder vollflächig aufgetragen.

  • Dübel: Zur zusätzlichen Stabilisierung der Dämmplatten werden spezielle Dübel verwendet, die die Platten mechanisch verankern und so die Langlebigkeit des Systems erhöhen.

  • Armierungsschicht: Diese Schicht besteht aus einem Armierungsmörtel, in den ein Armierungsgewebe eingebettet ist. Sie schützt das System vor mechanischen Schäden und verhindert die Bildung von Rissen.

  • Oberputz: Der abschließende Oberputz gibt der Fassade ihr endgültiges Aussehen und bietet zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. Er kann in unterschiedlichen Strukturen und Farben gestaltet werden, um den optischen Ansprüchen gerecht zu werden.

— KOSTEN

Wie teuer ist ein WDVS in Aurich?

Fünf Faktoren bewegen den Quadratmeterpreis zwischen 210 und 330 €. Untergrund: Auf sauberem, tragfähigem Klinker sitzt das System schnell; bei sandendem oder hohl liegendem Altputz kommt Abbruch- und Grundierungsarbeit dazu. Gebäudegeometrie: Der kompakte Auricher Bungalow ist günstiger zu dämmen als ein Haus mit Anbau, Wintergarten und mehreren Versprüngen. Fenstertausch: Werden die Fenster mitgemacht, sitzen sie danach in der Dämmebene — der aufwendigere, bauphysikalisch aber richtige Weg. Dachüberstand: Bei den flachen Dachüberständen vieler Nachkriegshäuser reicht die Traufe nach dem Aufbau oft nicht mehr aus und muss verlängert werden. Oberfläche: Zwischen mineralischem Scheibenputz und einem vollflächigen Riemchensystem liegen die größten Preisunterschiede des ganzen Gewerks.

Position

Preis pro m² WDVS Dämmung

Kosten für ein Haus mit 100 m² Fassadenfläche

Gerüst

Ab 22 €/m²

2.200 €

Dämmstoff

Ab 29 €/m²

2.900 €

Putz

Ab 36 €/m²

3.600 €

Arbeitslohn

Ab 123 €/m²

12.300 €

Gesamt

210-330 €/m²

21.000 € - 33.000 €


Tabelle: Übersicht Kosten der einzelnen WDVS Bestandteile & Kosten für 100m² WDVS Dämmung

Fazit: Wie teuer ist ein WDVS

In Aurich liegt ein Wärmedämmverbundsystem mit 14 bis 16 cm Dämmstärke und mineralischem Oberputz bei 210 bis 330 € pro Quadratmeter Fassade, die 20 % Förderung sind eingerechnet. Für das freistehende Einfamilienhaus mit 120 m² Außenwand sind das 25.200 bis 39.600 €. Wer den Ziegelcharakter mit Riemchen erhalten will, sollte am oberen Ende der Spanne kalkulieren; wer bei Putz bleibt, am unteren. Einen lokalen Zuschuss, der die Summe drückt, gibt es außerhalb der Denkmalförderung nicht. Wie sich die Positionen im Einzelnen zusammensetzen, zeigt unsere WDVS-Kostenübersicht.


Alle Preisangaben verstehen sich inkl. 20 % Förderung als unverbindliche Richtwerte. Den exakten Preis erhalten Sie nach einem kostenlosen Vor-Ort-Termin.

— KOSTENRECHNER

Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Kosten berechnen?

— FÖRDERUNG

Welche Förderung gibt es für WDVS in Aurich?

Statistic calculating

Ein allgemeines kommunales Zuschussprogramm für Fassadendämmung gibt es in Aurich nicht — wer das anders darstellt, verkauft Ihnen eine Hoffnung. Was es gibt, ist enger zugeschnitten. Für eingetragene Kulturdenkmale zahlt die Stadt bis zu einem Drittel des denkmalbedingten Mehraufwands, höchstens 5.000 € im Einzelfall, ohne Rechtsanspruch. Der Landkreis hat eine eigene Denkmalförderrichtlinie, bei der die Gesamtförderung 70 % der Kosten nicht übersteigen darf. Im Sanierungsgebiet „Historische Altstadt“ können Eigentümer über das Sanierungsbüro Zuschüsse zur privaten Modernisierung prüfen lassen; Sätze werden dort nicht beziffert. Die NBank-Eigentumsförderung des Landes ist ein zinsloses Darlehen über bis zu 85 % der Kosten, verlangt aber eine Modernisierung auf GEG-Neubaustandard und ist einkommensabhängig — für eine einzelne Fassadendämmung kein Weg.


Die tragende Säule ist deshalb der Bund. Die Bundesförderung läuft über zwei Wege, die sich für dieselbe Maßnahme ausschließen. Über den Steuerbonus nach § 35c EStG setzen Sie 20 % der Kosten für Material und Arbeitsleistung ab, verteilt auf drei Jahre (7 %, 7 %, 6 %) und höchstens 40.000 € je Objekt. Über die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude erhalten Sie 15 % Zuschuss auf förderfähige Kosten bis 30.000 € je Wohneinheit; der iSFP-Bonus von 5 % greift seit dem 21. Juli 2026 erst oberhalb dieser Schwelle und nur auf den darüberliegenden Kostenanteil. Beide Wege setzen voraus, dass die Außenwand danach höchstens 0,20 W/(m²K) erreicht und der Antrag vor Beginn der Arbeiten vorliegt. Die Regeln dahinter erklären wir auf der Seite Förderung für WDVS.

— DAS VERFAHREN

Wie wird das WDVS auf Ihre Fassade installiert?

Untergrund Vorbereiten

1. Vorbereitung des Untergrunds

Der Untergrund auf Ihrer Fassade muss sorgfältig vorbereitet werden, um eine optimale Haftung der Dämmplatten zu gewährleisten. Dies umfasst das Entfernen loser Teile sowie die Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung von Fensterbänken, Brüstungsabdeckungen und Dachüberständen. Unebenheiten werden ausgeglichen, und Fassade wird gründlich gereinigt, um Staub und Schmutz zu entfernen. 

2. Auftragen des Klebers 

Die Dämmplatten werden mit einem speziellen, hochleistungsfähigen Kleber auf die vorbereitete Fassade aufgebracht. Je nach Beschaffenheit der Fassade erfolgt der Kleberauftrag punktuell oder vollflächig. 

Auftragen Kleber
Anbringen Dämmplatten

3. Anbringen der Dämmplatten  

Die Dämmplatten sind in den frischen Klebemörtel einzusetzen und sorgfältig auszurichten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Platten fest anliegen und keine Hohlräume entstehen. Die Platten sind im Verbund zu kleben, um eine durchgehende Dämmschicht zu gewährleisten. Durch ein passgenaues und dicht aneinandergefügtes Einsetzen werden Wärmebrücken vermieden. 

4. Verdübeln der Dämmplatten  

Zur zusätzlichen Sicherung werden die Dämmplatten mit speziellen Dübeln mechanisch befestigt. Diese Maßnahme erhöht die Stabilität und Sicherheit des Systems, insbesondere bei hohen Gebäuden oder stark beanspruchten Fassaden. 

Verdübeln Dämmplatten
Auftragen Amierungsschicht

5. Aufbringen der Armierungsschicht  

Auf die befestigten Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aufgetragen. Diese besteht aus einem hochwertigen Armierungsmörtel, in den ein robustes Armierungsgewebe eingebettet wird. Diese Schicht schützt das WDVS vor mechanischen Beschädigungen und Rissbildungen und sorgt für eine langlebige und stabile Fassade. 

6. Auftragen des Putzgrundes  

Nachdem die Armierungsschicht getrocknet ist, kann der Putzgrund aufgetragen werden. Dieser muss auf das WDVS abgestimmt sein. Es gibt mineralische, organische oder Silikatputze, deren Wahl von den Projektanforderungen und Untergrundeigenschaften abhängt. Der Putzgrund wird gleichmäßig mit Rolle oder Pinsel aufgetragen. Eine gleichmäßige Schichtdicke ist entscheidend für die optimale Haftung.

Auftragen des Putzgrundes
Auftragen Oberputz

7. Auftragen des Oberputzes

Nach dem vollständigen Trocknen der Armierungsschicht und dem Putzgrund wird der Oberputz aufgetragen. Dieser kann in verschiedenen Strukturen und Farben gestaltet werden und verleiht der Fassade ihr endgültiges, ästhetisch ansprechendes Aussehen. Der Oberputz bietet zudem einen zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. 

Lassen Sie sich von einem unserer Experten vor Ort beraten:

— VORBEREITUNG & NACHBEREITUNG

Um eine korrekte Installation zu gewährleisten müssen je nach Projekt verschiedene Vor- und Nacharbeiten an Ihrem Haus getätigt werden

Die Installation eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Gewerke, um sicherzustellen, dass das System korrekt installiert wird und keine Risiken für Ihre Fassade oder das WDVS selbst entstehen. Hier sind einige der wesentlichen Aufgaben, die durchgeführt werden müssen:

  • Einbau von Sockelleisten: Im Sockelbereich des Gebäudes werden spezielle Sockelleisten durch das Maurer- oder Fassadenbaugewerbe montiert. Diese Leisten dichten den Übergang zwischen Dämmung und Erdreich ab, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern. 

  • Nacharbeiten an Fensterbänken: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade erhöht, müssen Fensterbänke entsprechend angepasst werden. Diese Arbeiten werden von Fensterbauern oder Schreinern ausgeführt, um sicherzustellen, dass die Fensterbänke bündig mit der neuen Fassade abschließen und Wasser sicher abgeleitet wird. Diese Nacharbeiten erfolgen typischerweise nach der Anbringung der Dämmplatten.

  • Nachjustieren von Türen: Durch die zusätzliche Dämmung kann es erforderlich sein, Türen und Fenster nachzujustieren, damit sie weiterhin ordnungsgemäß schließen. Diese Aufgabe wird von Tür- und Fensterbauern durchgeführt und sollte nach der Installation des WDVS erfolgen, um die Funktionalität der Türen und Fenster zu gewährleisten.

  • Abdichtung der Anschlüsse: Alle Anschlüsse und Übergänge, wie an Dachrändern, Fensterrahmen oder im Sockelbereich, müssen von Spezialisten für Abdichtungsarbeiten abgedichtet werden. Dies verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, was entscheidend für die Vermeidung von Schäden an der Fassade und dem WDVS ist. Diese Arbeiten erfolgen im Anschluss an die Installation der Dämmplatten und vor dem Aufbringen der Endbeschichtung.

  • Anpassung an systemfremde Bauteile: Bei der WDVS-Installation müssen systemfremde Bauteile wie Balkone, Vordächer oder Lüftungsschächte berücksichtigt werden. Diese Bauteile müssen von spezialisierten Baugewerken korrekt integriert werden, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Dichtigkeit des Systems zu sichern. Diese Anpassungen erfolgen während der gesamten WDVS-Installation.

  • Anpassung der Dachüberstände: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade vergrößert, müssen Dachüberstände oft angepasst werden, um die Fassade inklusive WDVS vollständig abzudecken und vor Witterung zu schützen. Diese Arbeiten werden von Dachdeckern durchgeführt und finden in der Regel vor oder während der Installation des WDVS statt.

WDVS erweiterte Arbeiten

Erweiterter Dachüberstand

Schutz der Fassade & Dämmung vor Niederschlag

Feuchtigkeitsschutz am Sockel

Schutz der erdberührenden ELemente vor Feuchtigkeit am Sockel

Anschlussfugen am Fenster

Mindestens 3cm überdämmt an Fenster um Wärmebrücken zu verhondern

Lüftung Fenster

Lüftungssystem am Fenster

— DÄMMSTOFFE

Welcher Dämmstoff für Ihr WDVS in Aurich?

WDVS Dämmung Hochhaus.jpg

In einer Backsteinregion stellt sich beim WDVS zuerst die Frage nach der Oberfläche und erst danach die nach dem Kern. Beim Dämmstoff selbst kommen drei Systeme in Betracht.


EPS-Hartschaum ist der Preis-Leistungs-Standard und in den Wärmeleitgruppen 032 bis 035 verfügbar. An den ein- bis zweigeschossigen Auricher Eigenheimen ist er brandschutzrechtlich unkritisch; Brandriegel aus Mineralwolle über den Fensterreihen gehören trotzdem dazu. Für ein Riemchensystem ist er nur bedingt geeignet, weil die Klebefläche eine höhere Druckfestigkeit braucht.


Mineralwolle ist nicht brennbar, diffusionsoffen und tragfähig genug für schwere Oberflächen. Wer den Ziegelcharakter mit aufgeklebten Riemchen erhalten will — in Ostfriesland ein naheliegender Wunsch —, fährt mit einer Lamellen- oder Putzträgerplatte aus Mineralwolle meist besser. Der Preis liegt spürbar über EPS.


Holzfaserplatten speichern Wärme und puffern Feuchte. Sie sind der teuerste Weg, spielen ihre Stärke aber dort aus, wo das Dachgeschoss ausgebaut ist und im Sommer heiß wird. Bei jedem der drei Systeme gilt in Aurich dasselbe: Weil die Fassaden hier kräftigem Wind ausgesetzt sind, wird die Verdübelung nach dem tatsächlichen Standort ausgelegt und nicht nach Schema.

Auswahlkriterien für den Dämmstoff

  1. Wärmedämmleistung (Wärmeleitfähigkeit): Ein niedriger Wert der Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) bedeutet, dass der Dämmstoff eine hohe Dämmwirkung hat. Je niedriger der λ-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Materials.

  2. Brandschutz: Je nach Gebäudetyp und Nutzungsart können strenge Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden. Dämmstoffe sind in verschiedene Brandklassen eingeteilt, und die Wahl des richtigen Materials kann entscheidend für die Sicherheit sein.

  3. Feuchtigkeitsbeständigkeit: Der Umgang mit Feuchtigkeit variiert teilweise zwischen den Dämmstoffen. 

  4. Ökologische Aspekte: Für einige Bauherren kann die ökologische Bilanz eines Dämmstoffs eine Rolle spielen. Dies umfasst die Herstellung und die Entsorgung des Dämmstoffes.

  5. Kosten: Natürlich spielen die Kosten des Dämmstoffs eine wesentliche Rolle bei der Auswahl.

Übersicht der gängigen Dämmstoffe

  1. Expandiertes Polystyrol (EPS) oder auch Styropor:

    • Verwendung: EPS ist der am häufigsten verwendete Dämmstoff in WDVS.

    • Vorteile: Es bietet eine gute Dämmleistung bei relativ geringen Kosten. EPS ist leicht, einfach zu verarbeiten und hat eine lange Lebensdauer.

    • Nachteile: EPS ist brennbar (Brandklasse B1) und erfordert daher zusätzliche Maßnahmen zum Brandschutz. Außerdem ist es nicht umweltfreundlich, da es aus Erdöl gewonnen wird und die Entsorgung problematisch sein kann. Außerdem kann es Feuchtigkeit nicht gut weiterleiten.

  2. Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle):

    • Verwendung: Mineralwolle wird häufig in Gebäuden eingesetzt, bei denen hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden.

    • Vorteile: Sie ist nicht brennbar (Brandklasse A1) und bietet zudem eine gute Schalldämmung. Mineralwolle kann außerdem besser Feuchtigkeit weiterleiten als z.B. EPS, ohne selbst Schaden zu nehmen.

    • Nachteile: Mineralwolle ist teurer als EPS. 

  3. Polyurethan (PUR):

    • Verwendung: PUR-Dämmstoffe bieten eine sehr hohe Dämmleistung, selbst bei geringer Materialdicke.

    • Vorteile: Sie sind besonders geeignet für Situationen, in denen der Platz begrenzt ist und dennoch eine hohe Dämmwirkung erzielt werden soll. PUR ist feuchtigkeitsbeständig und langlebig.

    • Nachteile: PUR ist ebenfalls brennbar und kann bei der Verbrennung giftige Gase freisetzen. Zudem ist es ein teures Material und hat eine schlechte ökologische Bilanz, da es aus petrochemischen Produkten hergestellt wird.

  4. Holzfaserplatten:

    • Verwendung: Holzfaserplatten werden häufig in ökologischen Bauprojekten eingesetzt.

    • Vorteile: Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und bieten eine gute Diffusionsoffenheit, was zu einem gesunden Raumklima beiträgt. Sie haben auch gute schallisolierende Eigenschaften.

    • Nachteile: Holzfaserplatten sind weniger effizient in der Wärmedämmung als synthetische Materialien und können im Vergleich teurer sein. Außerdem müssen sie gut vor Feuchtigkeit geschützt werden, da sie sonst Schaden nehmen können.

  5. Schaumglasplatten

    • Verwendung: Schaumglasplatten werden in Bereichen eingesetzt, wo eine hohe Druckfestigkeit und absolute Feuchtigkeitsresistenz gefordert sind, beispielsweise bei der Dämmung von Flachdächern, Kellerwänden und im Sockelbereich.

    • Vorteile: Schaumglas ist komplett feuchtigkeitsunempfindlich und nicht brennbar (Brandklasse A1). Es bietet eine hervorragende Dämmleistung und ist zudem sehr druckfest, was es ideal für stark belastete Flächen macht. Da es aus recyceltem Glas besteht, hat es auch eine gute ökologische Bilanz und ist resistent gegen Schädlinge und Schimmel.

    • Nachteile: Schaumglasplatten sind vergleichsweise teuer und auch relativ schwer, was die Handhabung und den Einbau erschwert. Außerdem ist das Material spröde, was bei unsachgemäßer Handhabung zu Beschädigungen führen kann.

  6. Phenol-Hartschaumplatten:

    • Verwendung: Phenol-Hartschaumplatten werden vor allem dort verwendet, wo eine extrem hohe Dämmleistung bei minimaler Materialdicke erforderlich ist, zum Beispiel in Passivhäusern oder bei energetischen Sanierungen mit beengten Platzverhältnissen.

    • Vorteile: Phenol-Hartschaum bietet eine hervorragende Dämmleistung mit einem sehr niedrigen Wärmeleitwert, wodurch schon bei geringer Dicke eine sehr gute Dämmwirkung erzielt wird. Das Material ist schwer entflammbar (Brandklasse B1) und hat eine hohe Druckfestigkeit.

    • Nachteile: Phenol-Hartschaumplatten sind deutlich teurer als viele andere Dämmstoffe und können bei der Verarbeitung spröde sein, was das Handling erschwert. Zudem sind sie nicht diffusionsoffen, was in bestimmten Anwendungen Probleme mit Feuchtigkeitsmanagement verursachen kann.

Tabelle der gängigen WDVS Dämmstoffe

Dämmstoff

WLG-Klasse

Brandschutzklasse

Preis pro m² (bei 160 mm)

Polystyrol (EPS)

032-040

B1 (schwer entflammbar)

20-25 €/m²

Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle)

033-040

A1 (nicht brennbar)

38-45 €/m²

Polyurethan (PUR)

023-030

B1 (schwer entflammbar)

45-55 €/m²

Holzfaserplatten

040-045

B1 (schwer entflammbar)

50-60 €/m²

Schaumglasplatten

035-045

A1 (nicht brennbar)

60-80 €/m²

Phenolharz-Hartschaumplatten

020-025

B1 (schwer entflammbar)

55-70 €/m²


Der beste Dämmstoff für Ihre WDVS-Dämmung in Aurich

Unsere Empfehlung für Aurich hängt daran, wie das Haus nachher aussehen soll. Bleibt es bei einer Putzfassade, ist EPS in 14 bis 16 cm Stärke der wirtschaftlichste Weg zum Förderwert von 0,20 W/(m²K) — kein lokales Programm verlangt hier einen bestimmten Dämmstoff, also entscheidet der Preis. Soll der Klinkercharakter erhalten bleiben und kommen Riemchen auf die Fassade, empfehlen wir eine Mineralwolle-Putzträgerplatte, weil sie die Last sicher aufnimmt und beim Brandschutz keine Fragen offen lässt. Holzfaser lohnt sich, wenn der ausgebaute Dachraum im Sommer zum Problem geworden ist. Welche Variante bei Ihrem Haus rechnerisch vorn liegt, stellen wir nach dem Vor-Ort-Termin gegenüber.

— DÄMMSTÄRKE

2. Entscheidung: Wie dick soll Ihre Dämmung sein?

Auch bei der Wahl der richtigen Dämmstärke (Dicke der Dämmung) sollten Sie mehrere Faktoren beachten. Die Dämmstärke beeinflusst direkt die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Fassade, also die Menge an Wärme, die durch die Wände nach außen entweichen kann. Es gibt hier regulatorische Vorschriften auf der einen Seite und Überlegungen aus Kosten- und Bausubstanzaspekten sowie optischen Gesichtspunkten auf der anderen Seite. Die Entscheidungskriterien können wie folgt gegliedert werden:

  1. Energetische Anforderungen: Die energetischen Vorgaben der aktuellen Gebäudeenergiegesetze (GEG) legt eine Mindestanforderungen von 0,24 W/(m∙K) an den U-Wert der Fassade fest für eine Förderung muss ein U-Wert von 0,2 W/(m∙K) erreicht werden. Für die häufigsten Dämmstoffe (EPS und Mineralwolle) haben Sie den U-Wert von 0,2 W/(m∙K) meistens bei 16cm Dämmung erreicht. Bei Zellulose oder Holzfaserplatten müssen Sie eher auf 20-24cm gehen. Generell gilt, je niedriger der U-Wert sein soll, desto dicker muss die Dämmung ausfallen. Insbesondere nachhaltige Dämmstoffe wie Holzfasern benötigen sehr dicke Dämmungen.

  2. Gebäudetyp und Bauweise: Bei älteren Gebäuden mit schlechterer Grunddämmung kann eine stärkere Dämmung erforderlich sein, um energetische Standards zu erreichen. Bei Neubauten, die bereits auf Energieeffizienz ausgelegt sind, kann eine geringere Dämmstärke ausreichend sein.

  3. Ästhetische und bauliche Einschränkungen: Eine dickere Dämmung verändert die Fassadenoptik und kann Einfluss auf Fensterlaibungen, Dachüberstände und andere architektonische Details haben. In engen Straßen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden kann die maximale Dämmstärke baulich begrenzt sein.

  4. Kosten-Nutzen-Verhältnis: Eine stärkere Dämmung führt zu höheren Investitionskosten, bringt aber langfristig größere Energieeinsparungen. Es ist wichtig, das optimale Verhältnis zwischen Investitionskosten und Energieeinsparung zu finden.

Ratschlag zur Auswahl der Dämmstärke

Als Faustregel gilt, dass für die meisten Gebäude eine Dämmstärke zwischen 12 und 20 cm ausreichend ist, um moderne energetische Anforderungen zu erfüllen. Für Neubauten oder energetisch optimierte Gebäude können Sie oftmals eine geringere Dämmstärke auswählen, während Sie bei Altbauten oder in extremen Klimazonen lieber eine stärkere Dämmung wählen sollten. Insgesamt sollte die Dämmstärke so gewählt werden, dass sie den besten Kompromiss zwischen Energieeffizienz, Kosten, baulichen Anforderungen und ästhetischen Ansprüchen bietet. 

— OPTIK

Gestaltung: So sieht Ihre Fassade in Aurich nach dem WDVS aus

Die schwierigste Frage beim WDVS in einer Backsteinstadt lautet: Was passiert mit dem Ziegel? Es gibt drei ehrliche Antworten — Riemchen, Putz oder gar kein WDVS. Diese Punkte legen das Ergebnis fest:


  • Klinker-Riemchen: Dünne Ziegelscheiben werden auf die Dämmung geklebt und verfugt. Das Ergebnis kommt dem Original sehr nahe, ist wartungsarm und witterungsfest — und die teuerste Oberfläche im Programm.

  • Putzstruktur: Wo der Klinker ohnehin überstrichen oder verputzt war, ist ein Scheiben- oder Kratzputz die naheliegende und deutlich günstigere Lösung. Er lässt sich später problemlos neu beschichten.

  • Farbe: Der Hellbezugswert sollte 20 nicht unterschreiten, sonst heizt sich die Fläche zu stark auf. Für die in Ostfriesland verbreiteten dunkleren Rot- und Brauntöne kommen deshalb reflektierende Pigmente zum Einsatz.

  • Sockel: Im Spritzwasserbereich kommt eine druckfeste, wasserabweisende Dämmung mit abgesetztem Sockelputz — bei den oft hohen Grundwasserständen der Region kein Nebenschauplatz.

  • Details: Fensterbänke werden verlängert, Rollladenkästen mitgedämmt, Dachüberstände geprüft, Dehnfugen gesetzt. Erst diese Arbeiten machen aus einer Dämmung eine Fassade.


Im Sanierungsgebiet „Historische Altstadt“ und an Kulturdenkmalen legen wir Farbe, Struktur und Materialwahl vorab der Stadt vor. Außerhalb dieser Bereiche gibt es in Aurich keine gestalterischen Vorgaben für Fassaden.

WDVS Weißer Putz

1. WDVS mit weißem Putz 

Eine Fassade mit weißem Putz ist die klassische Wahl für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Sie verleiht Ihrer Immobilie ein zeitloses und elegantes Erscheinungsbild, das sich harmonisch in verschiedene architektonische Stile einfügt. Diese Option ist besonders pflegeleicht und bietet gleichzeitig zahlreiche Möglichkeiten, durch verschiedene Putztechniken individuelle Akzente zu setzen.

2. WDVS mit Klinkerriemchen 

Wenn Sie den robusten und traditionellen Look von Klinker bevorzugen, bietet das WDVS mit Klinker-Riemchen eine attraktive Option für Sie. Klinker-Riemchen bestehen aus dünnen, etwa 1 bis 2 cm starken Scheiben, die aus echtem Ziegelmaterial gefertigt werden. Klinker-Riemchen sind widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und sorgen für eine langlebige und wartungsarme Fassade.

WDVS mit Riemchen
WDVS mit Holz

3. WDVS mit Holzverkleidung 

Eine Holzverkleidung auf einem WDVS verbindet moderne Ästhetik mit natürlichem Charme. Diese Option eignet sich besonders für Gebäude, die eine warme und einladende Ausstrahlung haben sollen. Holz verleiht der Fassade ein einzigartiges, organisches Aussehen und kann je nach Wahl der Holzart und Farbe individuell angepasst werden. Durch spezielle Oberflächenbehandlungen bleibt das Holz lange schön und schützt das Gebäude zusätzlich vor äußeren Einflüssen. 

— RISIKEN

Risiken eines WDVS in Aurich – und wie wir sie vermeiden

Vier Risiken sind beim WDVS zu benennen. Veralgung: Die gedämmte Außenschicht kühlt nachts stärker aus, auf Nord- und Westseiten bildet sich Tauwasser, Algen und Moose folgen. In der windoffenen, feuchten Lage Ostfrieslands ist das ein reales Thema — wir arbeiten deshalb mit mineralischen Oberputzen mit hohem pH-Wert, ausreichenden Dachüberständen und sauberen Tropfkanten. Wärmebrücken: Fensterlaibungen, Rollladenkästen, Balkonplatten und der Dachanschluss sind die Punkte, an denen ein schlecht geplantes WDVS Schimmel begünstigt statt verhindert; Laibungen dämmen wir mit, den Dachanschluss planen wir vorab. Windlast: Freistehende Häuser im offenen ostfriesischen Gelände bekommen Wind von allen Seiten, deshalb legen wir die Zahl der Dübel nach dem Standort aus. Spechte: In Randlagen mit Baumbestand picken sie Löcher in hohle Putzschichten — ein dicker Armierungsputz oder Riemchen beugen vor.

Übersicht der Risiken eines WDVS:

  1. Wärmebrücken:

    • Ursache: Wärmebrücken entstehen häufig an Stellen, an denen das WDVS unterbrochen ist, wie bei Fenster- und Türanschlüssen oder bei der Befestigung von Bauteilen (z. B. Markisen oder Geländern). Auch unzureichend überlappende Dämmplatten oder fehlerhafte Anbringung können Wärmebrücken verursachen.

    • Folgen: Wärmebrücken führen zu einem erhöhten Wärmeverlust und können zu Kondenswasserbildung zwischen kalten und warmen Bauteilen führen. Dies erhöht das Risiko von Schimmelbildung und verringert die Energieeffizienz des Gebäudes.

    • Vermeidung: Um Wärmebrücken zu vermeiden, ist eine sorgfältige Planung und Ausführung der Anschlüsse und Befestigungspunkte erforderlich. Eine durchgehende Dämmung ohne Unterbrechungen ist essenziell, und alle Übergänge sollten fachgerecht abgedichtet werden.

  2. Feuchtigkeitsprobleme:

    • Ursache: Feuchtigkeit kann in das WDVS eindringen, wenn es nicht richtig abgedichtet ist, insbesondere an kritischen Punkten wie Anschlüssen, Fugen oder beschädigten Stellen. Auch eine falsche Verarbeitung des Putzes oder der Dämmplatten kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen.

    • Folgen: Eingedrungene Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung und Algenwachstum auf der Fassade führen. Langfristig kann dies die Dämmwirkung vermindern und die Bausubstanz Ihres Gebäudes schädigen.

    • Vermeidung: Um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, müssen alle Fugen, Anschlüsse und Übergänge sorgfältig abgedichtet werden. Zudem sollte die Fassade regelmäßig auf Schäden und undichte Stellen überprüft werden.

  3. Rissbildungen:

    • Ursache: Risse können durch Bewegungen im Bauwerk, Temperaturschwankungen oder unsachgemäße Verarbeitung des WDVS entstehen. Auch unzureichend angebrachte Dehnungsfugen können zu Rissbildungen führen.

    • Folgen: Risse in der Fassade können nicht nur die Optik beeinträchtigen, sondern auch das Eindringen von Feuchtigkeit ermöglichen, was wiederum Schimmelbildung und eine Beeinträchtigung der Dämmleistung zur Folge haben kann.

    • Vermeidung: Um Rissbildungen vorzubeugen, sollten Bewegungsfugen korrekt eingeplant und ausgeführt werden. Eine fachgerechte Verarbeitung des Putzes und der Dämmplatten ist ebenfalls entscheidend, um Spannungen in der Fassade zu minimieren.

  4. Algen- und Pilzbefall:

    • Ursache: Algen- und Pilzbefall tritt besonders auf feuchten und schattigen Fassaden auf, die oft schlecht belüftet sind. Dies kann durch anhaltende Feuchtigkeit und fehlende Sonneneinstrahlung begünstigt werden.

    • Folgen: Algen und Pilze beeinträchtigen die Optik der Fassade und können langfristig die Bausubstanz schädigen, wenn sie nicht entfernt werden.

    • Vermeidung: Um Algen- und Pilzbefall zu verhindern, sollten Fassaden mit einem wasserabweisenden und diffusionsoffenen Putz versehen werden. Regelmäßige Reinigung und gegebenenfalls der Einsatz von fungiziden Beschichtungen können das Wachstum von Algen und Pilzen verhindern. Um hierzu mehr zu erfahren, klicken Sie hier.

  5. Verfärbungen:

    • Ursache: Verfärbungen, insbesondere helle Flecken, können durch punktuelle Wärmebrücken entstehen, die durch die Befestigungselemente des WDVS verursacht werden.

    • Folgen: Diese Flecken beeinträchtigen die ästhetische Erscheinung der Fassade und können ein Hinweis auf ineffiziente Dämmung an diesen Stellen sein.

    • Vermeidung: Die Verwendung von wärmebrückenfreien Befestigungselementen und die richtige Überdeckung der Dämmplatten können Verfärbungen verhindern.

  6. Ablösungen:

    • Ursache: Unsachgemäß angebrachte Dämmplatten können sich von der Fassade lösen, insbesondere wenn der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet wurde oder ungeeignete Kleber verwendet wurden.

    • Folgen: Ablösungen der Dämmung gefährden die Sicherheit und können zu erheblichen Wärmeverlusten führen. Zudem sind die Reparaturkosten in solchen Fällen oft hoch.

    • Vermeidung: Eine gründliche Vorbereitung des Untergrunds und die Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien sowie die korrekte Anwendung der Befestigungsmethoden sind essenziell, um Ablösungen zu verhindern.

— HEIZKOSTENERSPARNISSE

Wie viel Heizkosten spart ein WDVS in Aurich?

Der U-Wert der Außenwand beschreibt, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Grad Temperaturdifferenz nach außen verloren geht. Eine ungedämmte Wand aus der Nachkriegszeit liegt oft bei rund 1,0 W/(m²K); mit 16 cm Dämmung sinkt sie auf etwa 0,20 W/(m²K) und erreicht damit den Wert, den die Bundesförderung verlangt. Weil ein freistehendes Haus — und das ist in Aurich mit 63,1 % der Regelfall — an allen vier Seiten Wärme abgibt, ist der Hebel hier besonders groß: 25–30 % weniger Heizenergie sind eine realistische Größenordnung.


Für Aurich durchgerechnet: 3.500 € Jahresheizkosten bei 110 m² Wohnfläche bedeuten eine Ersparnis von 875 bis 1.050 € im Jahr. Die Investition für 120 m² Fassade liegt bei 25.200 bis 39.600 €, was rechnerisch auf eine Amortisation von etwa 25 bis 45 Jahren hinausläuft. Diese Zahl ist ehrlich, aber unvollständig: Sie unterstellt, dass die Fassade sonst nichts gekostet hätte. Steht die Putz- oder Fassadensanierung ohnehin an, verschiebt sich die Rechnung erheblich zugunsten der Dämmung.

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— HEIZKOSTENEINSPARUNGEN

Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Heizkosteneinsparungen berechnen?

— VORTEILE UND NACHTEILE

Vor- und Nachteile von einem WDVS

Ein Wärmedämmverbundsystem bietet zahlreiche Vorteile, vor allem in Bezug auf Energieeffizienz, Langlebigkeit der Immobilie und Wohnkomfort. Es kann den Energieverbrauch eines Gebäudes erheblich senken, die Fassade schützen und den Wert Ihrer Immobilie steigern. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, wie hohe Investitionskosten, potenzielle Probleme mit Algenbildung und Feuchtigkeitsproblemen sowie die Schwierigkeit, das System bei denkmalgeschützten Gebäuden einzusetzen. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.

Tabelle: Vor und Nachteile WDVS 

Vorteil

Nachteil

Energieeffizienz: Ein gut installiertes WDVS kann Ihren Energieverbrauch erheblich reduzieren, was zu niedrigeren Heizkosten und weniger CO₂-Emissionen führt.

Kosten und Amortisierung: Die hohen Investitionskosten für das WDVS und die späte Amortisation, die oft erst nach etwa 20 Jahren eintritt, können abschreckend sein.

Langlebigkeit: Ein WDVS schützt die Fassade vor Witterungseinflüssen und kann die Lebensdauer der Bausubstanz verlängern.

Algenbildung und Feuchtigkeitsprobleme: Durch die thermische Abkopplung des Außenputzes vom Mauerwerk kann es zu Algenbildung kommen, insbesondere wenn keine Schutzmaßnahmen wie Kunstharz mit Biozid getroffen werden.

Komfort: Die verbesserte Dämmung sorgt für ein angenehmeres und gleichmäßigeres Raumklima.

Recyclingprobleme: Besonders bei Styropor-WDVS ist die Entsorgung problematisch, da es als Sondermüll behandelt werden muss.

Umweltschutz: Durch die Reduktion des Energieverbrauchs trägt das WDVS zum Klimaschutz bei.

Eingeschränkte Ästhetik: Trotz vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten, sind bestimmte ästhetische Einschränkungen bei der Fassade gegeben, z.B. bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Wertsteigerung: Die energetische Sanierung mit WDVS kann den Wert Ihrer Immobilie steigern und ihre Marktchancen verbessern.


Ästhetik: Das WDVS bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade, von Oberputz bis zu Klinker-Optiken und bietet sich an, wenn Sie einen Wechsel der Optik wünschen.



Für wen macht ein WDVS Sinn:

  • Eigentümer von Altbauten: Wenn Sie Eigentümer eines Altbautes mit geringer Energieeffizienz sind, macht ein WDVS viel Sinn. Hier kann es Ihren Energieverbrauch drastisch senken und den Wohnkomfort erheblich verbessern.

  • Umweltbewusste Bauherren: Wenn Sie viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, können Sie mit einem WDVS Ihren Beitrag dazu leisten Ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Sie können auch ökologische Dämmstoffe wählen, wie z.B. Holzfaserplatten, die aus nachwachsenden Ressourcen gebaut sind.

  • Eigentümer, die gesetzliche Vorschriften erfüllen müssen: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt energetische Standards vor, die oft nur durch eine Außendämmung wie WDVS erreicht werden können.

Wann sollten Sie kein WDVS verbauen:

​Ein WDVS macht keinen Sinn bei denkmalgeschützten Gebäuden, Gebäuden, die bereits gut gedämmt sind oder wo die Fassade erst saniert werden muss und für kurzfristige Immobilienbesitzer.

  • Denkmalgeschützte Gebäude: Wenn Ihre Immobilie denkmalgeschützt ist, kann das WDVS problematisch sein, da die Fassaden häufig nicht verändert werden dürfen. Alternativen wie Innendämmung sollten Sie dann in Betracht ziehen.

  • Gebäude mit bereits guter Dämmung: Wenn Ihre Immobilie bereits gut gedämmt ist, könnte der zusätzliche Nutzen eines WDVS relativ gering sein.

  • Kurzfristige Immobilienbesitzer: Für Personen, die ihre Immobilie nur kurzfristig besitzen oder bald verkaufen möchten, lohnen sich die hohen Investitionskosten oft nicht, da die Amortisation der Kosten in der Regel über Jahrzehnte erfolgt. Hier sollten Sie mit einem Makler sprechen, wie wichtig die Energieeffizienzklassen sind.

— DÄMMPFLICHT

Gibt es in Aurich eine Dämmpflicht für die Fassade?

Image by Tingey Injury Law Firm

Weder die Stadt Aurich noch das Land Niedersachsen verpflichten Eigentümer dazu, ihre Fassade zu dämmen. Die einzige Regel, die greift, steht im Gebäudeenergiegesetz und gilt bundesweit: Wer mehr als 10 % der Fläche eines Bauteils erneuert, muss danach die Anforderungen der Anlage 7 einhalten — bei der Außenwand einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K). Ein neuer Anstrich oder das Ausbessern einzelner Fugen fällt nicht darunter. Für Auricher Klinkerhäuser hat das eine praktische Folge: Solange die Verblendschale intakt ist, löst nichts eine Pflicht aus. Wird der Verblender aber großflächig erneuert oder verputzt, greift die Anforderung — und dann lohnt es sich, gleich auf 0,20 W/(m²K) zu gehen, weil erst dieser Wert die Förderung öffnet.

— DÄMMUNG NORD

Ihre Vorteile mit Dämmung Nord:

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Schneller & professioneller Service

Antworten innerhalb von 24 Stunden, kostenlose Inspektion innerhalb von einer Woche und Dämmung innerhalb von 30 Tagen. 

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Kompetenz, Weitsicht und Erfahrung

Ca. 720 Häuserdämmungen pro Jahr. Wir sind vor Ort mit Standorten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen.

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Experten aus dem Handwerk

Vielseitiges Team aus Experten der energetischen Sanierung, Dachdeckerei, Fensterbau, Zimmerei und Industrieisolierer für eine ganzheitliche Lösung.

WETTER

Klima in Aurich: Was es für Ihre Fassadendämmung bedeutet

Aurich liegt rund 15 bis 20 Kilometer landeinwärts von der offenen Nordseeküste — nah genug, um das Wetter Ostfrieslands abzubekommen, aber ohne die direkte Küstenlage einer Inselgemeinde. Belastbare, amtliche Klimakennzahlen speziell für Aurich, etwa eine Zuordnung zu einer Schlagregen-Beanspruchungsgruppe nach DIN 4108-3, liegen uns nicht vor. Wir verzichten deshalb bewusst darauf, eine Gruppe zu nennen, und bewerten die Bewitterung Ihres Hauses stattdessen konkret vor Ort.


Was fachlich bleibt, ist wichtig genug: Wind und häufiger Regen beanspruchen die Fassade, und beides trifft freistehende Häuser in offener Feldlage härter als solche in geschlossener Bebauung. Für das WDVS bedeutet das drei Dinge — eine an den Standort angepasste Verdübelung, wasserabweisende Oberputze auf den Wetterseiten und Anschlüsse an Fenstern, Sockel und Traufe, die kein Wasser hinter die Dämmebene lassen. Wie stark die einzelnen Seiten Ihres Hauses bewittert werden, beurteilen wir kostenlos am Objekt.

— ANGEBOT ANFRAGEN

Kundin

1. Angebot kostenlos und unverbindlich anfragen.

Nachdem Sie Ihre Anfrage abgeschickt haben, melden sich unsere Berater innerhalb 24 Stunden, um Ihr Vorhaben zu besprechen.

In 3 Schritten zu Ihrer Fassadendämmung

2. Unser regionales Expertenteam berät Sie persönlich.

Wir besuchen Sie, um Ihre Immobilie auf Durchführbarkeit und mögliche Risiken zu prüfen und gemeinsam den passenden Dämmstoff und Optik für Ihr Vorhaben auszuwählen.

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3. Wir installieren das WDVS

Unser regionales Handwerksteam installiert Ihr WDVS. Ab jetzt können Sie im Winter Heizkosten sparen und im Sommer einen kühlen Wohnraum genießen.

— BEWERTUNGEN

Kunden berichten über Ihre Erfahrungen mit Dämmung Nord - transparent & einsehbar auf Google

Was soll ich sagen…grundsätzlich von der Verbraucherzentrale, wenn möglich, empfohlene und kosteneffiziente energetische Sanierungsmöglichkeit.

Darauf hin kurz gegoogelt und dann auf Dämmung Nord gestoßen. Nach der Kontaktaufnahme per Email, kam prompt ein sehr zeitnaher Termin für eine kostenlose Probebohrung vor Ort am Haus, um zu klären ob eine Einblasdämmung durchgeführt werden könnte.

Der Servicetechniker kam sehr pünktlich, war ausgesprochen nett und kompetent, wie im übrigen alle Mitarbeiter die ich erleben durfte! Er machte sehr zügig auf jeder Hausseite ein paar Probebohrungen, die er anschließend mit einer Periskop Kamera inspizierte und daraufhin wieder alle Löcher sehr sauber versiegelte.

Gleich im Anschluss hat er schon an seinem iPad die gesamten m³ berechnen können die benötigt werden würden und mir ein mündliches Angebot kommuniziert. Zusätzlich, wenn ich noch im Mai den Auftrag erledigen lassen würde, gab es noch 10% Rabbat – wow! Das verbindliche Angebot kam gleich am nächsten Tag per Email und unterschied sich nicht wesentlich vom mündlichen!

Ergo, Auftrag erteilt und einen Termin innerhalb von zwei Wochen bekommen!

Zur Durchführung kann ich nur sagen, das Team kam auf die Minute pünktlich! Die Jungs waren sehr freundlich, motiviert, kompetent, zügig, sauber und professionell! Es hat viel Spaß gemacht Ihnen bei der Arbeit zuzuschauen, wie ruhig und gelassen so eine Sanierung doch laufen kann, trotz des laufenden Generators 😉

Ich kann jedem nur empfehlen, bei dem es möglich ist und der es für sich für geeignet hält, diese Arbeit bei Dämmung Nord zu bestellen!

Andreas M.

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— UNSERE DÄMMUNGEN

Fassadendämmung in Aurich: unser Einsatzgebiet

Aurich betreuen wir vom Standort Niedersachsen aus. Kernstadt, Sandhorst, Egels, Tannenhausen und die übrigen Ortsteile liegen im Einsatzgebiet; Beratung, Gerüst, Ausführung und Abnahme laufen bei uns über eine Hand. Bundesweit führen wir rund 750 Dämmungen im Jahr aus.


Wenn das WDVS für Ihr Haus nicht das Richtige ist, führen diese Seiten weiter: bei zweischaligem Klinkermauerwerk zur Einblasdämmung in Aurich, beim kalten Speicher zur Dachbodendämmung in Aurich und beim ausgebauten Dachgeschoss zur Dachdämmung in Aurich.

Stadtteile in Aurich: Bauformen und Eignung für WDVS

Stadtteil

Typische Bauform und Eignung für WDVS

Kernstadt / Innenstadt

Historischer Stadtkern, förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet mit Gestaltungsempfehlungen; WDVS nur nach Abstimmung mit der Stadt

Sandhorst

Ehemals ländlicher, heute weitgehend verstädterter Ortsteil mit Neubaugebieten; bei den älteren Bauabschnitten typischer WDVS-Fall

Egels

Historischer Ortskern der „Negen Loogen“ neben aktuellem Einfamilienhausbau; Wandaufbau je nach Bauabschnitt sehr unterschiedlich

Tannenhausen

Neubau- und Wohngebiet mit Einfamilien- und Doppelhäusern; bei jungen Häusern nach GEG-Standard ist ein WDVS meist nicht nötig

Brockzetel

Dünn besiedelter Ortsteil zwischen Wald, Moor und Landwirtschaft; freistehende Häuser in offener Lage, Verdübelung nach Windlast


— FAQ

Häufige Fragen, die wir zum Thema WDVS bekommen

Über den Autor:

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Autor: Mate Rumstein - Bauleiter 

Mate Rumstein verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung als Industrieisolierer und hat in dieser Zeit zahlreiche Projekte unterschiedlicher Größen geleitet. Seine Karriere startete er als Bauleiter bei RS Isolierung GmbH, bevor er als Isolierer und Bauleiter zur A.S. Dämmtechnik GmbH in Hamburg wechselte. Dort spezialisierte er sich auf Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierungen. Über die Jahre hat Mate Rumstein umfassende Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Dämmung erworben und gilt als zuverlässiger Experte in seinem Fachgebiet.

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— VERZEICHNIS

Regionen WDVS

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