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WDVS-Fassadendämmung in Bocholt vom Fachbetrieb

Bocholt

Offizieller Handwerkspartner der Wohnungswirtschaft

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Mitglied im Fachverband für Einblasdämmung

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— ZUSAMMENGEFASST

Das Wichtigste zur WDVS-Dämmung in Bocholt auf einen Blick

WDVS Dämmung
  • Kosten: 210–330 €/m² Fassade inklusive 20 % Förderung – für eine Doppelhaushälfte in Heuting-Esch mit 110 m² Fassade sind das 23.100 bis 36.300 € (Stand: September 2026).

  • Passt das zu Ihrem Haus?: 40,5 % der 20.833 Bocholter Wohngebäude stammen aus 1949–1978. Wo die Wand einschalig gemauert oder der Altputz mürbe ist, ist das WDVS die richtige Antwort.

  • Was es bringt: 25–30 % weniger Heizenergie, eine durchgehende Dämmebene ohne kalte Ecken und eine Fassade, die nicht nach wenigen Jahren erneut Risse zeigt.

  • Förderung: Bocholt hat kein eigenes Zuschussprogramm für Dämmung; die städtischen Programme betreffen Dach- und Fassadenbegrünung. Es bleiben § 35c EStG, BAFA und das NRW.BANK-Darlehen.

  • So läuft es ab: Kostenlose Vor-Ort-Prüfung, Gerüst, Dämmplatten kleben und dübeln, Armierungsgewebe, Oberputz oder Riemchen. Je nach Fassadenfläche dauert das ein bis drei Wochen.

Inhalt

Inhaltsangabe

DÄMMUNG

Was die WDVS-Dämmung in Bocholt besonders macht

Kaum eine Stadt im Münsterland ist so vollständig aus der Nachkriegszeit heraus gebaut wie Bocholt. Der Luftangriff vom 22. März 1945 traf die Innenstadt zu 85 %; wieder aufgebaut war sie im Wesentlichen bis 1952. Der Zensus 2022 zeigt die Folgen im Zahlenbild: Von 20.833 Gebäuden mit Wohnraum stammen nur 5,8 % aus der Zeit vor 1919, dagegen 40,5 % aus den Jahren 1949 bis 1978 und weitere 14,8 % aus 1979 bis 1990. Der Anteil freistehender Einfamilienhäuser liegt bei 29,5 %.


Diese Bauzeit ist bautechnisch keine einheitliche Größe. Heuting-Esch entstand ab 1949/1950 als erstes großes Nachkriegsprojekt des Bocholter Bauvereins mit 161 Mietwohnungen, Giethorst folgte ab 1953 und war im Herbst 1956 im Wesentlichen fertig, in Löverick nahm die Siedlung Anfang der 1960er Jahre Gestalt an. Mussum wiederum ist seit 1975 Stadtteil und überwiegend von Ein- und Doppelfamilienhäusern geprägt. Je später gebaut wurde, desto häufiger stoßen wir auf einschaliges Mauerwerk aus Hochlochziegel oder Porenbeton – und damit auf den klassischen Anwendungsfall für ein Wärmedämmverbundsystem.


Umgekehrt gilt: Viele der frühen Siedlungshäuser aus den 1950er Jahren wurden zweischalig mit Luftschicht gemauert. Dort ist die Einblasdämmung in Bocholt mit 25–45 €/m² die deutlich günstigere Maßnahme, und wir prüfen die Hohlschicht vor jeder Empfehlung mit einer Probebohrung. Erst wenn keine verwertbare Luftschicht vorhanden ist oder die Fassade ohnehin saniert werden muss, ist das WDVS die wirtschaftlich sinnvolle Wahl.


Gestalterisch haben Sie in Bocholt viel Freiheit: Eine Gestaltungs- oder Erhaltungssatzung mit Vorgaben für Fassaden oder Dächer ist im Ortsrecht der Stadt nicht auffindbar – plausibel, weil ein geschlossener historischer Altstadtbestand 1945 verloren ging. Nur bei eingetragenen Einzeldenkmalen stimmen wir Material und Farbe vorab mit der Unteren Denkmalbehörde ab.

— ERKLÄRUNG

Wie funktioniert die Dämmung Ihrer Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)?

Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die häufigste und effizienteste Methode, um Ihre Fassade zu dämmen (vorausgesetzt, Sie haben keine Hohlschicht im Mauerwerk, wenn Sie eine Hohlschicht haben, schauen Sie hier). Das Verfahren wird seit den 1970er Jahren erfolgreich in Deutschland eingesetzt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Der Aufbau besteht aus mehreren Schichten, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Unten finden Sie eine Grafik eines typischen Aufbaus inklusive der jeweiligen Funktion.

Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems

Aufbau WDVS

Erläuterung Bestandteile WDVS

  • Dämmplatten: Diese bilden das Herzstück des Systems und bestehen meist aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie werden direkt auf die Außenwand des Gebäudes geklebt oder mechanisch befestigt.

  • Kleber: Der Kleber sorgt für die sichere und dauerhafte Befestigung der Dämmplatten am Untergrund. Abhängig von der Beschaffenheit der Fassade wird er entweder punktuell oder vollflächig aufgetragen.

  • Dübel: Zur zusätzlichen Stabilisierung der Dämmplatten werden spezielle Dübel verwendet, die die Platten mechanisch verankern und so die Langlebigkeit des Systems erhöhen.

  • Armierungsschicht: Diese Schicht besteht aus einem Armierungsmörtel, in den ein Armierungsgewebe eingebettet ist. Sie schützt das System vor mechanischen Schäden und verhindert die Bildung von Rissen.

  • Oberputz: Der abschließende Oberputz gibt der Fassade ihr endgültiges Aussehen und bietet zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. Er kann in unterschiedlichen Strukturen und Farben gestaltet werden, um den optischen Ansprüchen gerecht zu werden.

— KOSTEN

Wie teuer ist ein WDVS in Bocholt?

Der Quadratmeterpreis entsteht aus Gerüst, Dämmplatte, Armierung und Oberfläche – bewegt wird er in Bocholt vor allem von fünf Punkten. Untergrund: Sandende oder hohl liegende Altputze aus der Wiederaufbauzeit müssen abgeschlagen und der Untergrund gefestigt werden. Gebäudegeometrie: Die kompakten Siedlungshäuser in Giethorst und Heuting-Esch sind günstiger zu dämmen als Häuser mit Erkern, Vorbauten und Dachgauben. Fenster: Werden sie im gleichen Zug getauscht, wandern sie in die Dämmebene – teurer im Angebot, aber die einzige saubere Lösung gegen Laibungs-Wärmebrücken. Dachüberstand: Reicht er nach dem Aufbau nicht mehr über die Wand, wird die Sparrenlage verlängert. Oberfläche: Ziegelriemchen und Natursteinsockel liegen deutlich über einem Scheibenputz. Kleinere Reihenhausfassaden sind pro Quadratmeter tendenziell teurer, weil Rüst- und Anfahrtskosten auf weniger Fläche fallen.

Position

Preis pro m² WDVS Dämmung

Kosten für ein Haus mit 100 m² Fassadenfläche

Gerüst

Ab 22 €/m²

2.200 €

Dämmstoff

Ab 29 €/m²

2.900 €

Putz

Ab 36 €/m²

3.600 €

Arbeitslohn

Ab 123 €/m²

12.300 €

Gesamt

210-330 €/m²

21.000 € - 33.000 €


Tabelle: Übersicht Kosten der einzelnen WDVS Bestandteile & Kosten für 100m² WDVS Dämmung

Fazit: Wie teuer ist ein WDVS

Für die Standardausführung mit EPS oder Mineralwolle, 14 bis 16 cm Dämmstärke und mineralischem Oberputz liegen Sie in Bocholt bei 210 bis 330 € pro Quadratmeter Fassade. Für die Doppelhaushälfte aus den 1950er Jahren mit 110 m² Außenwand sind das 23.100 bis 36.300 €. Ein kommunaler Zuschuss kommt in Bocholt nicht hinzu, die Bundesförderung schon. Sämtliche Einzelpositionen, von der Dämmstärke über die Armierung bis zur gewählten Oberfläche, listet unsere WDVS-Kostenübersicht auf.


Alle Preisangaben verstehen sich inkl. 20 % Förderung als unverbindliche Richtwerte. Den exakten Preis erhalten Sie nach einem kostenlosen Vor-Ort-Termin.

— KOSTENRECHNER

Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Kosten berechnen?

— FÖRDERUNG

Welche Förderung gibt es für WDVS in Bocholt?

Statistic calculating

Beginnen wir mit der ehrlichen Auskunft zur Lage vor Ort: Ein kommunales Zuschussprogramm für Dämmmaßnahmen gibt es in Bocholt nicht. Die aktiven Förderprogramme der Stadt betreffen Dach- und Fassadenbegrünung sowie ökologisch wertvolle Bäume – Begrünung, keine Dämmung. Auch der Kreis Borken bietet mit dem Sanierungsleitfaden des Klimakreises nur Information und daneben ein Programm für Batteriespeicher, keinen Dämmzuschuss. Auf Landesebene steht Ihnen die NRW.BANK.Gebäudesanierung offen: ein zinsgünstiges Darlehen von 2.500 bis 150.000 € je Wohneinheit, das bis zu 100 % der förderfähigen Kosten abdeckt und selbst genutztes Wohneigentum finanziert. Ein Darlehen ist kein Zuschuss, kann die Finanzierung aber deutlich verbilligen.


Die eigentliche Förderung kommt daher vom Bund, und zwar auf zwei Wegen, die sich für dieselbe Maßnahme gegenseitig ausschließen. Der Steuerbonus nach § 35c EStG erstattet 20 % der Kosten für Material und Handwerkerleistung über drei Jahre verteilt (7 %, 7 %, 6 %), höchstens 40.000 € je Objekt. Die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude zahlt stattdessen 15 % Zuschuss auf förderfähige Kosten bis 30.000 € je Wohneinheit; der iSFP-Bonus von 5 % greift seit dem 21. Juli 2026 erst oberhalb dieser Schwelle. Beide Wege setzen voraus, dass die gedämmte Außenwand höchstens 0,20 W/(m²K) erreicht und der Antrag vor Auftragsvergabe gestellt wird. Wie sich die beiden Wege für Ihr Haus rechnen, steht auf unserer Seite zur Förderung für WDVS und wird beim Vor-Ort-Termin durchgerechnet.

— DAS VERFAHREN

Wie wird das WDVS auf Ihre Fassade installiert?

Untergrund Vorbereiten

1. Vorbereitung des Untergrunds

Der Untergrund auf Ihrer Fassade muss sorgfältig vorbereitet werden, um eine optimale Haftung der Dämmplatten zu gewährleisten. Dies umfasst das Entfernen loser Teile sowie die Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung von Fensterbänken, Brüstungsabdeckungen und Dachüberständen. Unebenheiten werden ausgeglichen, und Fassade wird gründlich gereinigt, um Staub und Schmutz zu entfernen. 

2. Auftragen des Klebers 

Die Dämmplatten werden mit einem speziellen, hochleistungsfähigen Kleber auf die vorbereitete Fassade aufgebracht. Je nach Beschaffenheit der Fassade erfolgt der Kleberauftrag punktuell oder vollflächig. 

Auftragen Kleber
Anbringen Dämmplatten

3. Anbringen der Dämmplatten  

Die Dämmplatten sind in den frischen Klebemörtel einzusetzen und sorgfältig auszurichten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Platten fest anliegen und keine Hohlräume entstehen. Die Platten sind im Verbund zu kleben, um eine durchgehende Dämmschicht zu gewährleisten. Durch ein passgenaues und dicht aneinandergefügtes Einsetzen werden Wärmebrücken vermieden. 

4. Verdübeln der Dämmplatten  

Zur zusätzlichen Sicherung werden die Dämmplatten mit speziellen Dübeln mechanisch befestigt. Diese Maßnahme erhöht die Stabilität und Sicherheit des Systems, insbesondere bei hohen Gebäuden oder stark beanspruchten Fassaden. 

Verdübeln Dämmplatten
Auftragen Amierungsschicht

5. Aufbringen der Armierungsschicht  

Auf die befestigten Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aufgetragen. Diese besteht aus einem hochwertigen Armierungsmörtel, in den ein robustes Armierungsgewebe eingebettet wird. Diese Schicht schützt das WDVS vor mechanischen Beschädigungen und Rissbildungen und sorgt für eine langlebige und stabile Fassade. 

6. Auftragen des Putzgrundes  

Nachdem die Armierungsschicht getrocknet ist, kann der Putzgrund aufgetragen werden. Dieser muss auf das WDVS abgestimmt sein. Es gibt mineralische, organische oder Silikatputze, deren Wahl von den Projektanforderungen und Untergrundeigenschaften abhängt. Der Putzgrund wird gleichmäßig mit Rolle oder Pinsel aufgetragen. Eine gleichmäßige Schichtdicke ist entscheidend für die optimale Haftung.

Auftragen des Putzgrundes
Auftragen Oberputz

7. Auftragen des Oberputzes

Nach dem vollständigen Trocknen der Armierungsschicht und dem Putzgrund wird der Oberputz aufgetragen. Dieser kann in verschiedenen Strukturen und Farben gestaltet werden und verleiht der Fassade ihr endgültiges, ästhetisch ansprechendes Aussehen. Der Oberputz bietet zudem einen zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. 

Lassen Sie sich von einem unserer Experten vor Ort beraten:

— VORBEREITUNG & NACHBEREITUNG

Um eine korrekte Installation zu gewährleisten müssen je nach Projekt verschiedene Vor- und Nacharbeiten an Ihrem Haus getätigt werden

Die Installation eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Gewerke, um sicherzustellen, dass das System korrekt installiert wird und keine Risiken für Ihre Fassade oder das WDVS selbst entstehen. Hier sind einige der wesentlichen Aufgaben, die durchgeführt werden müssen:

  • Einbau von Sockelleisten: Im Sockelbereich des Gebäudes werden spezielle Sockelleisten durch das Maurer- oder Fassadenbaugewerbe montiert. Diese Leisten dichten den Übergang zwischen Dämmung und Erdreich ab, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern. 

  • Nacharbeiten an Fensterbänken: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade erhöht, müssen Fensterbänke entsprechend angepasst werden. Diese Arbeiten werden von Fensterbauern oder Schreinern ausgeführt, um sicherzustellen, dass die Fensterbänke bündig mit der neuen Fassade abschließen und Wasser sicher abgeleitet wird. Diese Nacharbeiten erfolgen typischerweise nach der Anbringung der Dämmplatten.

  • Nachjustieren von Türen: Durch die zusätzliche Dämmung kann es erforderlich sein, Türen und Fenster nachzujustieren, damit sie weiterhin ordnungsgemäß schließen. Diese Aufgabe wird von Tür- und Fensterbauern durchgeführt und sollte nach der Installation des WDVS erfolgen, um die Funktionalität der Türen und Fenster zu gewährleisten.

  • Abdichtung der Anschlüsse: Alle Anschlüsse und Übergänge, wie an Dachrändern, Fensterrahmen oder im Sockelbereich, müssen von Spezialisten für Abdichtungsarbeiten abgedichtet werden. Dies verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, was entscheidend für die Vermeidung von Schäden an der Fassade und dem WDVS ist. Diese Arbeiten erfolgen im Anschluss an die Installation der Dämmplatten und vor dem Aufbringen der Endbeschichtung.

  • Anpassung an systemfremde Bauteile: Bei der WDVS-Installation müssen systemfremde Bauteile wie Balkone, Vordächer oder Lüftungsschächte berücksichtigt werden. Diese Bauteile müssen von spezialisierten Baugewerken korrekt integriert werden, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Dichtigkeit des Systems zu sichern. Diese Anpassungen erfolgen während der gesamten WDVS-Installation.

  • Anpassung der Dachüberstände: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade vergrößert, müssen Dachüberstände oft angepasst werden, um die Fassade inklusive WDVS vollständig abzudecken und vor Witterung zu schützen. Diese Arbeiten werden von Dachdeckern durchgeführt und finden in der Regel vor oder während der Installation des WDVS statt.

WDVS erweiterte Arbeiten

Erweiterter Dachüberstand

Schutz der Fassade & Dämmung vor Niederschlag

Feuchtigkeitsschutz am Sockel

Schutz der erdberührenden ELemente vor Feuchtigkeit am Sockel

Anschlussfugen am Fenster

Mindestens 3cm überdämmt an Fenster um Wärmebrücken zu verhondern

Lüftung Fenster

Lüftungssystem am Fenster

— DÄMMSTOFFE

Welcher Dämmstoff für Ihr WDVS in Bocholt?

WDVS Dämmung Hochhaus.jpg

Die Dämmplatte entscheidet über Preis, Brandschutz und Fassadenbild. Drei Werkstoffe kommen bei einem WDVS in Bocholt praktisch in Frage.


EPS-Hartschaum deckt den Großteil der Aufträge ab. Die Platten sind leicht, lassen sich sauber zuschneiden und liegen in der Wärmeleitgruppe 032 bis 035, sodass 14 bis 16 cm für den geforderten U-Wert genügen. Bei den Eigenheimen in Mussum oder den Reihenhauszeilen in Giethorst spricht bautechnisch nichts dagegen; Brandriegel über den Fensterreihen gehören zur Regelausführung.


Mineralwolle ist nicht brennbar und fällt in die Baustoffklasse A1. Für die mehrgeschossigen Wohnbauten aus dem genossenschaftlichen Nachkriegsbau – etwa die Stufenhäuser in Löverick – ist sie die sichere Bank, weil Brandschutzauflagen dort schneller greifen. Sie ist schwerer, verlangt mehr Dübel und kostet mehr als EPS.


Holzfaserplatten puffern Feuchte und bremsen die sommerliche Aufheizung spürbar. Sie sind der teuerste der drei Werkstoffe und lohnen sich vor allem, wenn Sie ohnehin auf einen diffusionsoffenen Wandaufbau setzen oder ein bewohntes Dachgeschoss unter einer Südwestfassade liegt.

Auswahlkriterien für den Dämmstoff

  1. Wärmedämmleistung (Wärmeleitfähigkeit): Ein niedriger Wert der Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) bedeutet, dass der Dämmstoff eine hohe Dämmwirkung hat. Je niedriger der λ-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Materials.

  2. Brandschutz: Je nach Gebäudetyp und Nutzungsart können strenge Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden. Dämmstoffe sind in verschiedene Brandklassen eingeteilt, und die Wahl des richtigen Materials kann entscheidend für die Sicherheit sein.

  3. Feuchtigkeitsbeständigkeit: Der Umgang mit Feuchtigkeit variiert teilweise zwischen den Dämmstoffen. 

  4. Ökologische Aspekte: Für einige Bauherren kann die ökologische Bilanz eines Dämmstoffs eine Rolle spielen. Dies umfasst die Herstellung und die Entsorgung des Dämmstoffes.

  5. Kosten: Natürlich spielen die Kosten des Dämmstoffs eine wesentliche Rolle bei der Auswahl.

Übersicht der gängigen Dämmstoffe

  1. Expandiertes Polystyrol (EPS) oder auch Styropor:

    • Verwendung: EPS ist der am häufigsten verwendete Dämmstoff in WDVS.

    • Vorteile: Es bietet eine gute Dämmleistung bei relativ geringen Kosten. EPS ist leicht, einfach zu verarbeiten und hat eine lange Lebensdauer.

    • Nachteile: EPS ist brennbar (Brandklasse B1) und erfordert daher zusätzliche Maßnahmen zum Brandschutz. Außerdem ist es nicht umweltfreundlich, da es aus Erdöl gewonnen wird und die Entsorgung problematisch sein kann. Außerdem kann es Feuchtigkeit nicht gut weiterleiten.

  2. Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle):

    • Verwendung: Mineralwolle wird häufig in Gebäuden eingesetzt, bei denen hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden.

    • Vorteile: Sie ist nicht brennbar (Brandklasse A1) und bietet zudem eine gute Schalldämmung. Mineralwolle kann außerdem besser Feuchtigkeit weiterleiten als z.B. EPS, ohne selbst Schaden zu nehmen.

    • Nachteile: Mineralwolle ist teurer als EPS. 

  3. Polyurethan (PUR):

    • Verwendung: PUR-Dämmstoffe bieten eine sehr hohe Dämmleistung, selbst bei geringer Materialdicke.

    • Vorteile: Sie sind besonders geeignet für Situationen, in denen der Platz begrenzt ist und dennoch eine hohe Dämmwirkung erzielt werden soll. PUR ist feuchtigkeitsbeständig und langlebig.

    • Nachteile: PUR ist ebenfalls brennbar und kann bei der Verbrennung giftige Gase freisetzen. Zudem ist es ein teures Material und hat eine schlechte ökologische Bilanz, da es aus petrochemischen Produkten hergestellt wird.

  4. Holzfaserplatten:

    • Verwendung: Holzfaserplatten werden häufig in ökologischen Bauprojekten eingesetzt.

    • Vorteile: Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und bieten eine gute Diffusionsoffenheit, was zu einem gesunden Raumklima beiträgt. Sie haben auch gute schallisolierende Eigenschaften.

    • Nachteile: Holzfaserplatten sind weniger effizient in der Wärmedämmung als synthetische Materialien und können im Vergleich teurer sein. Außerdem müssen sie gut vor Feuchtigkeit geschützt werden, da sie sonst Schaden nehmen können.

  5. Schaumglasplatten

    • Verwendung: Schaumglasplatten werden in Bereichen eingesetzt, wo eine hohe Druckfestigkeit und absolute Feuchtigkeitsresistenz gefordert sind, beispielsweise bei der Dämmung von Flachdächern, Kellerwänden und im Sockelbereich.

    • Vorteile: Schaumglas ist komplett feuchtigkeitsunempfindlich und nicht brennbar (Brandklasse A1). Es bietet eine hervorragende Dämmleistung und ist zudem sehr druckfest, was es ideal für stark belastete Flächen macht. Da es aus recyceltem Glas besteht, hat es auch eine gute ökologische Bilanz und ist resistent gegen Schädlinge und Schimmel.

    • Nachteile: Schaumglasplatten sind vergleichsweise teuer und auch relativ schwer, was die Handhabung und den Einbau erschwert. Außerdem ist das Material spröde, was bei unsachgemäßer Handhabung zu Beschädigungen führen kann.

  6. Phenol-Hartschaumplatten:

    • Verwendung: Phenol-Hartschaumplatten werden vor allem dort verwendet, wo eine extrem hohe Dämmleistung bei minimaler Materialdicke erforderlich ist, zum Beispiel in Passivhäusern oder bei energetischen Sanierungen mit beengten Platzverhältnissen.

    • Vorteile: Phenol-Hartschaum bietet eine hervorragende Dämmleistung mit einem sehr niedrigen Wärmeleitwert, wodurch schon bei geringer Dicke eine sehr gute Dämmwirkung erzielt wird. Das Material ist schwer entflammbar (Brandklasse B1) und hat eine hohe Druckfestigkeit.

    • Nachteile: Phenol-Hartschaumplatten sind deutlich teurer als viele andere Dämmstoffe und können bei der Verarbeitung spröde sein, was das Handling erschwert. Zudem sind sie nicht diffusionsoffen, was in bestimmten Anwendungen Probleme mit Feuchtigkeitsmanagement verursachen kann.

Tabelle der gängigen WDVS Dämmstoffe

Dämmstoff

WLG-Klasse

Brandschutzklasse

Preis pro m² (bei 160 mm)

Polystyrol (EPS)

032-040

B1 (schwer entflammbar)

20-25 €/m²

Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle)

033-040

A1 (nicht brennbar)

38-45 €/m²

Polyurethan (PUR)

023-030

B1 (schwer entflammbar)

45-55 €/m²

Holzfaserplatten

040-045

B1 (schwer entflammbar)

50-60 €/m²

Schaumglasplatten

035-045

A1 (nicht brennbar)

60-80 €/m²

Phenolharz-Hartschaumplatten

020-025

B1 (schwer entflammbar)

55-70 €/m²


Der beste Dämmstoff für Ihre WDVS-Dämmung in Bocholt

Weil Bocholt kein kommunales Förderprogramm hat, das bestimmte Dämmstoffe bevorzugt, entscheidet allein die Bautechnik. Für das freistehende Eigenheim und die Doppelhaushälfte der Nachkriegsjahrzehnte empfehlen wir EPS mit mineralischem Oberputz: bestes Verhältnis von Dämmwirkung zu Preis, unkritisch in der Ausführung, langlebig. Sobald mehr als zwei Vollgeschosse im Spiel sind oder eine Eigentümergemeinschaft entscheidet, raten wir zu Mineralwolle – der Aufpreis ist geringer als der Aufwand einer nachträglichen Brandschutzdiskussion. Holzfaser bleibt die Empfehlung für Bauherren, die den sommerlichen Hitzeschutz gleich mitkaufen wollen. Welche Variante an Ihrem Haus rechnerisch vorn liegt, zeigen wir bei der kostenlosen Vor-Ort-Prüfung an konkreten Zahlen.

— DÄMMSTÄRKE

2. Entscheidung: Wie dick soll Ihre Dämmung sein?

Auch bei der Wahl der richtigen Dämmstärke (Dicke der Dämmung) sollten Sie mehrere Faktoren beachten. Die Dämmstärke beeinflusst direkt die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Fassade, also die Menge an Wärme, die durch die Wände nach außen entweichen kann. Es gibt hier regulatorische Vorschriften auf der einen Seite und Überlegungen aus Kosten- und Bausubstanzaspekten sowie optischen Gesichtspunkten auf der anderen Seite. Die Entscheidungskriterien können wie folgt gegliedert werden:

  1. Energetische Anforderungen: Die energetischen Vorgaben der aktuellen Gebäudeenergiegesetze (GEG) legt eine Mindestanforderungen von 0,24 W/(m∙K) an den U-Wert der Fassade fest für eine Förderung muss ein U-Wert von 0,2 W/(m∙K) erreicht werden. Für die häufigsten Dämmstoffe (EPS und Mineralwolle) haben Sie den U-Wert von 0,2 W/(m∙K) meistens bei 16cm Dämmung erreicht. Bei Zellulose oder Holzfaserplatten müssen Sie eher auf 20-24cm gehen. Generell gilt, je niedriger der U-Wert sein soll, desto dicker muss die Dämmung ausfallen. Insbesondere nachhaltige Dämmstoffe wie Holzfasern benötigen sehr dicke Dämmungen.

  2. Gebäudetyp und Bauweise: Bei älteren Gebäuden mit schlechterer Grunddämmung kann eine stärkere Dämmung erforderlich sein, um energetische Standards zu erreichen. Bei Neubauten, die bereits auf Energieeffizienz ausgelegt sind, kann eine geringere Dämmstärke ausreichend sein.

  3. Ästhetische und bauliche Einschränkungen: Eine dickere Dämmung verändert die Fassadenoptik und kann Einfluss auf Fensterlaibungen, Dachüberstände und andere architektonische Details haben. In engen Straßen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden kann die maximale Dämmstärke baulich begrenzt sein.

  4. Kosten-Nutzen-Verhältnis: Eine stärkere Dämmung führt zu höheren Investitionskosten, bringt aber langfristig größere Energieeinsparungen. Es ist wichtig, das optimale Verhältnis zwischen Investitionskosten und Energieeinsparung zu finden.

Ratschlag zur Auswahl der Dämmstärke

Als Faustregel gilt, dass für die meisten Gebäude eine Dämmstärke zwischen 12 und 20 cm ausreichend ist, um moderne energetische Anforderungen zu erfüllen. Für Neubauten oder energetisch optimierte Gebäude können Sie oftmals eine geringere Dämmstärke auswählen, während Sie bei Altbauten oder in extremen Klimazonen lieber eine stärkere Dämmung wählen sollten. Insgesamt sollte die Dämmstärke so gewählt werden, dass sie den besten Kompromiss zwischen Energieeffizienz, Kosten, baulichen Anforderungen und ästhetischen Ansprüchen bietet. 

— OPTIK

Gestaltung: So sieht Ihre Fassade in Bocholt nach dem WDVS aus

Nach dem WDVS ist die Fassade neu – das ist bei Häusern, die seit dem Wiederaufbau nur überstrichen wurden, oft der eigentliche Auslöser für die Maßnahme. Diese fünf Punkte legen wir vor dem Gerüstbau fest:


  • Putzstruktur: Ein Scheibenputz mit 2 mm Korn wirkt glatt und zeitgemäß, ein gröberer Reibeputz nimmt die Anmutung der Nachbarhäuser auf. Beides ist später überstreichbar.

  • Farbton: Der Hellbezugswert sollte über 20 bleiben, sonst heizt sich die Oberfläche zu stark auf und der Putz arbeitet. Dunklere Töne setzen wir mit reflektierenden Pigmentsystemen um.

  • Ziegelriemchen: Im Westmünsterland gehört Backstein zum Ortsbild. Dünne Riemchen auf der Dämmplatte erhalten diesen Charakter, kosten mehr als Putz und sind praktisch wartungsfrei.

  • Sockelzone: Der Spritzwasserbereich bekommt eine druckfeste Perimeterdämmung und einen abgesetzten Sockelputz – optisch die Basis, technisch der Schutz gegen aufsteigende Nässe.

  • Anschlüsse: Fensterbänke werden verlängert, Rollladenkästen mitgedämmt, Regenfallrohre neu gesetzt. An diesen Details erkennt man später die Qualität der Ausführung.


Weil keine städtische Gestaltungssatzung Farb- oder Materialvorgaben macht, richtet sich die Entscheidung nach Ihrem Geschmack und dem Straßenbild. In Nachbarschaften mit durchgehend verklinkerten Häusern raten wir zu Riemchen, damit das Haus nicht aus der Reihe fällt.

WDVS Weißer Putz

1. WDVS mit weißem Putz 

Eine Fassade mit weißem Putz ist die klassische Wahl für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Sie verleiht Ihrer Immobilie ein zeitloses und elegantes Erscheinungsbild, das sich harmonisch in verschiedene architektonische Stile einfügt. Diese Option ist besonders pflegeleicht und bietet gleichzeitig zahlreiche Möglichkeiten, durch verschiedene Putztechniken individuelle Akzente zu setzen.

2. WDVS mit Klinkerriemchen 

Wenn Sie den robusten und traditionellen Look von Klinker bevorzugen, bietet das WDVS mit Klinker-Riemchen eine attraktive Option für Sie. Klinker-Riemchen bestehen aus dünnen, etwa 1 bis 2 cm starken Scheiben, die aus echtem Ziegelmaterial gefertigt werden. Klinker-Riemchen sind widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und sorgen für eine langlebige und wartungsarme Fassade.

WDVS mit Riemchen
WDVS mit Holz

3. WDVS mit Holzverkleidung 

Eine Holzverkleidung auf einem WDVS verbindet moderne Ästhetik mit natürlichem Charme. Diese Option eignet sich besonders für Gebäude, die eine warme und einladende Ausstrahlung haben sollen. Holz verleiht der Fassade ein einzigartiges, organisches Aussehen und kann je nach Wahl der Holzart und Farbe individuell angepasst werden. Durch spezielle Oberflächenbehandlungen bleibt das Holz lange schön und schützt das Gebäude zusätzlich vor äußeren Einflüssen. 

— RISIKEN

Risiken eines WDVS in Bocholt – und wie wir sie vermeiden

Ein Wärmedämmverbundsystem bringt vier bekannte Schwachstellen mit, die sich alle planerisch entschärfen lassen. Veralgung entsteht, weil die gedämmte Oberfläche nachts stärker auskühlt und Tauwasser anzieht; auf verschatteten Nord- und Westseiten arbeiten wir deshalb mit mineralischen Oberputzen und sorgen dafür, dass Wasser über Fensterbänke und Traufe sicher abgeführt wird. Wärmebrücken sitzen an Fensterlaibungen, Rollladenkästen und am Dachanschluss – Laibungen werden mitgedämmt, der Dachüberstand wird vor Beginn geprüft und bei Bedarf verlängert. Brandschutz: Bei EPS setzen wir Brandriegel aus Mineralwolle über den Öffnungen, in Mehrfamilienhäusern nach Vorgabe der Bauordnung. Spechte suchen hohl klingende Putzflächen; ein durchgehend gefüllter Armierungsputz und Riemchen in gefährdeten Lagen nehmen ihnen die Grundlage. Keiner dieser Punkte spricht gegen ein WDVS – sie sprechen gegen eine Ausführung ohne Planung.

Übersicht der Risiken eines WDVS:

  1. Wärmebrücken:

    • Ursache: Wärmebrücken entstehen häufig an Stellen, an denen das WDVS unterbrochen ist, wie bei Fenster- und Türanschlüssen oder bei der Befestigung von Bauteilen (z. B. Markisen oder Geländern). Auch unzureichend überlappende Dämmplatten oder fehlerhafte Anbringung können Wärmebrücken verursachen.

    • Folgen: Wärmebrücken führen zu einem erhöhten Wärmeverlust und können zu Kondenswasserbildung zwischen kalten und warmen Bauteilen führen. Dies erhöht das Risiko von Schimmelbildung und verringert die Energieeffizienz des Gebäudes.

    • Vermeidung: Um Wärmebrücken zu vermeiden, ist eine sorgfältige Planung und Ausführung der Anschlüsse und Befestigungspunkte erforderlich. Eine durchgehende Dämmung ohne Unterbrechungen ist essenziell, und alle Übergänge sollten fachgerecht abgedichtet werden.

  2. Feuchtigkeitsprobleme:

    • Ursache: Feuchtigkeit kann in das WDVS eindringen, wenn es nicht richtig abgedichtet ist, insbesondere an kritischen Punkten wie Anschlüssen, Fugen oder beschädigten Stellen. Auch eine falsche Verarbeitung des Putzes oder der Dämmplatten kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen.

    • Folgen: Eingedrungene Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung und Algenwachstum auf der Fassade führen. Langfristig kann dies die Dämmwirkung vermindern und die Bausubstanz Ihres Gebäudes schädigen.

    • Vermeidung: Um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, müssen alle Fugen, Anschlüsse und Übergänge sorgfältig abgedichtet werden. Zudem sollte die Fassade regelmäßig auf Schäden und undichte Stellen überprüft werden.

  3. Rissbildungen:

    • Ursache: Risse können durch Bewegungen im Bauwerk, Temperaturschwankungen oder unsachgemäße Verarbeitung des WDVS entstehen. Auch unzureichend angebrachte Dehnungsfugen können zu Rissbildungen führen.

    • Folgen: Risse in der Fassade können nicht nur die Optik beeinträchtigen, sondern auch das Eindringen von Feuchtigkeit ermöglichen, was wiederum Schimmelbildung und eine Beeinträchtigung der Dämmleistung zur Folge haben kann.

    • Vermeidung: Um Rissbildungen vorzubeugen, sollten Bewegungsfugen korrekt eingeplant und ausgeführt werden. Eine fachgerechte Verarbeitung des Putzes und der Dämmplatten ist ebenfalls entscheidend, um Spannungen in der Fassade zu minimieren.

  4. Algen- und Pilzbefall:

    • Ursache: Algen- und Pilzbefall tritt besonders auf feuchten und schattigen Fassaden auf, die oft schlecht belüftet sind. Dies kann durch anhaltende Feuchtigkeit und fehlende Sonneneinstrahlung begünstigt werden.

    • Folgen: Algen und Pilze beeinträchtigen die Optik der Fassade und können langfristig die Bausubstanz schädigen, wenn sie nicht entfernt werden.

    • Vermeidung: Um Algen- und Pilzbefall zu verhindern, sollten Fassaden mit einem wasserabweisenden und diffusionsoffenen Putz versehen werden. Regelmäßige Reinigung und gegebenenfalls der Einsatz von fungiziden Beschichtungen können das Wachstum von Algen und Pilzen verhindern. Um hierzu mehr zu erfahren, klicken Sie hier.

  5. Verfärbungen:

    • Ursache: Verfärbungen, insbesondere helle Flecken, können durch punktuelle Wärmebrücken entstehen, die durch die Befestigungselemente des WDVS verursacht werden.

    • Folgen: Diese Flecken beeinträchtigen die ästhetische Erscheinung der Fassade und können ein Hinweis auf ineffiziente Dämmung an diesen Stellen sein.

    • Vermeidung: Die Verwendung von wärmebrückenfreien Befestigungselementen und die richtige Überdeckung der Dämmplatten können Verfärbungen verhindern.

  6. Ablösungen:

    • Ursache: Unsachgemäß angebrachte Dämmplatten können sich von der Fassade lösen, insbesondere wenn der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet wurde oder ungeeignete Kleber verwendet wurden.

    • Folgen: Ablösungen der Dämmung gefährden die Sicherheit und können zu erheblichen Wärmeverlusten führen. Zudem sind die Reparaturkosten in solchen Fällen oft hoch.

    • Vermeidung: Eine gründliche Vorbereitung des Untergrunds und die Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien sowie die korrekte Anwendung der Befestigungsmethoden sind essenziell, um Ablösungen zu verhindern.

— HEIZKOSTENERSPARNISSE

Wie viel Heizkosten spart ein WDVS in Bocholt?

Maßgeblich ist der U-Wert der Außenwand. Er beziffert, wie viel Wärme je Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied nach außen abfließt. Eine ungedämmte Hochlochziegelwand aus den 1960er Jahren liegt oft bei etwa 1,0 W/(m²K); mit einem WDVS in üblicher Stärke sinkt sie auf 0,20 W/(m²K), den Wert, den auch die Bundesförderung verlangt. Da die Außenwand die größte zusammenhängende Bauteilfläche eines Hauses ist, schlägt das direkt auf den Verbrauch durch: 25–30 % weniger Heizenergie sind der Erfahrungswert.


Konkret für Bocholt: Bei Jahresheizkosten von 3.500 € auf 110 m² Wohnfläche entspricht das 875 bis 1.050 € jährlich. Stellt man dem die 23.100 bis 36.300 € für die Doppelhaushälfte mit 110 m² Fassade gegenüber, ergibt sich ohne Förderung eine Amortisation von rund 20 bis 40 Jahren; mit § 35c oder BAFA-Zuschuss verkürzt sich die Spanne deutlich. Entscheidend ist ohnehin die zweite Rechnung: Steht die Putzsanierung sowieso an, zahlen Sie nur den Aufpreis für die Dämmung – und der amortisiert sich in einem Bruchteil der Zeit.

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— HEIZKOSTENEINSPARUNGEN

Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Heizkosteneinsparungen berechnen?

— VORTEILE UND NACHTEILE

Vor- und Nachteile von einem WDVS

Ein Wärmedämmverbundsystem bietet zahlreiche Vorteile, vor allem in Bezug auf Energieeffizienz, Langlebigkeit der Immobilie und Wohnkomfort. Es kann den Energieverbrauch eines Gebäudes erheblich senken, die Fassade schützen und den Wert Ihrer Immobilie steigern. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, wie hohe Investitionskosten, potenzielle Probleme mit Algenbildung und Feuchtigkeitsproblemen sowie die Schwierigkeit, das System bei denkmalgeschützten Gebäuden einzusetzen. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.

Tabelle: Vor und Nachteile WDVS 

Vorteil

Nachteil

Energieeffizienz: Ein gut installiertes WDVS kann Ihren Energieverbrauch erheblich reduzieren, was zu niedrigeren Heizkosten und weniger CO₂-Emissionen führt.

Kosten und Amortisierung: Die hohen Investitionskosten für das WDVS und die späte Amortisation, die oft erst nach etwa 20 Jahren eintritt, können abschreckend sein.

Langlebigkeit: Ein WDVS schützt die Fassade vor Witterungseinflüssen und kann die Lebensdauer der Bausubstanz verlängern.

Algenbildung und Feuchtigkeitsprobleme: Durch die thermische Abkopplung des Außenputzes vom Mauerwerk kann es zu Algenbildung kommen, insbesondere wenn keine Schutzmaßnahmen wie Kunstharz mit Biozid getroffen werden.

Komfort: Die verbesserte Dämmung sorgt für ein angenehmeres und gleichmäßigeres Raumklima.

Recyclingprobleme: Besonders bei Styropor-WDVS ist die Entsorgung problematisch, da es als Sondermüll behandelt werden muss.

Umweltschutz: Durch die Reduktion des Energieverbrauchs trägt das WDVS zum Klimaschutz bei.

Eingeschränkte Ästhetik: Trotz vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten, sind bestimmte ästhetische Einschränkungen bei der Fassade gegeben, z.B. bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Wertsteigerung: Die energetische Sanierung mit WDVS kann den Wert Ihrer Immobilie steigern und ihre Marktchancen verbessern.


Ästhetik: Das WDVS bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade, von Oberputz bis zu Klinker-Optiken und bietet sich an, wenn Sie einen Wechsel der Optik wünschen.



Für wen macht ein WDVS Sinn:

  • Eigentümer von Altbauten: Wenn Sie Eigentümer eines Altbautes mit geringer Energieeffizienz sind, macht ein WDVS viel Sinn. Hier kann es Ihren Energieverbrauch drastisch senken und den Wohnkomfort erheblich verbessern.

  • Umweltbewusste Bauherren: Wenn Sie viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, können Sie mit einem WDVS Ihren Beitrag dazu leisten Ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Sie können auch ökologische Dämmstoffe wählen, wie z.B. Holzfaserplatten, die aus nachwachsenden Ressourcen gebaut sind.

  • Eigentümer, die gesetzliche Vorschriften erfüllen müssen: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt energetische Standards vor, die oft nur durch eine Außendämmung wie WDVS erreicht werden können.

Wann sollten Sie kein WDVS verbauen:

​Ein WDVS macht keinen Sinn bei denkmalgeschützten Gebäuden, Gebäuden, die bereits gut gedämmt sind oder wo die Fassade erst saniert werden muss und für kurzfristige Immobilienbesitzer.

  • Denkmalgeschützte Gebäude: Wenn Ihre Immobilie denkmalgeschützt ist, kann das WDVS problematisch sein, da die Fassaden häufig nicht verändert werden dürfen. Alternativen wie Innendämmung sollten Sie dann in Betracht ziehen.

  • Gebäude mit bereits guter Dämmung: Wenn Ihre Immobilie bereits gut gedämmt ist, könnte der zusätzliche Nutzen eines WDVS relativ gering sein.

  • Kurzfristige Immobilienbesitzer: Für Personen, die ihre Immobilie nur kurzfristig besitzen oder bald verkaufen möchten, lohnen sich die hohen Investitionskosten oft nicht, da die Amortisation der Kosten in der Regel über Jahrzehnte erfolgt. Hier sollten Sie mit einem Makler sprechen, wie wichtig die Energieeffizienzklassen sind.

— DÄMMPFLICHT

Gibt es in Bocholt eine Dämmpflicht für die Fassade?

Image by Tingey Injury Law Firm

Eine kommunale Dämmpflicht kennt Bocholt nicht, und auch Nordrhein-Westfalen schreibt nichts vor, was über Bundesrecht hinausginge. Maßgeblich ist das Gebäudeenergiegesetz: Wer mehr als 10 % der Fläche eines Bauteils erneuert, muss den Anforderungswert einhalten – für die Außenwand 0,24 W/(m²K) nach GEG Anlage 7. Ausgelöst wird das etwa, wenn der Altputz großflächig abgeschlagen und neu aufgebracht wird; ein reiner Neuanstrich oder eine punktuelle Rissreparatur genügt dafür nicht. Für die vielen Bocholter Häuser aus dem Wiederaufbau bedeutet das praktisch: Sobald die Fassade fällig ist, führt der Weg über eine Dämmung. Sinnvoll ist dann gleich der Sprung auf 0,20 W/(m²K), weil erst dieser Wert die Bundesförderung öffnet.

— DÄMMUNG NORD

Ihre Vorteile mit Dämmung Nord:

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Schneller & professioneller Service

Antworten innerhalb von 24 Stunden, kostenlose Inspektion innerhalb von einer Woche und Dämmung innerhalb von 30 Tagen. 

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Kompetenz, Weitsicht und Erfahrung

Ca. 720 Häuserdämmungen pro Jahr. Wir sind vor Ort mit Standorten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen.

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Experten aus dem Handwerk

Vielseitiges Team aus Experten der energetischen Sanierung, Dachdeckerei, Fensterbau, Zimmerei und Industrieisolierer für eine ganzheitliche Lösung.

WETTER

Klima in Bocholt: Was es für Ihre Fassadendämmung bedeutet

Bocholt liegt im Westmünsterland, nahe der niederländischen Grenze und weit im Binnenland. Eine belastbare lokale Klimakennzahl – etwa eine geprüfte Schlagregen-Beanspruchungsgruppe oder eine Stationsauswertung für die Stadt – liegt uns nicht vor, und wir stellen keine auf. Was sich fachlich sagen lässt, gilt für flaches, offenes Binnenland: Die Schlagregenbelastung ist niedriger als an der Küste, dafür stehen viele Siedlungshäuser frei und bekommen den Westwind ungebremst ab. Für ein WDVS heißt das, dass nicht der Dämmstoff die kritische Größe ist, sondern die Dichtheit der Anschlüsse an Fenstern, Sockel und Traufe.


Der zweite Effekt zeigt sich im Sommer. Eine gedämmte Außenwand verzögert den Wärmeeintrag am Tag, sodass die Räume hinter der Westfassade abends spürbar kühler bleiben. Welche Seite Ihres Hauses die kritische ist und wo die Anschlüsse Aufmerksamkeit brauchen, klären wir bei der kostenlosen Vor-Ort-Prüfung.

— ANGEBOT ANFRAGEN

Kundin

1. Angebot kostenlos und unverbindlich anfragen.

Nachdem Sie Ihre Anfrage abgeschickt haben, melden sich unsere Berater innerhalb 24 Stunden, um Ihr Vorhaben zu besprechen.

In 3 Schritten zu Ihrer Fassadendämmung

2. Unser regionales Expertenteam berät Sie persönlich.

Wir besuchen Sie, um Ihre Immobilie auf Durchführbarkeit und mögliche Risiken zu prüfen und gemeinsam den passenden Dämmstoff und Optik für Ihr Vorhaben auszuwählen.

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3. Wir installieren das WDVS

Unser regionales Handwerksteam installiert Ihr WDVS. Ab jetzt können Sie im Winter Heizkosten sparen und im Sommer einen kühlen Wohnraum genießen.

— BEWERTUNGEN

Kunden berichten über Ihre Erfahrungen mit Dämmung Nord - transparent & einsehbar auf Google

Was soll ich sagen…grundsätzlich von der Verbraucherzentrale, wenn möglich, empfohlene und kosteneffiziente energetische Sanierungsmöglichkeit.

Darauf hin kurz gegoogelt und dann auf Dämmung Nord gestoßen. Nach der Kontaktaufnahme per Email, kam prompt ein sehr zeitnaher Termin für eine kostenlose Probebohrung vor Ort am Haus, um zu klären ob eine Einblasdämmung durchgeführt werden könnte.

Der Servicetechniker kam sehr pünktlich, war ausgesprochen nett und kompetent, wie im übrigen alle Mitarbeiter die ich erleben durfte! Er machte sehr zügig auf jeder Hausseite ein paar Probebohrungen, die er anschließend mit einer Periskop Kamera inspizierte und daraufhin wieder alle Löcher sehr sauber versiegelte.

Gleich im Anschluss hat er schon an seinem iPad die gesamten m³ berechnen können die benötigt werden würden und mir ein mündliches Angebot kommuniziert. Zusätzlich, wenn ich noch im Mai den Auftrag erledigen lassen würde, gab es noch 10% Rabbat – wow! Das verbindliche Angebot kam gleich am nächsten Tag per Email und unterschied sich nicht wesentlich vom mündlichen!

Ergo, Auftrag erteilt und einen Termin innerhalb von zwei Wochen bekommen!

Zur Durchführung kann ich nur sagen, das Team kam auf die Minute pünktlich! Die Jungs waren sehr freundlich, motiviert, kompetent, zügig, sauber und professionell! Es hat viel Spaß gemacht Ihnen bei der Arbeit zuzuschauen, wie ruhig und gelassen so eine Sanierung doch laufen kann, trotz des laufenden Generators 😉

Ich kann jedem nur empfehlen, bei dem es möglich ist und der es für sich für geeignet hält, diese Arbeit bei Dämmung Nord zu bestellen!

Andreas M.

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— UNSERE DÄMMUNGEN

Fassadendämmung in Bocholt: unser Einsatzgebiet

Bocholt betreuen wir vom Standort Nordrhein-Westfalen aus. Innenstadt, Giethorst, Heuting-Esch, Löverick und Mussum liegen im regulären Einsatzgebiet; Gerüst, Ausführung und Abnahme kommen bei einem WDVS aus einer Hand. Rund 750 Dämmungen im Jahr führen wir bundesweit aus.


Ist das WDVS nicht die passende Maßnahme, gibt es Alternativen: für zweischalige Wände die Einblasdämmung in Bocholt, für den unbeheizten Dachboden die Dachbodendämmung in Bocholt und für das ausgebaute Dachgeschoss die Dachdämmung in Bocholt.

Stadtteile in Bocholt: Bauformen und Eignung für WDVS

Stadtteil

Typische Bauform und Eignung für WDVS

Innenstadt

1945 zu 85 % zerstört, Wiederaufbau bis 1952; Putzfassaden der Nachkriegsmoderne, gut für WDVS mit Scheibenputz geeignet

Giethorst

Größte Nachkriegssiedlung, erste Bauphase ab 1953, 1956 im Wesentlichen fertig; kompakte Baukörper, günstige Fassadenflächen

Heuting-Esch

Ab 1949/1950 mit 161 Mietwohnungen errichtet; frühe Nachkriegsbauweise, Wandaufbau vor der Entscheidung per Probebohrung prüfen

Löverick

Siedlung ab Anfang der 1960er, darunter die Stufenhäuser an der Richterstraße; mehrgeschossig, Mineralwolle wegen Brandschutz

Mussum

Seit 1975 Stadtteil, überwiegend Ein- und Doppelfamilienhäuser; typischer WDVS-Fall bei einschaligem Mauerwerk


— FAQ

Häufige Fragen, die wir zum Thema WDVS bekommen

Über den Autor:

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Autor: Mate Rumstein - Bauleiter 

Mate Rumstein verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung als Industrieisolierer und hat in dieser Zeit zahlreiche Projekte unterschiedlicher Größen geleitet. Seine Karriere startete er als Bauleiter bei RS Isolierung GmbH, bevor er als Isolierer und Bauleiter zur A.S. Dämmtechnik GmbH in Hamburg wechselte. Dort spezialisierte er sich auf Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierungen. Über die Jahre hat Mate Rumstein umfassende Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Dämmung erworben und gilt als zuverlässiger Experte in seinem Fachgebiet.

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Regionen WDVS

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