Offizieller Handwerkspartner der Wohnungswirtschaft

Mitglied im Fachverband für Einblasdämmung

— ZUSAMMENGEFASST
Das Wichtigste zur WDVS-Dämmung in Nienburg auf einen Blick

Kosten: 210–330 € pro Quadratmeter Fassade, Förderung von 20 % schon abgezogen (Stand: September 2026). Ein Haus in Holtorf mit 120 m² Außenwand liegt bei 25.200 bis 39.600 €.
Passt das zu Ihrem Haus?: Im Landkreis Nienburg entstand mehr als die Hälfte der Gebäude vor 1970. In den Wohngebieten der Ortsteile passt das WDVS, im Fachwerkkern nicht.
Was es bringt: 25–30 % weniger Heizenergie, dazu ein Ende der kalten Wandoberflächen und eine Fassade, die für die nächsten Jahrzehnte gerüstet ist.
Förderung: Weder die Stadt Nienburg noch der Landkreis fördern Dämmung mit einem eigenen Zuschuss. Beide verweisen auf die Bundesprogramme; dazu kommt ein Landesdarlehen der NBank.
So läuft es ab: Nach der kostenlosen Besichtigung folgen Gerüst, Plattenmontage, Armierungsschicht und Oberfläche. Für 120 m² Fassade planen wir rund zwei Wochen ein.
Inhalt
-
Aufbau: Was sind die Bestandteile eines Wärmedämmverbundsystemes (WDVS) (hier klicken)
-
Entscheidung 1 - Dämmstoffe: Welchen Dämmstoff sollten Sie wählen (hier klicken)
-
Entscheidung 2 - Dämmstärke: Wie dick sollte die Dämmung sein (hier klicken)
-
Entscheidung 3 - Optik: Wie soll die Oberfläche am Ende ausschauen (hier klicken)
-
Ersparnisse: Mit wie viel Ersparnissen durch Heizkostensenkungen können Sie rechnen? (hier klicken)
-
Förderung: Welche Fördermöglichkeiten haben Sie zu Verfügung? (hier klicken)
-
Dämmpflicht: Wann sind Sie zu einer Dämmung mit einem WDVS gesetzlich verpflichtet? (hier klicken)
— DÄMMUNG
Was die WDVS-Dämmung in Nienburg besonders macht
Nienburg an der Weser hat einen Bestand, der sich klar in zwei Welten teilt. Auf der einen Seite die Altstadt mit rund 250 eingetragenen Baudenkmalen, Fachwerkhäusern wie Posthof, Hakenhof und Fresenhof und einem Abschnitt der Deutschen Fachwerkstraße. Auf der anderen Seite die vier 1974 eingemeindeten Ortsteile mit ihren Wohngebieten. Stadtspezifische Zensus-Zahlen zu den Baujahren liegen uns nicht vor — belegt ist nur die Auswertung des Landkreises, nach der mehr als die Hälfte der Gebäude im Kreisgebiet vor 1970 errichtet wurde und die meisten Neubauten des Landkreises mit 1.226 Gebäuden in der Stadt Nienburg selbst entstanden. Prozentzahlen für die Stadt nennen wir deshalb nicht.
Für die Methodenwahl ist ohnehin die einzelne Wand entscheidend. Bei zweischaligem Mauerwerk mit Luftschicht füllen wir die Hohlschicht für 25–45 €/m², das erledigt die Einblasdämmung in Nienburg ohne Gerüst und ohne Eingriff in die Optik. Ist die Wand einschalig oder soll die Fassade ohnehin erneuert werden, kommt das Wärmedämmverbundsystem zum Zug.
Holtorf und Erichshagen-Wölpe, beide seit 1974 Ortsteile und beide mit über 4.000 Einwohnern, beschreibt die Stadt als Zuzugsgebiete mit neu ausgewiesenen Wohngebieten und überwiegend Ein- und Zweifamilienhausbebauung. Genau dort liegt der Kernbestand für das WDVS. In Langendamm entstehen aus ehemaligen Gewerbe- und Kasernenflächen neue Wohnbauflächen, sodass Bestand und Neubau nebeneinanderstehen; Schäferhof-Kattriede ist klein und ländlich geprägt.
In der Altstadt ist Zurückhaltung geboten, und das sagen wir deutlich: Bei rund 250 Baudenkmalen und einem Fachwerkbestand, der das Stadtbild trägt, ist eine Außendämmung meist weder genehmigungsfähig noch bauphysikalisch sinnvoll. Die Örtliche Bauvorschrift für das Altstadtgebiet, rechtsgültig seit dem 04.10.1978, macht ihre Vorgaben am Dach fest, doch jede Veränderung des geschützten Erscheinungsbilds ist mit der Denkmalbehörde abzustimmen.
— ERKLÄRUNG
Wie funktioniert die Dämmung Ihrer Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)?
Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die häufigste und effizienteste Methode, um Ihre Fassade zu dämmen (vorausgesetzt, Sie haben keine Hohlschicht im Mauerwerk, wenn Sie eine Hohlschicht haben, schauen Sie hier). Das Verfahren wird seit den 1970er Jahren erfolgreich in Deutschland eingesetzt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Der Aufbau besteht aus mehreren Schichten, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Unten finden Sie eine Grafik eines typischen Aufbaus inklusive der jeweiligen Funktion.
Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems

Erläuterung Bestandteile WDVS
-
Dämmplatten: Diese bilden das Herzstück des Systems und bestehen meist aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie werden direkt auf die Außenwand des Gebäudes geklebt oder mechanisch befestigt.
-
Kleber: Der Kleber sorgt für die sichere und dauerhafte Befestigung der Dämmplatten am Untergrund. Abhängig von der Beschaffenheit der Fassade wird er entweder punktuell oder vollflächig aufgetragen.
-
Dübel: Zur zusätzlichen Stabilisierung der Dämmplatten werden spezielle Dübel verwendet, die die Platten mechanisch verankern und so die Langlebigkeit des Systems erhöhen.
-
Armierungsschicht: Diese Schicht besteht aus einem Armierungsmörtel, in den ein Armierungsgewebe eingebettet ist. Sie schützt das System vor mechanischen Schäden und verhindert die Bildung von Rissen.
-
Oberputz: Der abschließende Oberputz gibt der Fassade ihr endgültiges Aussehen und bietet zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. Er kann in unterschiedlichen Strukturen und Farben gestaltet werden, um den optischen Ansprüchen gerecht zu werden.
— KOSTEN
Wie teuer ist ein WDVS in Nienburg?
Zwischen 210 und 330 € pro Quadratmeter liegen fünf Kostentreiber. Untergrund: Hohl liegender Altputz muss abgeschlagen, sandende Flächen müssen grundiert werden — bei Häusern aus der Wiederaufbauzeit häufig der Fall. Gebäudegeometrie: Ein kompaktes Doppelhaus in Erichshagen-Wölpe ist deutlich günstiger als ein Haus mit Erker, Anbau und mehreren Versprüngen. Fenstertausch: Wandern die Fenster in die Dämmebene, steigt der Preis, dafür verschwinden die Wärmebrücken an den Laibungen. Dachüberstand: Reicht die Traufe nach dem Aufbau nicht mehr über die Wand, muss sie verlängert werden. Oberfläche: Ein mineralischer Scheibenputz markiert das untere Ende der Spanne, Klinkerriemchen und aufwendige Sockelverkleidungen das obere.
Position | Preis pro m² WDVS Dämmung | Kosten für ein Haus mit 100 m² Fassadenfläche |
|---|---|---|
Gerüst | Ab 22 €/m² | 2.200 € |
Dämmstoff | Ab 29 €/m² | 2.900 € |
Putz | Ab 36 €/m² | 3.600 € |
Arbeitslohn | Ab 123 €/m² | 12.300 € |
Gesamt | 210-330 €/m² | 21.000 € - 33.000 € |
Tabelle: Übersicht Kosten der einzelnen WDVS Bestandteile & Kosten für 100m² WDVS Dämmung
Fazit: Wie teuer ist ein WDVS
Rechnen Sie in Nienburg mit 210 bis 330 € pro Quadratmeter Fassade für ein System mit 14 bis 16 cm Dämmstärke und mineralischem Oberputz; die 20 % Förderung sind darin enthalten. Für ein Haus in Holtorf mit 120 m² Außenwand ergibt das 25.200 bis 39.600 €. Ein lokaler Zuschuss, der die Summe reduziert, existiert weder bei der Stadt noch beim Landkreis — die Förderung kommt hier vom Bund. Welche Position wie stark ins Gewicht fällt und wo sich sinnvoll sparen lässt, steht in unserer WDVS-Kostenübersicht.
Alle Preisangaben verstehen sich inkl. 20 % Förderung als unverbindliche Richtwerte. Den exakten Preis erhalten Sie nach einem kostenlosen Vor-Ort-Termin.
— KOSTENRECHNER
Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Kosten berechnen?
— FÖRDERUNG
Welche Förderung gibt es für WDVS in Nienburg?

Die lokale Förderlandschaft in Nienburg ist übersichtlich, und wir beschönigen das nicht: Weder die Stadt noch der Landkreis Nienburg unterhalten ein eigenes Zuschussprogramm für Dämmmaßnahmen. Beide verweisen auf ihren Informationsseiten auf die bundesweiten Programme; die Klimaschutzagentur Mittelweser berät, vergibt aber selbst kein Geld. Vom Land gibt es die NBank-Eigentumsförderung, die auch die klimagerechte Modernisierung von Bestandsimmobilien einschließt — als zinsgünstiges Darlehen über bis zu 85 % der Kosten und höchstens 75.000 €, dazu ein Zuschuss von 3.000 € je Kind oder Person mit Behinderung im Haushalt. Antragstelle ist der Landkreis; Zielgruppen- und Einkommensbindung machen das Programm nur für einen Teil der Eigentümer nutzbar.
Der Bund trägt daher die Hauptlast. Die Bundesförderung läuft über zwei Wege, die sich für dieselbe Maßnahme ausschließen. Über den Steuerbonus nach § 35c EStG setzen Sie 20 % der Kosten für Material und Arbeitsleistung ab, verteilt auf drei Jahre (7 %, 7 %, 6 %) und höchstens 40.000 € je Objekt. Über die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude erhalten Sie 15 % Zuschuss auf förderfähige Kosten bis 30.000 € je Wohneinheit; der iSFP-Bonus von 5 % greift seit dem 21. Juli 2026 erst oberhalb dieser Schwelle und nur auf den darüberliegenden Kostenanteil. In beiden Fällen muss die Außenwand nach der Dämmung höchstens 0,20 W/(m²K) erreichen und der Antrag vor Beginn der Arbeiten vorliegen. Die Grundlagen stehen auf unserer Seite Förderung für WDVS.
— DAS VERFAHREN
Wie wird das WDVS auf Ihre Fassade installiert?

1. Vorbereitung des Untergrunds
Der Untergrund auf Ihrer Fassade muss sorgfältig vorbereitet werden, um eine optimale Haftung der Dämmplatten zu gewährleisten. Dies umfasst das Entfernen loser Teile sowie die Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung von Fensterbänken, Brüstungsabdeckungen und Dachüberständen. Unebenheiten werden ausgeglichen, und Fassade wird gründlich gereinigt, um Staub und Schmutz zu entfernen.
2. Auftragen des Klebers
Die Dämmplatten werden mit einem speziellen, hochleistungsfähigen Kleber auf die vorbereitete Fassade aufgebracht. Je nach Beschaffenheit der Fassade erfolgt der Kleberauftrag punktuell oder vollflächig.


3. Anbringen der Dämmplatten
Die Dämmplatten sind in den frischen Klebemörtel einzusetzen und sorgfältig auszurichten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Platten fest anliegen und keine Hohlräume entstehen. Die Platten sind im Verbund zu kleben, um eine durchgehende Dämmschicht zu gewährleisten. Durch ein passgenaues und dicht aneinandergefügtes Einsetzen werden Wärmebrücken vermieden.
4. Verdübeln der Dämmplatten
Zur zusätzlichen Sicherung werden die Dämmplatten mit speziellen Dübeln mechanisch befestigt. Diese Maßnahme erhöht die Stabilität und Sicherheit des Systems, insbesondere bei hohen Gebäuden oder stark beanspruchten Fassaden.


5. Aufbringen der Armierungsschicht
Auf die befestigten Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aufgetragen. Diese besteht aus einem hochwertigen Armierungsmörtel, in den ein robustes Armierungsgewebe eingebettet wird. Diese Schicht schützt das WDVS vor mechanischen Beschädigungen und Rissbildungen und sorgt für eine langlebige und stabile Fassade.
6. Auftragen des Putzgrundes
Nachdem die Armierungsschicht getrocknet ist, kann der Putzgrund aufgetragen werden. Dieser muss auf das WDVS abgestimmt sein. Es gibt mineralische, organische oder Silikatputze, deren Wahl von den Projektanforderungen und Untergrundeigenschaften abhängt. Der Putzgrund wird gleichmäßig mit Rolle oder Pinsel aufgetragen. Eine gleichmäßige Schichtdicke ist entscheidend für die optimale Haftung.


7. Auftragen des Oberputzes
Nach dem vollständigen Trocknen der Armierungsschicht und dem Putzgrund wird der Oberputz aufgetragen. Dieser kann in verschiedenen Strukturen und Farben gestaltet werden und verleiht der Fassade ihr endgültiges, ästhetisch ansprechendes Aussehen. Der Oberputz bietet zudem einen zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen.
— VORBEREITUNG & NACHBEREITUNG
Um eine korrekte Installation zu gewährleisten müssen je nach Projekt verschiedene Vor- und Nacharbeiten an Ihrem Haus getätigt werden
Die Installation eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Gewerke, um sicherzustellen, dass das System korrekt installiert wird und keine Risiken für Ihre Fassade oder das WDVS selbst entstehen. Hier sind einige der wesentlichen Aufgaben, die durchgeführt werden müssen:
-
Einbau von Sockelleisten: Im Sockelbereich des Gebäudes werden spezielle Sockelleisten durch das Maurer- oder Fassadenbaugewerbe montiert. Diese Leisten dichten den Übergang zwischen Dämmung und Erdreich ab, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern.
-
Nacharbeiten an Fensterbänken: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade erhöht, müssen Fensterbänke entsprechend angepasst werden. Diese Arbeiten werden von Fensterbauern oder Schreinern ausgeführt, um sicherzustellen, dass die Fensterbänke bündig mit der neuen Fassade abschließen und Wasser sicher abgeleitet wird. Diese Nacharbeiten erfolgen typischerweise nach der Anbringung der Dämmplatten.
-
Nachjustieren von Türen: Durch die zusätzliche Dämmung kann es erforderlich sein, Türen und Fenster nachzujustieren, damit sie weiterhin ordnungsgemäß schließen. Diese Aufgabe wird von Tür- und Fensterbauern durchgeführt und sollte nach der Installation des WDVS erfolgen, um die Funktionalität der Türen und Fenster zu gewährleisten.
-
Abdichtung der Anschlüsse: Alle Anschlüsse und Übergänge, wie an Dachrändern, Fensterrahmen oder im Sockelbereich, müssen von Spezialisten für Abdichtungsarbeiten abgedichtet werden. Dies verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, was entscheidend für die Vermeidung von Schäden an der Fassade und dem WDVS ist. Diese Arbeiten erfolgen im Anschluss an die Installation der Dämmplatten und vor dem Aufbringen der Endbeschichtung.
-
Anpassung an systemfremde Bauteile: Bei der WDVS-Installation müssen systemfremde Bauteile wie Balkone, Vordächer oder Lüftungsschächte berücksichtigt werden. Diese Bauteile müssen von spezialisierten Baugewerken korrekt integriert werden, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Dichtigkeit des Systems zu sichern. Diese Anpassungen erfolgen während der gesamten WDVS-Installation.
-
Anpassung der Dachüberstände: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade vergrößert, müssen Dachüberstände oft angepasst werden, um die Fassade inklusive WDVS vollständig abzudecken und vor Witterung zu schützen. Diese Arbeiten werden von Dachdeckern durchgeführt und finden in der Regel vor oder während der Installation des WDVS statt.
WDVS erweiterte Arbeiten
Erweiterter Dachüberstand
Schutz der Fassade & Dämmung vor Niederschlag
Feuchtigkeitsschutz am Sockel
Schutz der erdberührenden ELemente vor Feuchtigkeit am Sockel
Anschlussfugen am Fenster
Mindestens 3cm überdämmt an Fenster um Wärmebrücken zu verhondern
Lüftung Fenster
Lüftungssystem am Fenster
— DÄMMSTOFFE
Welcher Dämmstoff für Ihr WDVS in Nienburg?

Steht die Entscheidung für ein WDVS, geht es um den Plattenwerkstoff. Drei Systeme sind gebräuchlich, und die Wahl richtet sich in Nienburg nach Gebäudetyp, Oberfläche und Feuchteverhalten.
EPS-Hartschaum deckt den Normalfall im Ein- und Zweifamilienhaus ab: leicht zu verarbeiten, günstig, in den Wärmeleitgruppen 032 bis 035 verfügbar. Bei zwei Vollgeschossen bestehen keine besonderen Brandschutzauflagen; Brandriegel aus Mineralwolle über den Fensterreihen gehören dennoch in jede saubere Ausführung.
Mineralwolle ist nicht brennbar, diffusionsoffen und schalldämmend. Sie ist die Wahl bei Mehrfamilienhäusern, bei lauten Lagen und überall dort, wo schwere Oberflächen wie Klinkerriemchen aufgenommen werden müssen. Der Preisabstand zu EPS ist deutlich.
Holzfaserplatten speichern Wärme, puffern Feuchte und bremsen die sommerliche Aufheizung im Obergeschoss. In der Weseraue, wo die Böden feucht sind, verlangen sie einen besonders sorgfältig ausgebildeten Sockel. Sie sind die teuerste, in der Bauphysik aber oft die freundlichste Variante.
Auswahlkriterien für den Dämmstoff
-
Wärmedämmleistung (Wärmeleitfähigkeit): Ein niedriger Wert der Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) bedeutet, dass der Dämmstoff eine hohe Dämmwirkung hat. Je niedriger der λ-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Materials.
-
Brandschutz: Je nach Gebäudetyp und Nutzungsart können strenge Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden. Dämmstoffe sind in verschiedene Brandklassen eingeteilt, und die Wahl des richtigen Materials kann entscheidend für die Sicherheit sein.
-
Feuchtigkeitsbeständigkeit: Der Umgang mit Feuchtigkeit variiert teilweise zwischen den Dämmstoffen.
-
Ökologische Aspekte: Für einige Bauherren kann die ökologische Bilanz eines Dämmstoffs eine Rolle spielen. Dies umfasst die Herstellung und die Entsorgung des Dämmstoffes.
-
Kosten: Natürlich spielen die Kosten des Dämmstoffs eine wesentliche Rolle bei der Auswahl.
Übersicht der gängigen Dämmstoffe
-
Expandiertes Polystyrol (EPS) oder auch Styropor:
-
Verwendung: EPS ist der am häufigsten verwendete Dämmstoff in WDVS.
-
Vorteile: Es bietet eine gute Dämmleistung bei relativ geringen Kosten. EPS ist leicht, einfach zu verarbeiten und hat eine lange Lebensdauer.
-
Nachteile: EPS ist brennbar (Brandklasse B1) und erfordert daher zusätzliche Maßnahmen zum Brandschutz. Außerdem ist es nicht umweltfreundlich, da es aus Erdöl gewonnen wird und die Entsorgung problematisch sein kann. Außerdem kann es Feuchtigkeit nicht gut weiterleiten.
-
-
Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle):
-
Verwendung: Mineralwolle wird häufig in Gebäuden eingesetzt, bei denen hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden.
-
Vorteile: Sie ist nicht brennbar (Brandklasse A1) und bietet zudem eine gute Schalldämmung. Mineralwolle kann außerdem besser Feuchtigkeit weiterleiten als z.B. EPS, ohne selbst Schaden zu nehmen.
-
Nachteile: Mineralwolle ist teurer als EPS.
-
-
Polyurethan (PUR):
-
Verwendung: PUR-Dämmstoffe bieten eine sehr hohe Dämmleistung, selbst bei geringer Materialdicke.
-
Vorteile: Sie sind besonders geeignet für Situationen, in denen der Platz begrenzt ist und dennoch eine hohe Dämmwirkung erzielt werden soll. PUR ist feuchtigkeitsbeständig und langlebig.
-
Nachteile: PUR ist ebenfalls brennbar und kann bei der Verbrennung giftige Gase freisetzen. Zudem ist es ein teures Material und hat eine schlechte ökologische Bilanz, da es aus petrochemischen Produkten hergestellt wird.
-
-
Holzfaserplatten:
-
Verwendung: Holzfaserplatten werden häufig in ökologischen Bauprojekten eingesetzt.
-
Vorteile: Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und bieten eine gute Diffusionsoffenheit, was zu einem gesunden Raumklima beiträgt. Sie haben auch gute schallisolierende Eigenschaften.
-
Nachteile: Holzfaserplatten sind weniger effizient in der Wärmedämmung als synthetische Materialien und können im Vergleich teurer sein. Außerdem müssen sie gut vor Feuchtigkeit geschützt werden, da sie sonst Schaden nehmen können.
-
-
Schaumglasplatten
-
Verwendung: Schaumglasplatten werden in Bereichen eingesetzt, wo eine hohe Druckfestigkeit und absolute Feuchtigkeitsresistenz gefordert sind, beispielsweise bei der Dämmung von Flachdächern, Kellerwänden und im Sockelbereich.
-
Vorteile: Schaumglas ist komplett feuchtigkeitsunempfindlich und nicht brennbar (Brandklasse A1). Es bietet eine hervorragende Dämmleistung und ist zudem sehr druckfest, was es ideal für stark belastete Flächen macht. Da es aus recyceltem Glas besteht, hat es auch eine gute ökologische Bilanz und ist resistent gegen Schädlinge und Schimmel.
-
Nachteile: Schaumglasplatten sind vergleichsweise teuer und auch relativ schwer, was die Handhabung und den Einbau erschwert. Außerdem ist das Material spröde, was bei unsachgemäßer Handhabung zu Beschädigungen führen kann.
-
-
Phenol-Hartschaumplatten:
-
Verwendung: Phenol-Hartschaumplatten werden vor allem dort verwendet, wo eine extrem hohe Dämmleistung bei minimaler Materialdicke erforderlich ist, zum Beispiel in Passivhäusern oder bei energetischen Sanierungen mit beengten Platzverhältnissen.
-
Vorteile: Phenol-Hartschaum bietet eine hervorragende Dämmleistung mit einem sehr niedrigen Wärmeleitwert, wodurch schon bei geringer Dicke eine sehr gute Dämmwirkung erzielt wird. Das Material ist schwer entflammbar (Brandklasse B1) und hat eine hohe Druckfestigkeit.
-
Nachteile: Phenol-Hartschaumplatten sind deutlich teurer als viele andere Dämmstoffe und können bei der Verarbeitung spröde sein, was das Handling erschwert. Zudem sind sie nicht diffusionsoffen, was in bestimmten Anwendungen Probleme mit Feuchtigkeitsmanagement verursachen kann.
-
Tabelle der gängigen WDVS Dämmstoffe
Dämmstoff | WLG-Klasse | Brandschutzklasse | Preis pro m² (bei 160 mm) |
|---|---|---|---|
Polystyrol (EPS) | 032-040 | B1 (schwer entflammbar) | 20-25 €/m² |
Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle) | 033-040 | A1 (nicht brennbar) | 38-45 €/m² |
Polyurethan (PUR) | 023-030 | B1 (schwer entflammbar) | 45-55 €/m² |
Holzfaserplatten | 040-045 | B1 (schwer entflammbar) | 50-60 €/m² |
Schaumglasplatten | 035-045 | A1 (nicht brennbar) | 60-80 €/m² |
Phenolharz-Hartschaumplatten | 020-025 | B1 (schwer entflammbar) | 55-70 €/m² |
Der beste Dämmstoff für Ihre WDVS-Dämmung in Nienburg
In Nienburg hängt kein Zuschuss an einem bestimmten Dämmstoff, also entscheidet die Bauaufgabe allein. Für das Ein- oder Zweifamilienhaus in Holtorf, Erichshagen-Wölpe oder Langendamm empfehlen wir EPS in 14 bis 16 cm Stärke: Damit erreichen Sie den geforderten U-Wert von 0,20 W/(m²K) zum günstigsten Preis, und das System ist seit Jahrzehnten erprobt. Zu Mineralwolle raten wir bei Mehrfamilienhäusern, bei Riemchenoberflächen und wenn Nichtbrennbarkeit für Sie nicht verhandelbar ist. Holzfaser lohnt den Aufpreis vor allem dann, wenn der ausgebaute Dachraum im Sommer nicht mehr nutzbar ist. Für Gebäude im Fachwerkkern raten wir vom WDVS ab und prüfen stattdessen andere Wege — das gehört zu einer ehrlichen Beratung dazu.
— DÄMMSTÄRKE
2. Entscheidung: Wie dick soll Ihre Dämmung sein?
Auch bei der Wahl der richtigen Dämmstärke (Dicke der Dämmung) sollten Sie mehrere Faktoren beachten. Die Dämmstärke beeinflusst direkt die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Fassade, also die Menge an Wärme, die durch die Wände nach außen entweichen kann. Es gibt hier regulatorische Vorschriften auf der einen Seite und Überlegungen aus Kosten- und Bausubstanzaspekten sowie optischen Gesichtspunkten auf der anderen Seite. Die Entscheidungskriterien können wie folgt gegliedert werden:
-
Energetische Anforderungen: Die energetischen Vorgaben der aktuellen Gebäudeenergiegesetze (GEG) legt eine Mindestanforderungen von 0,24 W/(m∙K) an den U-Wert der Fassade fest für eine Förderung muss ein U-Wert von 0,2 W/(m∙K) erreicht werden. Für die häufigsten Dämmstoffe (EPS und Mineralwolle) haben Sie den U-Wert von 0,2 W/(m∙K) meistens bei 16cm Dämmung erreicht. Bei Zellulose oder Holzfaserplatten müssen Sie eher auf 20-24cm gehen. Generell gilt, je niedriger der U-Wert sein soll, desto dicker muss die Dämmung ausfallen. Insbesondere nachhaltige Dämmstoffe wie Holzfasern benötigen sehr dicke Dämmungen.
-
Gebäudetyp und Bauweise: Bei älteren Gebäuden mit schlechterer Grunddämmung kann eine stärkere Dämmung erforderlich sein, um energetische Standards zu erreichen. Bei Neubauten, die bereits auf Energieeffizienz ausgelegt sind, kann eine geringere Dämmstärke ausreichend sein.
-
Ästhetische und bauliche Einschränkungen: Eine dickere Dämmung verändert die Fassadenoptik und kann Einfluss auf Fensterlaibungen, Dachüberstände und andere architektonische Details haben. In engen Straßen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden kann die maximale Dämmstärke baulich begrenzt sein.
-
Kosten-Nutzen-Verhältnis: Eine stärkere Dämmung führt zu höheren Investitionskosten, bringt aber langfristig größere Energieeinsparungen. Es ist wichtig, das optimale Verhältnis zwischen Investitionskosten und Energieeinsparung zu finden.
Ratschlag zur Auswahl der Dämmstärke
Als Faustregel gilt, dass für die meisten Gebäude eine Dämmstärke zwischen 12 und 20 cm ausreichend ist, um moderne energetische Anforderungen zu erfüllen. Für Neubauten oder energetisch optimierte Gebäude können Sie oftmals eine geringere Dämmstärke auswählen, während Sie bei Altbauten oder in extremen Klimazonen lieber eine stärkere Dämmung wählen sollten. Insgesamt sollte die Dämmstärke so gewählt werden, dass sie den besten Kompromiss zwischen Energieeffizienz, Kosten, baulichen Anforderungen und ästhetischen Ansprüchen bietet.
— OPTIK
Gestaltung: So sieht Ihre Fassade in Nienburg nach dem WDVS aus
Ein WDVS ist immer auch eine Gestaltungsentscheidung. Fünf Punkte bestimmen, wie Ihr Haus danach aussieht:
Putzstruktur: Ein Scheibenputz mit 2 oder 3 mm Körnung wirkt glatt und zurückhaltend, ein Kratzputz körniger und traditioneller. Beide lassen sich später neu beschichten.
Farbton: Der Hellbezugswert sollte 20 nicht unterschreiten, weil dunkle Flächen sich stark aufheizen. Mit infrarotreflektierenden Pigmenten sind kräftige Farben trotzdem möglich.
Klinker-Riemchen: Für Häuser mit Verblendmauerwerk, deren Ziegelbild erhalten bleiben soll, werden dünne Riemchen auf die Dämmung geklebt und verfugt — die teuerste, aber langlebigste Oberfläche.
Sockel: Im Spritzwasserbereich kommt eine druckfeste, wasserabweisende Dämmung mit abgesetztem Sockelputz. In der Weseraue mit ihren feuchten Böden ist das kein Detail, sondern Grundlage.
Anschlüsse: Verlängerte Fensterbänke, mitgedämmte Rollladenkästen, geprüfte Dachüberstände und geplante Dehnfugen — daran erkennt man später eine handwerklich saubere Ausführung.
Für die Wohngebiete der Ortsteile gibt es keine gestalterischen Vorgaben zur Fassade. Im Altstadtbereich mit seiner Örtlichen Bauvorschrift und dem dichten Denkmalbestand sieht das anders aus — dort ist jede Veränderung des Erscheinungsbilds abstimmungspflichtig.

1. WDVS mit weißem Putz
Eine Fassade mit weißem Putz ist die klassische Wahl für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Sie verleiht Ihrer Immobilie ein zeitloses und elegantes Erscheinungsbild, das sich harmonisch in verschiedene architektonische Stile einfügt. Diese Option ist besonders pflegeleicht und bietet gleichzeitig zahlreiche Möglichkeiten, durch verschiedene Putztechniken individuelle Akzente zu setzen.
2. WDVS mit Klinkerriemchen
Wenn Sie den robusten und traditionellen Look von Klinker bevorzugen, bietet das WDVS mit Klinker-Riemchen eine attraktive Option für Sie. Klinker-Riemchen bestehen aus dünnen, etwa 1 bis 2 cm starken Scheiben, die aus echtem Ziegelmaterial gefertigt werden. Klinker-Riemchen sind widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und sorgen für eine langlebige und wartungsarme Fassade.


3. WDVS mit Holzverkleidung
Eine Holzverkleidung auf einem WDVS verbindet moderne Ästhetik mit natürlichem Charme. Diese Option eignet sich besonders für Gebäude, die eine warme und einladende Ausstrahlung haben sollen. Holz verleiht der Fassade ein einzigartiges, organisches Aussehen und kann je nach Wahl der Holzart und Farbe individuell angepasst werden. Durch spezielle Oberflächenbehandlungen bleibt das Holz lange schön und schützt das Gebäude zusätzlich vor äußeren Einflüssen.
— RISIKEN
Risiken eines WDVS in Nienburg – und wie wir sie vermeiden
Vier Risiken sind beim WDVS bekannt, und jedes lässt sich planerisch entschärfen. Veralgung: Die gedämmte Außenschicht kühlt nachts stärker aus, auf schattigen Nord- und Westseiten bildet sich Tauwasser; in der feuchten Weserniederung ist das ein reales Thema. Wir setzen dort auf mineralische Oberputze mit hohem pH-Wert, ausreichende Dachüberstände und saubere Tropfkanten. Wärmebrücken: Fensterlaibungen, Rollladenkästen, Balkonplatten und der Übergang zum Dach sind die Schwachpunkte — wir dämmen Laibungen mit, prüfen Balkone auf thermische Trennung und planen den Dachanschluss vor dem Gerüstbau. Brandschutz: Brandriegel aus Mineralwolle gehören bei EPS zum Aufbau. Spechte: In den grünen Randlagen von Schäferhof-Kattriede und Langendamm hacken sie Löcher in hohle Putzschichten; ein dicker Armierungsputz oder Riemchen nehmen ihnen die Gelegenheit.
Übersicht der Risiken eines WDVS:
-
Wärmebrücken:
-
Ursache: Wärmebrücken entstehen häufig an Stellen, an denen das WDVS unterbrochen ist, wie bei Fenster- und Türanschlüssen oder bei der Befestigung von Bauteilen (z. B. Markisen oder Geländern). Auch unzureichend überlappende Dämmplatten oder fehlerhafte Anbringung können Wärmebrücken verursachen.
-
Folgen: Wärmebrücken führen zu einem erhöhten Wärmeverlust und können zu Kondenswasserbildung zwischen kalten und warmen Bauteilen führen. Dies erhöht das Risiko von Schimmelbildung und verringert die Energieeffizienz des Gebäudes.
-
Vermeidung: Um Wärmebrücken zu vermeiden, ist eine sorgfältige Planung und Ausführung der Anschlüsse und Befestigungspunkte erforderlich. Eine durchgehende Dämmung ohne Unterbrechungen ist essenziell, und alle Übergänge sollten fachgerecht abgedichtet werden.
-
-
Feuchtigkeitsprobleme:
-
Ursache: Feuchtigkeit kann in das WDVS eindringen, wenn es nicht richtig abgedichtet ist, insbesondere an kritischen Punkten wie Anschlüssen, Fugen oder beschädigten Stellen. Auch eine falsche Verarbeitung des Putzes oder der Dämmplatten kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen.
-
Folgen: Eingedrungene Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung und Algenwachstum auf der Fassade führen. Langfristig kann dies die Dämmwirkung vermindern und die Bausubstanz Ihres Gebäudes schädigen.
-
Vermeidung: Um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, müssen alle Fugen, Anschlüsse und Übergänge sorgfältig abgedichtet werden. Zudem sollte die Fassade regelmäßig auf Schäden und undichte Stellen überprüft werden.
-
-
Rissbildungen:
-
Ursache: Risse können durch Bewegungen im Bauwerk, Temperaturschwankungen oder unsachgemäße Verarbeitung des WDVS entstehen. Auch unzureichend angebrachte Dehnungsfugen können zu Rissbildungen führen.
-
Folgen: Risse in der Fassade können nicht nur die Optik beeinträchtigen, sondern auch das Eindringen von Feuchtigkeit ermöglichen, was wiederum Schimmelbildung und eine Beeinträchtigung der Dämmleistung zur Folge haben kann.
-
Vermeidung: Um Rissbildungen vorzubeugen, sollten Bewegungsfugen korrekt eingeplant und ausgeführt werden. Eine fachgerechte Verarbeitung des Putzes und der Dämmplatten ist ebenfalls entscheidend, um Spannungen in der Fassade zu minimieren.
-
-
Algen- und Pilzbefall:
-
Ursache: Algen- und Pilzbefall tritt besonders auf feuchten und schattigen Fassaden auf, die oft schlecht belüftet sind. Dies kann durch anhaltende Feuchtigkeit und fehlende Sonneneinstrahlung begünstigt werden.
-
Folgen: Algen und Pilze beeinträchtigen die Optik der Fassade und können langfristig die Bausubstanz schädigen, wenn sie nicht entfernt werden.
-
Vermeidung: Um Algen- und Pilzbefall zu verhindern, sollten Fassaden mit einem wasserabweisenden und diffusionsoffenen Putz versehen werden. Regelmäßige Reinigung und gegebenenfalls der Einsatz von fungiziden Beschichtungen können das Wachstum von Algen und Pilzen verhindern. Um hierzu mehr zu erfahren, klicken Sie hier.
-
-
Verfärbungen:
-
Ursache: Verfärbungen, insbesondere helle Flecken, können durch punktuelle Wärmebrücken entstehen, die durch die Befestigungselemente des WDVS verursacht werden.
-
Folgen: Diese Flecken beeinträchtigen die ästhetische Erscheinung der Fassade und können ein Hinweis auf ineffiziente Dämmung an diesen Stellen sein.
-
Vermeidung: Die Verwendung von wärmebrückenfreien Befestigungselementen und die richtige Überdeckung der Dämmplatten können Verfärbungen verhindern.
-
-
Ablösungen:
-
Ursache: Unsachgemäß angebrachte Dämmplatten können sich von der Fassade lösen, insbesondere wenn der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet wurde oder ungeeignete Kleber verwendet wurden.
-
Folgen: Ablösungen der Dämmung gefährden die Sicherheit und können zu erheblichen Wärmeverlusten führen. Zudem sind die Reparaturkosten in solchen Fällen oft hoch.
-
Vermeidung: Eine gründliche Vorbereitung des Untergrunds und die Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien sowie die korrekte Anwendung der Befestigungsmethoden sind essenziell, um Ablösungen zu verhindern.
-
— HEIZKOSTENERSPARNISSE
Wie viel Heizkosten spart ein WDVS in Nienburg?
Der U-Wert zeigt, wie viel Wärme eine Wand pro Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied durchlässt. Eine ungedämmte Außenwand aus den Nachkriegsjahrzehnten liegt oft bei rund 1,0 W/(m²K). Nach dem WDVS mit 16 cm Dämmstärke sind es etwa 0,20 W/(m²K) — der Wert, den die Bundesförderung fordert. Über die Fassade eines freistehenden oder Doppelhauses geht ein Viertel bis ein Drittel der Heizwärme verloren, entsprechend liegt die Einsparung nach der Dämmung bei 25–30 %.
Für Nienburg gerechnet: Bei Jahresheizkosten von 3.500 € für 110 m² Wohnfläche sparen Sie 875 bis 1.050 € pro Jahr. Die Investition von 25.200 bis 39.600 € für 120 m² Fassade ergibt daraus rechnerisch eine Amortisation von etwa 25 bis 45 Jahren — ohne jede Förderung gerechnet und ohne den Wert der neuen Fassadenoberfläche. Die realistischere Rechnung setzt an, wenn der Putz ohnehin erneuert werden muss: Dann steht der Ersparnis nur noch der Mehrpreis für die Dämmung gegenüber, und die Spanne verkürzt sich erheblich.

— HEIZKOSTENEINSPARUNGEN
Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Heizkosteneinsparungen berechnen?
— VORTEILE UND NACHTEILE
Vor- und Nachteile von einem WDVS
Ein Wärmedämmverbundsystem bietet zahlreiche Vorteile, vor allem in Bezug auf Energieeffizienz, Langlebigkeit der Immobilie und Wohnkomfort. Es kann den Energieverbrauch eines Gebäudes erheblich senken, die Fassade schützen und den Wert Ihrer Immobilie steigern. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, wie hohe Investitionskosten, potenzielle Probleme mit Algenbildung und Feuchtigkeitsproblemen sowie die Schwierigkeit, das System bei denkmalgeschützten Gebäuden einzusetzen. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.
Tabelle: Vor und Nachteile WDVS
Vorteil | Nachteil |
|---|---|
Energieeffizienz: Ein gut installiertes WDVS kann Ihren Energieverbrauch erheblich reduzieren, was zu niedrigeren Heizkosten und weniger CO₂-Emissionen führt. | Kosten und Amortisierung: Die hohen Investitionskosten für das WDVS und die späte Amortisation, die oft erst nach etwa 20 Jahren eintritt, können abschreckend sein. |
Langlebigkeit: Ein WDVS schützt die Fassade vor Witterungseinflüssen und kann die Lebensdauer der Bausubstanz verlängern. | Algenbildung und Feuchtigkeitsprobleme: Durch die thermische Abkopplung des Außenputzes vom Mauerwerk kann es zu Algenbildung kommen, insbesondere wenn keine Schutzmaßnahmen wie Kunstharz mit Biozid getroffen werden. |
Komfort: Die verbesserte Dämmung sorgt für ein angenehmeres und gleichmäßigeres Raumklima. | Recyclingprobleme: Besonders bei Styropor-WDVS ist die Entsorgung problematisch, da es als Sondermüll behandelt werden muss. |
Umweltschutz: Durch die Reduktion des Energieverbrauchs trägt das WDVS zum Klimaschutz bei. | Eingeschränkte Ästhetik: Trotz vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten, sind bestimmte ästhetische Einschränkungen bei der Fassade gegeben, z.B. bei denkmalgeschützten Gebäuden. |
Wertsteigerung: Die energetische Sanierung mit WDVS kann den Wert Ihrer Immobilie steigern und ihre Marktchancen verbessern. | |
Ästhetik: Das WDVS bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade, von Oberputz bis zu Klinker-Optiken und bietet sich an, wenn Sie einen Wechsel der Optik wünschen. |
Für wen macht ein WDVS Sinn:
-
Eigentümer von Altbauten: Wenn Sie Eigentümer eines Altbautes mit geringer Energieeffizienz sind, macht ein WDVS viel Sinn. Hier kann es Ihren Energieverbrauch drastisch senken und den Wohnkomfort erheblich verbessern.
-
Umweltbewusste Bauherren: Wenn Sie viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, können Sie mit einem WDVS Ihren Beitrag dazu leisten Ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Sie können auch ökologische Dämmstoffe wählen, wie z.B. Holzfaserplatten, die aus nachwachsenden Ressourcen gebaut sind.
-
Eigentümer, die gesetzliche Vorschriften erfüllen müssen: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt energetische Standards vor, die oft nur durch eine Außendämmung wie WDVS erreicht werden können.
Wann sollten Sie kein WDVS verbauen:
Ein WDVS macht keinen Sinn bei denkmalgeschützten Gebäuden, Gebäuden, die bereits gut gedämmt sind oder wo die Fassade erst saniert werden muss und für kurzfristige Immobilienbesitzer.
-
Denkmalgeschützte Gebäude: Wenn Ihre Immobilie denkmalgeschützt ist, kann das WDVS problematisch sein, da die Fassaden häufig nicht verändert werden dürfen. Alternativen wie Innendämmung sollten Sie dann in Betracht ziehen.
-
Gebäude mit bereits guter Dämmung: Wenn Ihre Immobilie bereits gut gedämmt ist, könnte der zusätzliche Nutzen eines WDVS relativ gering sein.
-
Kurzfristige Immobilienbesitzer: Für Personen, die ihre Immobilie nur kurzfristig besitzen oder bald verkaufen möchten, lohnen sich die hohen Investitionskosten oft nicht, da die Amortisation der Kosten in der Regel über Jahrzehnte erfolgt. Hier sollten Sie mit einem Makler sprechen, wie wichtig die Energieeffizienzklassen sind.
— DÄMMPFLICHT
Gibt es in Nienburg eine Dämmpflicht für die Fassade?

In Nienburg gibt es keine Pflicht, die Fassade zu dämmen — weder kommunal noch auf Landesebene. Was greift, ist Bundesrecht: Nach dem Gebäudeenergiegesetz muss eine Außenwand die Anforderungen der Anlage 7 erfüllen, sobald mehr als 10 % ihrer Fläche erneuert werden; der Zielwert liegt dann bei 0,24 W/(m²K). Wer nur streicht oder einzelne Putzstellen ausbessert, ist davon nicht betroffen. Für Baudenkmale und Gebäude in geschützten Bereichen gelten zusätzlich denkmalrechtliche Anforderungen, die eine Außendämmung im Einzelfall ausschließen können — im Nienburger Fachwerkkern ist das eher die Regel als die Ausnahme. Wer außerhalb dieser Bereiche saniert, sollte gleich 0,20 W/(m²K) anstreben, weil erst dieser Wert die Bundesförderung öffnet.
— DÄMMUNG NORD
Ihre Vorteile mit Dämmung Nord:

Schneller & professioneller Service
Antworten innerhalb von 24 Stunden, kostenlose Inspektion innerhalb von einer Woche und Dämmung innerhalb von 30 Tagen.

Kompetenz, Weitsicht und Erfahrung
Ca. 720 Häuserdämmungen pro Jahr. Wir sind vor Ort mit Standorten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen.

Experten aus dem Handwerk
Vielseitiges Team aus Experten der energetischen Sanierung, Dachdeckerei, Fensterbau, Zimmerei und Industrieisolierer für eine ganzheitliche Lösung.
— WETTER
Klima in Nienburg: Was es für Ihre Fassadendämmung bedeutet
Nienburg liegt als Binnenstadt an der Weser, ohne jeden Küsteneinfluss. Belastbare, ortsspezifische Klimadaten haben wir nicht: Die verfügbaren Werte stammen von privaten Wetterportalen, nicht von einer amtlichen Quelle, und eine Einstufung nach DIN 4108-3 ist für die Stadt nicht belegt. Wir nennen deshalb weder Niederschlagsmengen noch eine Beanspruchungsgruppe.
Fachlich bleibt der Lagebezug: Häuser in der Weserniederung stehen auf feuchteren Böden als solche auf den höher gelegenen Flächen der Ortsteile, und das schlägt sich im Sockelbereich nieder — dort arbeiten wir mit druckfester, wasserabweisender Perimeterdämmung und einem höher gezogenen Sockelputz. Auf freistehenden West- und Nordseiten setzen wir Oberputze mit gutem Wasserabweisungsverhalten ein. Und im Sommer wirkt die Dämmung in die andere Richtung: Sie verzögert den Wärmeeintrag und hält die oberen Räume kühler. Was Ihr Haus tatsächlich braucht, sehen wir bei der kostenlosen Vor-Ort-Prüfung.
— ANGEBOT ANFRAGEN

1. Angebot kostenlos und unverbindlich anfragen.
Nachdem Sie Ihre Anfrage abgeschickt haben, melden sich unsere Berater innerhalb 24 Stunden, um Ihr Vorhaben zu besprechen.
In 3 Schritten zu Ihrer Fassadendämmung
2. Unser regionales Expertenteam berät Sie persönlich.
Wir besuchen Sie, um Ihre Immobilie auf Durchführbarkeit und mögliche Risiken zu prüfen und gemeinsam den passenden Dämmstoff und Optik für Ihr Vorhaben auszuwählen.


3. Wir installieren das WDVS
Unser regionales Handwerksteam installiert Ihr WDVS. Ab jetzt können Sie im Winter Heizkosten sparen und im Sommer einen kühlen Wohnraum genießen.
— BEWERTUNGEN
Kunden berichten über Ihre Erfahrungen mit Dämmung Nord - transparent & einsehbar auf Google
— UNSERE DÄMMUNGEN
Fassadendämmung in Nienburg: unser Einsatzgebiet
Nienburg betreuen wir vom Standort Niedersachsen aus. Die Kernstadt sowie Holtorf, Erichshagen-Wölpe, Langendamm und Schäferhof-Kattriede liegen im Einsatzgebiet; Beratung, Gerüst, Ausführung und Abnahme laufen bei uns über eine Hand. Bundesweit führen wir rund 750 Dämmungen im Jahr aus.
Passt das WDVS nicht zu Ihrem Gebäude, führen diese Wege weiter: bei zweischaligem Mauerwerk zur Einblasdämmung in Nienburg, beim ungenutzten Speicher zur Dachbodendämmung in Nienburg und beim ausgebauten Dachgeschoss zur Dachdämmung in Nienburg.
Stadtteile in Nienburg: Bauformen und Eignung für WDVS
Stadtteil | Typische Bauform und Eignung für WDVS |
|---|---|
Altstadt / Kernstadt | Historischer Fachwerkkern mit rund 250 Baudenkmalen an der Deutschen Fachwerkstraße; Außendämmung meist ausgeschlossen, Denkmalbehörde entscheidet |
Holtorf | Seit 1974 Ortsteil mit über 4.000 Einwohnern und neu ausgewiesenen Wohngebieten; Ein- und Zweifamilienhäuser, klassischer WDVS-Bestand |
Erichshagen-Wölpe | Bevölkerungsreichster Ortsteil mit neueren Wohngebieten und überwiegend Einfamilienhausbebauung; Fassade allseitig zugänglich |
Langendamm | Umstrukturierung ehemaliger Gewerbe- und Kasernenflächen zu Wohnbauflächen; Bestand und Neubau nebeneinander, Wandaufbau prüfen |
Schäferhof-Kattriede | Kleiner, ländlich geprägter Ortsteil ohne belegte Detaildaten zum Baubestand; Eignung fürs WDVS nur nach Besichtigung |
Über den Autor:

Autor: Mate Rumstein - Bauleiter
Mate Rumstein verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung als Industrieisolierer und hat in dieser Zeit zahlreiche Projekte unterschiedlicher Größen geleitet. Seine Karriere startete er als Bauleiter bei RS Isolierung GmbH, bevor er als Isolierer und Bauleiter zur A.S. Dämmtechnik GmbH in Hamburg wechselte. Dort spezialisierte er sich auf Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierungen. Über die Jahre hat Mate Rumstein umfassende Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Dämmung erworben und gilt als zuverlässiger Experte in seinem Fachgebiet.
— VERZEICHNIS
Leistungen & Wissenswertes
Unsere Leistungen
Über Einblasdämmung & Dämmung Nord
— VERZEICHNIS

.png)
.png)
.png)



