Offizieller Handwerkspartner der Wohnungswirtschaft

Mitglied im Fachverband für Einblasdämmung

— ZUSAMMENGEFASST
Das Wichtigste zur WDVS-Dämmung in Bad Oldesloe auf einen Blick

Kosten: 210 bis 330 € pro Quadratmeter Fassade einschließlich 20 % Förderung (Stand: September 2026). Für ein Nachkriegshaus mit 100 m² Fassade ergibt das 21.000 bis 33.000 €.
Passt das zu Ihrem Haus?: Rund 78 % der 5.990 Oldesloer Wohngebäude sind Einfamilienhäuser. Eine amtliche Baualtersstatistik fehlt, historisch belegt ist ein starker Bestand der Jahre 1950 bis 1970.
Was es bringt: 25–30 % geringerer Heizwärmebedarf, keine kalten Außenwände mehr im Winter und eine Putzfläche, die wieder für Jahrzehnte trägt.
Förderung: Die Stadt bezuschusst nur steckerfertige Solaranlagen, der Kreis Stormarn nur kommunale Gebäude. Für die Dämmung bleiben § 35c, BAFA und IB.SH Immofix.
So läuft es ab: Kostenfreies Aufmaß, Gerüst, Dämmplatten kleben und dübeln, Armierung mit Gewebe, Grundierung, Oberputz oder Riemchen — die Dauer folgt der Fassadenfläche.
Inhalt
-
Aufbau: Was sind die Bestandteile eines Wärmedämmverbundsystemes (WDVS) (hier klicken)
-
Entscheidung 1 - Dämmstoffe: Welchen Dämmstoff sollten Sie wählen (hier klicken)
-
Entscheidung 2 - Dämmstärke: Wie dick sollte die Dämmung sein (hier klicken)
-
Entscheidung 3 - Optik: Wie soll die Oberfläche am Ende ausschauen (hier klicken)
-
Ersparnisse: Mit wie viel Ersparnissen durch Heizkostensenkungen können Sie rechnen? (hier klicken)
-
Förderung: Welche Fördermöglichkeiten haben Sie zu Verfügung? (hier klicken)
-
Dämmpflicht: Wann sind Sie zu einer Dämmung mit einem WDVS gesetzlich verpflichtet? (hier klicken)
— DÄMMUNG
Was die WDVS-Dämmung in Bad Oldesloe besonders macht
Für Bad Oldesloe müssen wir bei den Zahlen ehrlich sein: Eine amtliche, stadteigene Zensus-Auswertung zu Gebäudealter und Wohnungsbestand ließ sich nicht auffinden. Belastbar ist eine sekundäre Aggregation, die 5.990 Wohngebäude ausweist — darunter 4.690 Einfamilienhäuser, 507 Zweifamilienhäuser und 786 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 11.534 Wohnungen. Der Anteil der Einfamilienhäuser liegt damit bei rund 78 %, was die Stadt zu einem klassischen Eigenheimstandort macht.
Verlässlicher ist die Baugeschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Kreisstadt von 8.281 Einwohnern im Jahr 1939 auf 14.953 im Jahr 1954, darunter 6.864 Flüchtlinge und Vertriebene. Bis 1969 entstanden 5.340 neue Wohnungen. In den 1960er und 1970er Jahren kamen mehrgeschossige Wohnblocks hinzu: am Sülzberg ab 1965, in Stoltenrieden und am Lindenkamp ab 1966, am Schanzenbarg ab 1967 und am Ehmkenberg ab 1970, dazu 1961 das Hochhaus an der Kurparkallee. Wer heute in Bad Oldesloe dämmen lässt, hat es fast immer mit Gebäuden aus dieser Phase zu tun.
Welche Maßnahme richtig ist, klärt die Probebohrung. Bei zweischaligem Mauerwerk mit offener Luftschicht ist die Einblasdämmung in Bad Oldesloe mit 25–45 €/m² unschlagbar günstig und in einem Tag erledigt. Ist die Wand einschalig gemauert, wurde der Hohlraum schon verfüllt oder ist der Putz an vielen Stellen schadhaft, führt der Weg über das Wärmedämmverbundsystem. Bei den Wohnblocks der 1960er Jahre ist es ohnehin die übliche Lösung, weil dort meist massiv gebaut wurde.
Ortsrechtlich sind zwei Satzungen für die historische Innenstadt zwischen Trave und Beste zu beachten. Eine Erhaltungssatzung stellt seit 1990 Abbruch, Änderung und Nutzungsänderung baulicher Anlagen unter Genehmigungsvorbehalt. Eine Gestaltungssatzung aus demselben Jahr regelt in zwei Teilbereichen die Gebäudegestaltung, ausdrücklich einschließlich Fassaden, Fenster und Baufluchten — für Teilbereich B weniger detailliert als für Teilbereich A. In den Ortsteilen Blumendorf, Rethwischfeld, Sehmsdorf, Poggensee und den Fresenburger Siedlungen greifen diese Vorgaben nicht.
— ERKLÄRUNG
Wie funktioniert die Dämmung Ihrer Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)?
Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die häufigste und effizienteste Methode, um Ihre Fassade zu dämmen (vorausgesetzt, Sie haben keine Hohlschicht im Mauerwerk, wenn Sie eine Hohlschicht haben, schauen Sie hier). Das Verfahren wird seit den 1970er Jahren erfolgreich in Deutschland eingesetzt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Der Aufbau besteht aus mehreren Schichten, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Unten finden Sie eine Grafik eines typischen Aufbaus inklusive der jeweiligen Funktion.
Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems

Erläuterung Bestandteile WDVS
-
Dämmplatten: Diese bilden das Herzstück des Systems und bestehen meist aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie werden direkt auf die Außenwand des Gebäudes geklebt oder mechanisch befestigt.
-
Kleber: Der Kleber sorgt für die sichere und dauerhafte Befestigung der Dämmplatten am Untergrund. Abhängig von der Beschaffenheit der Fassade wird er entweder punktuell oder vollflächig aufgetragen.
-
Dübel: Zur zusätzlichen Stabilisierung der Dämmplatten werden spezielle Dübel verwendet, die die Platten mechanisch verankern und so die Langlebigkeit des Systems erhöhen.
-
Armierungsschicht: Diese Schicht besteht aus einem Armierungsmörtel, in den ein Armierungsgewebe eingebettet ist. Sie schützt das System vor mechanischen Schäden und verhindert die Bildung von Rissen.
-
Oberputz: Der abschließende Oberputz gibt der Fassade ihr endgültiges Aussehen und bietet zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. Er kann in unterschiedlichen Strukturen und Farben gestaltet werden, um den optischen Ansprüchen gerecht zu werden.
— KOSTEN
Wie teuer ist ein WDVS in Bad Oldesloe?
Fünf Faktoren verschieben den Quadratmeterpreis. Untergrund: Hohl liegender oder sandender Altputz muss abgeschlagen werden, bevor der Klebemörtel aufgebracht werden kann — bei Gebäuden der 1950er und 1960er Jahre ein häufiger Zusatzposten. Baukörper: Ein glatter, kompakter Kubus ist günstig zu dämmen; Häuser mit Erkern, Anbauten, Loggien und Balkonen sind es nicht, weil jede Kante Profile, Verschnitt und Handarbeit bedeutet. Fenster: Werden sie mitgetauscht, lassen sie sich in die Dämmebene setzen; das ist die einzige Gelegenheit, die Laibungen wirklich sauber zu lösen. Dachanschluss: Ein zu knapper Dachüberstand muss verlängert werden, was Zimmerer- und Klempnerarbeit auslöst. Oberfläche: Zwischen einfachem Putz und einer Riemchenfassade liegt ein erheblicher Unterschied je Quadratmeter. Bei den Wohnblocks kommen Balkonsanierung und Verkehrssicherung während der Bauzeit hinzu.
Position | Preis pro m² WDVS Dämmung | Kosten für ein Haus mit 100 m² Fassadenfläche |
|---|---|---|
Gerüst | Ab 22 €/m² | 2.200 € |
Dämmstoff | Ab 29 €/m² | 2.900 € |
Putz | Ab 36 €/m² | 3.600 € |
Arbeitslohn | Ab 123 €/m² | 12.300 € |
Gesamt | 210-330 €/m² | 21.000 € - 33.000 € |
Tabelle: Übersicht Kosten der einzelnen WDVS Bestandteile & Kosten für 100m² WDVS Dämmung
Fazit: Wie teuer ist ein WDVS
Ein vollständiges System mit 14 bis 16 cm Dämmstärke und mineralischem Oberputz liegt in Bad Oldesloe bei 210 bis 330 € je Quadratmeter Fassade. Für das Nachkriegshaus mit 100 m² Fassade sind das 21.000 bis 33.000 € inklusive Gerüst und Anschlussarbeiten. Ein städtischer Zuschuss für die Dämmung existiert nicht; im Sanierungsgebiet Südliche Innenstadt können private Erneuerungsmaßnahmen unterstützt werden, allerdings ohne öffentlich bezifferte Sätze. Wie sich der Quadratmeterpreis im Einzelnen zusammensetzt, zeigt unsere WDVS-Kostenübersicht.
Alle Preisangaben verstehen sich inkl. 20 % Förderung als unverbindliche Richtwerte. Den exakten Preis erhalten Sie nach einem kostenlosen Vor-Ort-Termin.
— KOSTENRECHNER
Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Kosten berechnen?
— FÖRDERUNG
Welche Förderung gibt es für WDVS in Bad Oldesloe?

Kommunal gibt es für Dämmmaßnahmen keinen Zuschuss. Die Stadt Bad Oldesloe fördert steckerfertige Photovoltaikanlagen und bietet seit 2025 mit der „Energiekarawane" eine kostenlose, aufsuchende Energieberatung an — beides hilft, ersetzt aber keine Förderung der Gebäudehülle. Der Kreis Stormarn fördert mit der Richtlinie „Klimaschutz am Bau" ausschließlich Gebäude von Gemeinden, Ämtern und Städten mit höchstens 10.000 € oder 50 % der Investitionssumme; private Eigentümer sind ausdrücklich ausgenommen. Im Sanierungsgebiet Südliche Innenstadt können im Rahmen des Städtebauförderprogramms einzelne private Erneuerungsmaßnahmen unterstützt werden — konkrete Fördersätze sind dazu nicht veröffentlicht, hier lohnt die direkte Nachfrage bei der Stadt. Auf Landesebene bleibt IB.SH Immofix, ein Modernisierungsdarlehen ab 15.000 € für selbstgenutztes Wohneigentum ohne verpflichtenden Effizienzhaus-Nachweis.
Die Bundesförderung läuft über zwei Wege, die sich für dieselbe Maßnahme ausschließen. Über den Steuerbonus nach § 35c EStG setzen Sie 20 % der Kosten für Material und Arbeitsleistung ab, verteilt auf drei Jahre (7 %, 7 %, 6 %) und höchstens 40.000 € je Objekt. Über die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude erhalten Sie 15 % Zuschuss auf förderfähige Kosten bis 30.000 € je Wohneinheit; der iSFP-Bonus von 5 % greift seit dem 21. Juli 2026 erst oberhalb dieser Schwelle. In beiden Fällen muss die Außenwand nach der Sanierung 0,20 W/(m²K) oder besser erreichen, und der Antrag gehört vor den Auftrag. Ein Landesdarlehen darf ergänzend hinzukommen. Was Sie für die Antragstellung brauchen und welcher Weg sich in Ihrem Fall rechnet, erklären wir auf der Seite Förderung für WDVS.
— DAS VERFAHREN
Wie wird das WDVS auf Ihre Fassade installiert?

1. Vorbereitung des Untergrunds
Der Untergrund auf Ihrer Fassade muss sorgfältig vorbereitet werden, um eine optimale Haftung der Dämmplatten zu gewährleisten. Dies umfasst das Entfernen loser Teile sowie die Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung von Fensterbänken, Brüstungsabdeckungen und Dachüberständen. Unebenheiten werden ausgeglichen, und Fassade wird gründlich gereinigt, um Staub und Schmutz zu entfernen.
2. Auftragen des Klebers
Die Dämmplatten werden mit einem speziellen, hochleistungsfähigen Kleber auf die vorbereitete Fassade aufgebracht. Je nach Beschaffenheit der Fassade erfolgt der Kleberauftrag punktuell oder vollflächig.


3. Anbringen der Dämmplatten
Die Dämmplatten sind in den frischen Klebemörtel einzusetzen und sorgfältig auszurichten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Platten fest anliegen und keine Hohlräume entstehen. Die Platten sind im Verbund zu kleben, um eine durchgehende Dämmschicht zu gewährleisten. Durch ein passgenaues und dicht aneinandergefügtes Einsetzen werden Wärmebrücken vermieden.
4. Verdübeln der Dämmplatten
Zur zusätzlichen Sicherung werden die Dämmplatten mit speziellen Dübeln mechanisch befestigt. Diese Maßnahme erhöht die Stabilität und Sicherheit des Systems, insbesondere bei hohen Gebäuden oder stark beanspruchten Fassaden.


5. Aufbringen der Armierungsschicht
Auf die befestigten Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aufgetragen. Diese besteht aus einem hochwertigen Armierungsmörtel, in den ein robustes Armierungsgewebe eingebettet wird. Diese Schicht schützt das WDVS vor mechanischen Beschädigungen und Rissbildungen und sorgt für eine langlebige und stabile Fassade.
6. Auftragen des Putzgrundes
Nachdem die Armierungsschicht getrocknet ist, kann der Putzgrund aufgetragen werden. Dieser muss auf das WDVS abgestimmt sein. Es gibt mineralische, organische oder Silikatputze, deren Wahl von den Projektanforderungen und Untergrundeigenschaften abhängt. Der Putzgrund wird gleichmäßig mit Rolle oder Pinsel aufgetragen. Eine gleichmäßige Schichtdicke ist entscheidend für die optimale Haftung.


7. Auftragen des Oberputzes
Nach dem vollständigen Trocknen der Armierungsschicht und dem Putzgrund wird der Oberputz aufgetragen. Dieser kann in verschiedenen Strukturen und Farben gestaltet werden und verleiht der Fassade ihr endgültiges, ästhetisch ansprechendes Aussehen. Der Oberputz bietet zudem einen zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen.
— VORBEREITUNG & NACHBEREITUNG
Um eine korrekte Installation zu gewährleisten müssen je nach Projekt verschiedene Vor- und Nacharbeiten an Ihrem Haus getätigt werden
Die Installation eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Gewerke, um sicherzustellen, dass das System korrekt installiert wird und keine Risiken für Ihre Fassade oder das WDVS selbst entstehen. Hier sind einige der wesentlichen Aufgaben, die durchgeführt werden müssen:
-
Einbau von Sockelleisten: Im Sockelbereich des Gebäudes werden spezielle Sockelleisten durch das Maurer- oder Fassadenbaugewerbe montiert. Diese Leisten dichten den Übergang zwischen Dämmung und Erdreich ab, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern.
-
Nacharbeiten an Fensterbänken: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade erhöht, müssen Fensterbänke entsprechend angepasst werden. Diese Arbeiten werden von Fensterbauern oder Schreinern ausgeführt, um sicherzustellen, dass die Fensterbänke bündig mit der neuen Fassade abschließen und Wasser sicher abgeleitet wird. Diese Nacharbeiten erfolgen typischerweise nach der Anbringung der Dämmplatten.
-
Nachjustieren von Türen: Durch die zusätzliche Dämmung kann es erforderlich sein, Türen und Fenster nachzujustieren, damit sie weiterhin ordnungsgemäß schließen. Diese Aufgabe wird von Tür- und Fensterbauern durchgeführt und sollte nach der Installation des WDVS erfolgen, um die Funktionalität der Türen und Fenster zu gewährleisten.
-
Abdichtung der Anschlüsse: Alle Anschlüsse und Übergänge, wie an Dachrändern, Fensterrahmen oder im Sockelbereich, müssen von Spezialisten für Abdichtungsarbeiten abgedichtet werden. Dies verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, was entscheidend für die Vermeidung von Schäden an der Fassade und dem WDVS ist. Diese Arbeiten erfolgen im Anschluss an die Installation der Dämmplatten und vor dem Aufbringen der Endbeschichtung.
-
Anpassung an systemfremde Bauteile: Bei der WDVS-Installation müssen systemfremde Bauteile wie Balkone, Vordächer oder Lüftungsschächte berücksichtigt werden. Diese Bauteile müssen von spezialisierten Baugewerken korrekt integriert werden, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Dichtigkeit des Systems zu sichern. Diese Anpassungen erfolgen während der gesamten WDVS-Installation.
-
Anpassung der Dachüberstände: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade vergrößert, müssen Dachüberstände oft angepasst werden, um die Fassade inklusive WDVS vollständig abzudecken und vor Witterung zu schützen. Diese Arbeiten werden von Dachdeckern durchgeführt und finden in der Regel vor oder während der Installation des WDVS statt.
WDVS erweiterte Arbeiten
Erweiterter Dachüberstand
Schutz der Fassade & Dämmung vor Niederschlag
Feuchtigkeitsschutz am Sockel
Schutz der erdberührenden ELemente vor Feuchtigkeit am Sockel
Anschlussfugen am Fenster
Mindestens 3cm überdämmt an Fenster um Wärmebrücken zu verhondern
Lüftung Fenster
Lüftungssystem am Fenster
— DÄMMSTOFFE
Welcher Dämmstoff für Ihr WDVS in Bad Oldesloe?

Drei Plattenwerkstoffe stehen zur Wahl, und weil in Bad Oldesloe sowohl Eigenheime als auch mehrgeschossige Wohnblocks zu dämmen sind, fällt die Antwort je nach Objekt unterschiedlich aus.
EPS ist am Einfamilienhaus der Standard: geringes Gewicht, schnelle Verarbeitung, Wärmeleitgruppe 032 bis 035, sodass 14 bis 16 cm für den geförderten U-Wert genügen. Bei ein- und zweigeschossigen Häusern reichen die üblichen Brandriegel über den Fensteröffnungen aus. Für die große Zahl der Oldesloer Eigenheime ist EPS damit die wirtschaftlich naheliegende Wahl.
Mineralwolle ist nicht brennbar (Baustoffklasse A1), diffusionsoffen und verbessert nebenbei den Schallschutz. Bei den Wohnblocks am Sülzberg, am Lindenkamp oder am Ehmkenberg ist sie unsere Empfehlung — nicht nur wegen des Brandschutzes, sondern auch, weil sich der Mehrpreis auf viele Wohneinheiten verteilt. Ihr höheres Gewicht verlangt eine sorgfältig geplante Verdübelung.
Holzfaser speichert Wärme und Feuchte und ist damit der beste Dämmstoff gegen sommerliche Überhitzung. Sie ist zugleich die teuerste Variante und funktioniert nur in einem durchgängig diffusionsoffenen Systemaufbau. Für Bad Oldesloe als Binnenstadt an der Trave gibt es keine belegte Schlagregen-Beanspruchungsgruppe nach DIN 4108-3; die Bewitterung beurteilen wir deshalb am einzelnen Gebäude.
Auswahlkriterien für den Dämmstoff
-
Wärmedämmleistung (Wärmeleitfähigkeit): Ein niedriger Wert der Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) bedeutet, dass der Dämmstoff eine hohe Dämmwirkung hat. Je niedriger der λ-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Materials.
-
Brandschutz: Je nach Gebäudetyp und Nutzungsart können strenge Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden. Dämmstoffe sind in verschiedene Brandklassen eingeteilt, und die Wahl des richtigen Materials kann entscheidend für die Sicherheit sein.
-
Feuchtigkeitsbeständigkeit: Der Umgang mit Feuchtigkeit variiert teilweise zwischen den Dämmstoffen.
-
Ökologische Aspekte: Für einige Bauherren kann die ökologische Bilanz eines Dämmstoffs eine Rolle spielen. Dies umfasst die Herstellung und die Entsorgung des Dämmstoffes.
-
Kosten: Natürlich spielen die Kosten des Dämmstoffs eine wesentliche Rolle bei der Auswahl.
Übersicht der gängigen Dämmstoffe
-
Expandiertes Polystyrol (EPS) oder auch Styropor:
-
Verwendung: EPS ist der am häufigsten verwendete Dämmstoff in WDVS.
-
Vorteile: Es bietet eine gute Dämmleistung bei relativ geringen Kosten. EPS ist leicht, einfach zu verarbeiten und hat eine lange Lebensdauer.
-
Nachteile: EPS ist brennbar (Brandklasse B1) und erfordert daher zusätzliche Maßnahmen zum Brandschutz. Außerdem ist es nicht umweltfreundlich, da es aus Erdöl gewonnen wird und die Entsorgung problematisch sein kann. Außerdem kann es Feuchtigkeit nicht gut weiterleiten.
-
-
Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle):
-
Verwendung: Mineralwolle wird häufig in Gebäuden eingesetzt, bei denen hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden.
-
Vorteile: Sie ist nicht brennbar (Brandklasse A1) und bietet zudem eine gute Schalldämmung. Mineralwolle kann außerdem besser Feuchtigkeit weiterleiten als z.B. EPS, ohne selbst Schaden zu nehmen.
-
Nachteile: Mineralwolle ist teurer als EPS.
-
-
Polyurethan (PUR):
-
Verwendung: PUR-Dämmstoffe bieten eine sehr hohe Dämmleistung, selbst bei geringer Materialdicke.
-
Vorteile: Sie sind besonders geeignet für Situationen, in denen der Platz begrenzt ist und dennoch eine hohe Dämmwirkung erzielt werden soll. PUR ist feuchtigkeitsbeständig und langlebig.
-
Nachteile: PUR ist ebenfalls brennbar und kann bei der Verbrennung giftige Gase freisetzen. Zudem ist es ein teures Material und hat eine schlechte ökologische Bilanz, da es aus petrochemischen Produkten hergestellt wird.
-
-
Holzfaserplatten:
-
Verwendung: Holzfaserplatten werden häufig in ökologischen Bauprojekten eingesetzt.
-
Vorteile: Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und bieten eine gute Diffusionsoffenheit, was zu einem gesunden Raumklima beiträgt. Sie haben auch gute schallisolierende Eigenschaften.
-
Nachteile: Holzfaserplatten sind weniger effizient in der Wärmedämmung als synthetische Materialien und können im Vergleich teurer sein. Außerdem müssen sie gut vor Feuchtigkeit geschützt werden, da sie sonst Schaden nehmen können.
-
-
Schaumglasplatten
-
Verwendung: Schaumglasplatten werden in Bereichen eingesetzt, wo eine hohe Druckfestigkeit und absolute Feuchtigkeitsresistenz gefordert sind, beispielsweise bei der Dämmung von Flachdächern, Kellerwänden und im Sockelbereich.
-
Vorteile: Schaumglas ist komplett feuchtigkeitsunempfindlich und nicht brennbar (Brandklasse A1). Es bietet eine hervorragende Dämmleistung und ist zudem sehr druckfest, was es ideal für stark belastete Flächen macht. Da es aus recyceltem Glas besteht, hat es auch eine gute ökologische Bilanz und ist resistent gegen Schädlinge und Schimmel.
-
Nachteile: Schaumglasplatten sind vergleichsweise teuer und auch relativ schwer, was die Handhabung und den Einbau erschwert. Außerdem ist das Material spröde, was bei unsachgemäßer Handhabung zu Beschädigungen führen kann.
-
-
Phenol-Hartschaumplatten:
-
Verwendung: Phenol-Hartschaumplatten werden vor allem dort verwendet, wo eine extrem hohe Dämmleistung bei minimaler Materialdicke erforderlich ist, zum Beispiel in Passivhäusern oder bei energetischen Sanierungen mit beengten Platzverhältnissen.
-
Vorteile: Phenol-Hartschaum bietet eine hervorragende Dämmleistung mit einem sehr niedrigen Wärmeleitwert, wodurch schon bei geringer Dicke eine sehr gute Dämmwirkung erzielt wird. Das Material ist schwer entflammbar (Brandklasse B1) und hat eine hohe Druckfestigkeit.
-
Nachteile: Phenol-Hartschaumplatten sind deutlich teurer als viele andere Dämmstoffe und können bei der Verarbeitung spröde sein, was das Handling erschwert. Zudem sind sie nicht diffusionsoffen, was in bestimmten Anwendungen Probleme mit Feuchtigkeitsmanagement verursachen kann.
-
Tabelle der gängigen WDVS Dämmstoffe
Dämmstoff | WLG-Klasse | Brandschutzklasse | Preis pro m² (bei 160 mm) |
|---|---|---|---|
Polystyrol (EPS) | 032-040 | B1 (schwer entflammbar) | 20-25 €/m² |
Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle) | 033-040 | A1 (nicht brennbar) | 38-45 €/m² |
Polyurethan (PUR) | 023-030 | B1 (schwer entflammbar) | 45-55 €/m² |
Holzfaserplatten | 040-045 | B1 (schwer entflammbar) | 50-60 €/m² |
Schaumglasplatten | 035-045 | A1 (nicht brennbar) | 60-80 €/m² |
Phenolharz-Hartschaumplatten | 020-025 | B1 (schwer entflammbar) | 55-70 €/m² |
Der beste Dämmstoff für Ihre WDVS-Dämmung in Bad Oldesloe
Unsere Empfehlung richtet sich nach dem Gebäudetyp. Für das freistehende oder halbfreistehende Einfamilienhaus der Nachkriegsjahre — in Bad Oldesloe der mit Abstand häufigste Fall — ist EPS mit mineralischem Oberputz die richtige Entscheidung: ausreichend leistungsfähig, robust in der Ausführung und deutlich günstiger als die Alternativen. Für die mehrgeschossigen Wohnanlagen der 1960er und 1970er Jahre empfehlen wir ein durchgehendes Mineralwollesystem, weil damit die Brandschutzfrage gelöst ist und die Kosten sich auf viele Parteien verteilen. Holzfaser bleibt die Option für ausgebaute Dachgeschosse mit Hitzeproblem. Was für Ihr Haus wirtschaftlich vorn liegt, zeigen wir Ihnen im Angebot mit beiden Varianten.
— DÄMMSTÄRKE
2. Entscheidung: Wie dick soll Ihre Dämmung sein?
Auch bei der Wahl der richtigen Dämmstärke (Dicke der Dämmung) sollten Sie mehrere Faktoren beachten. Die Dämmstärke beeinflusst direkt die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Fassade, also die Menge an Wärme, die durch die Wände nach außen entweichen kann. Es gibt hier regulatorische Vorschriften auf der einen Seite und Überlegungen aus Kosten- und Bausubstanzaspekten sowie optischen Gesichtspunkten auf der anderen Seite. Die Entscheidungskriterien können wie folgt gegliedert werden:
-
Energetische Anforderungen: Die energetischen Vorgaben der aktuellen Gebäudeenergiegesetze (GEG) legt eine Mindestanforderungen von 0,24 W/(m∙K) an den U-Wert der Fassade fest für eine Förderung muss ein U-Wert von 0,2 W/(m∙K) erreicht werden. Für die häufigsten Dämmstoffe (EPS und Mineralwolle) haben Sie den U-Wert von 0,2 W/(m∙K) meistens bei 16cm Dämmung erreicht. Bei Zellulose oder Holzfaserplatten müssen Sie eher auf 20-24cm gehen. Generell gilt, je niedriger der U-Wert sein soll, desto dicker muss die Dämmung ausfallen. Insbesondere nachhaltige Dämmstoffe wie Holzfasern benötigen sehr dicke Dämmungen.
-
Gebäudetyp und Bauweise: Bei älteren Gebäuden mit schlechterer Grunddämmung kann eine stärkere Dämmung erforderlich sein, um energetische Standards zu erreichen. Bei Neubauten, die bereits auf Energieeffizienz ausgelegt sind, kann eine geringere Dämmstärke ausreichend sein.
-
Ästhetische und bauliche Einschränkungen: Eine dickere Dämmung verändert die Fassadenoptik und kann Einfluss auf Fensterlaibungen, Dachüberstände und andere architektonische Details haben. In engen Straßen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden kann die maximale Dämmstärke baulich begrenzt sein.
-
Kosten-Nutzen-Verhältnis: Eine stärkere Dämmung führt zu höheren Investitionskosten, bringt aber langfristig größere Energieeinsparungen. Es ist wichtig, das optimale Verhältnis zwischen Investitionskosten und Energieeinsparung zu finden.
Ratschlag zur Auswahl der Dämmstärke
Als Faustregel gilt, dass für die meisten Gebäude eine Dämmstärke zwischen 12 und 20 cm ausreichend ist, um moderne energetische Anforderungen zu erfüllen. Für Neubauten oder energetisch optimierte Gebäude können Sie oftmals eine geringere Dämmstärke auswählen, während Sie bei Altbauten oder in extremen Klimazonen lieber eine stärkere Dämmung wählen sollten. Insgesamt sollte die Dämmstärke so gewählt werden, dass sie den besten Kompromiss zwischen Energieeffizienz, Kosten, baulichen Anforderungen und ästhetischen Ansprüchen bietet.
— OPTIK
Gestaltung: So sieht Ihre Fassade in Bad Oldesloe nach dem WDVS aus
Die Wohn- und Geschäftsbauten der 1950er bis 1970er Jahre haben das Stadtbild Bad Oldesloes stark geprägt — und viele von ihnen tragen noch ihre erste Oberfläche. Mit dem WDVS lässt sich das ändern; fünf Punkte sind zu entscheiden:
Struktur: Scheibenputz in feiner Körnung wirkt klar und zeitgemäß, Reibeputz belebt die Fläche. Bei Reihen- und Doppelhäusern sollte die Struktur über die ganze bauliche Einheit gleich bleiben.
Farbe: Der Hellbezugswert sollte 20 nicht unterschreiten, damit die Oberfläche sich nicht zu stark aufheizt. Wer kräftige Töne möchte, braucht ein Farbsystem mit reflektierenden Pigmenten.
Riemchen: Auf Verblendfassaden erhalten dünne Klinkerriemchen den ursprünglichen Charakter. Sie kosten deutlich mehr als Putz, brauchen dafür keinen Anstrich und halten mechanischer Belastung besser stand.
Sockel: Die Zone über dem Gelände bekommt eine druckfeste, wasserabweisende Dämmung mit eigenem Sockelputz. In Grundstücken nahe Trave und Beste setzen wir sie bewusst höher an.
Anschlüsse: Fensterbänke werden verlängert, Rollladenkästen einbezogen, Vordächer und Balkonanschlüsse neu gelöst. Ohne diese Arbeiten bleibt die Fassade Stückwerk.
Liegt Ihr Gebäude im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung für die historische Innenstadt, sind Farbe, Material und Fassadengliederung genehmigungspflichtig. Wir holen die Zustimmung ein, bevor Materialien bestellt werden.

1. WDVS mit weißem Putz
Eine Fassade mit weißem Putz ist die klassische Wahl für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Sie verleiht Ihrer Immobilie ein zeitloses und elegantes Erscheinungsbild, das sich harmonisch in verschiedene architektonische Stile einfügt. Diese Option ist besonders pflegeleicht und bietet gleichzeitig zahlreiche Möglichkeiten, durch verschiedene Putztechniken individuelle Akzente zu setzen.
2. WDVS mit Klinkerriemchen
Wenn Sie den robusten und traditionellen Look von Klinker bevorzugen, bietet das WDVS mit Klinker-Riemchen eine attraktive Option für Sie. Klinker-Riemchen bestehen aus dünnen, etwa 1 bis 2 cm starken Scheiben, die aus echtem Ziegelmaterial gefertigt werden. Klinker-Riemchen sind widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und sorgen für eine langlebige und wartungsarme Fassade.


3. WDVS mit Holzverkleidung
Eine Holzverkleidung auf einem WDVS verbindet moderne Ästhetik mit natürlichem Charme. Diese Option eignet sich besonders für Gebäude, die eine warme und einladende Ausstrahlung haben sollen. Holz verleiht der Fassade ein einzigartiges, organisches Aussehen und kann je nach Wahl der Holzart und Farbe individuell angepasst werden. Durch spezielle Oberflächenbehandlungen bleibt das Holz lange schön und schützt das Gebäude zusätzlich vor äußeren Einflüssen.
— RISIKEN
Risiken eines WDVS in Bad Oldesloe – und wie wir sie vermeiden
Vier Punkte sprechen wir bei jeder Beratung an. Grünbelag: Weil eine gedämmte Wand nachts kaum noch Wärme nach außen gibt, kühlt die Oberfläche stärker aus und trocknet langsamer — an Nordseiten und in schattigen Gärten setzen sich Algen fest. Ein mineralischer Oberputz mit hohem pH-Wert, ein ausreichender Dachüberstand und saubere Tropfkanten wirken hier nachhaltiger als jede spätere Reinigung. Wärmebrücken: Ungedämmte Fensterlaibungen, ausgesparte Rollladenkästen und durchbindende Balkonplatten sorgen dafür, dass die kälteste Stelle nach der Sanierung innen liegt; diese Details lösen wir vor Baubeginn. Brandschutz: Bei EPS gehören Brandriegel aus Mineralwolle dazu, bei den mehrgeschossigen Wohnanlagen zusätzlich über jeder Öffnung. Beschädigungen: In Hauseingängen, an Müllplätzen und Durchfahrten legen wir eine verstärkte Armierung ein — sie hält auch Spechten stand.
Übersicht der Risiken eines WDVS:
-
Wärmebrücken:
-
Ursache: Wärmebrücken entstehen häufig an Stellen, an denen das WDVS unterbrochen ist, wie bei Fenster- und Türanschlüssen oder bei der Befestigung von Bauteilen (z. B. Markisen oder Geländern). Auch unzureichend überlappende Dämmplatten oder fehlerhafte Anbringung können Wärmebrücken verursachen.
-
Folgen: Wärmebrücken führen zu einem erhöhten Wärmeverlust und können zu Kondenswasserbildung zwischen kalten und warmen Bauteilen führen. Dies erhöht das Risiko von Schimmelbildung und verringert die Energieeffizienz des Gebäudes.
-
Vermeidung: Um Wärmebrücken zu vermeiden, ist eine sorgfältige Planung und Ausführung der Anschlüsse und Befestigungspunkte erforderlich. Eine durchgehende Dämmung ohne Unterbrechungen ist essenziell, und alle Übergänge sollten fachgerecht abgedichtet werden.
-
-
Feuchtigkeitsprobleme:
-
Ursache: Feuchtigkeit kann in das WDVS eindringen, wenn es nicht richtig abgedichtet ist, insbesondere an kritischen Punkten wie Anschlüssen, Fugen oder beschädigten Stellen. Auch eine falsche Verarbeitung des Putzes oder der Dämmplatten kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen.
-
Folgen: Eingedrungene Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung und Algenwachstum auf der Fassade führen. Langfristig kann dies die Dämmwirkung vermindern und die Bausubstanz Ihres Gebäudes schädigen.
-
Vermeidung: Um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, müssen alle Fugen, Anschlüsse und Übergänge sorgfältig abgedichtet werden. Zudem sollte die Fassade regelmäßig auf Schäden und undichte Stellen überprüft werden.
-
-
Rissbildungen:
-
Ursache: Risse können durch Bewegungen im Bauwerk, Temperaturschwankungen oder unsachgemäße Verarbeitung des WDVS entstehen. Auch unzureichend angebrachte Dehnungsfugen können zu Rissbildungen führen.
-
Folgen: Risse in der Fassade können nicht nur die Optik beeinträchtigen, sondern auch das Eindringen von Feuchtigkeit ermöglichen, was wiederum Schimmelbildung und eine Beeinträchtigung der Dämmleistung zur Folge haben kann.
-
Vermeidung: Um Rissbildungen vorzubeugen, sollten Bewegungsfugen korrekt eingeplant und ausgeführt werden. Eine fachgerechte Verarbeitung des Putzes und der Dämmplatten ist ebenfalls entscheidend, um Spannungen in der Fassade zu minimieren.
-
-
Algen- und Pilzbefall:
-
Ursache: Algen- und Pilzbefall tritt besonders auf feuchten und schattigen Fassaden auf, die oft schlecht belüftet sind. Dies kann durch anhaltende Feuchtigkeit und fehlende Sonneneinstrahlung begünstigt werden.
-
Folgen: Algen und Pilze beeinträchtigen die Optik der Fassade und können langfristig die Bausubstanz schädigen, wenn sie nicht entfernt werden.
-
Vermeidung: Um Algen- und Pilzbefall zu verhindern, sollten Fassaden mit einem wasserabweisenden und diffusionsoffenen Putz versehen werden. Regelmäßige Reinigung und gegebenenfalls der Einsatz von fungiziden Beschichtungen können das Wachstum von Algen und Pilzen verhindern. Um hierzu mehr zu erfahren, klicken Sie hier.
-
-
Verfärbungen:
-
Ursache: Verfärbungen, insbesondere helle Flecken, können durch punktuelle Wärmebrücken entstehen, die durch die Befestigungselemente des WDVS verursacht werden.
-
Folgen: Diese Flecken beeinträchtigen die ästhetische Erscheinung der Fassade und können ein Hinweis auf ineffiziente Dämmung an diesen Stellen sein.
-
Vermeidung: Die Verwendung von wärmebrückenfreien Befestigungselementen und die richtige Überdeckung der Dämmplatten können Verfärbungen verhindern.
-
-
Ablösungen:
-
Ursache: Unsachgemäß angebrachte Dämmplatten können sich von der Fassade lösen, insbesondere wenn der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet wurde oder ungeeignete Kleber verwendet wurden.
-
Folgen: Ablösungen der Dämmung gefährden die Sicherheit und können zu erheblichen Wärmeverlusten führen. Zudem sind die Reparaturkosten in solchen Fällen oft hoch.
-
Vermeidung: Eine gründliche Vorbereitung des Untergrunds und die Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien sowie die korrekte Anwendung der Befestigungsmethoden sind essenziell, um Ablösungen zu verhindern.
-
— HEIZKOSTENERSPARNISSE
Wie viel Heizkosten spart ein WDVS in Bad Oldesloe?
Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme je Quadratmeter Wandfläche und Kelvin Temperaturdifferenz verloren geht. Bei ungedämmten Außenwänden der Bauzeit um 1960 liegt er häufig bei rund 1,0 W/(m²K); nach einem WDVS mit 16 cm Dämmung bei 0,20 W/(m²K), also bei einem Fünftel. Genau diesen Wert verlangen BAFA und Steuerbonus. Weil Fenster, Dach und Kellerdecke weiterhin Wärme abgeben, bleibt für das gesamte Haus eine Einsparung von 25–30 %.
Konkret gerechnet: Bei 3.500 € Jahresheizkosten für 110 m² Wohnfläche sparen Sie 875 bis 1.050 € pro Jahr. Beim Nachkriegshaus mit 100 m² Fassade und einer Investition von 21.000 bis 33.000 € entspricht das rechnerisch 20 bis 40 Jahren bis zum Ausgleich, Fördermittel noch nicht berücksichtigt. Diese Zahl allein sagt allerdings wenig aus. Entscheidend ist, was passiert, wenn Sie nicht dämmen: Der Putz aus den 1960er Jahren muss trotzdem irgendwann erneuert werden — und diese Kosten fallen dann ohne jede Einsparung an.

— HEIZKOSTENEINSPARUNGEN
Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Heizkosteneinsparungen berechnen?
— VORTEILE UND NACHTEILE
Vor- und Nachteile von einem WDVS
Ein Wärmedämmverbundsystem bietet zahlreiche Vorteile, vor allem in Bezug auf Energieeffizienz, Langlebigkeit der Immobilie und Wohnkomfort. Es kann den Energieverbrauch eines Gebäudes erheblich senken, die Fassade schützen und den Wert Ihrer Immobilie steigern. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, wie hohe Investitionskosten, potenzielle Probleme mit Algenbildung und Feuchtigkeitsproblemen sowie die Schwierigkeit, das System bei denkmalgeschützten Gebäuden einzusetzen. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.
Tabelle: Vor und Nachteile WDVS
Vorteil | Nachteil |
|---|---|
Energieeffizienz: Ein gut installiertes WDVS kann Ihren Energieverbrauch erheblich reduzieren, was zu niedrigeren Heizkosten und weniger CO₂-Emissionen führt. | Kosten und Amortisierung: Die hohen Investitionskosten für das WDVS und die späte Amortisation, die oft erst nach etwa 20 Jahren eintritt, können abschreckend sein. |
Langlebigkeit: Ein WDVS schützt die Fassade vor Witterungseinflüssen und kann die Lebensdauer der Bausubstanz verlängern. | Algenbildung und Feuchtigkeitsprobleme: Durch die thermische Abkopplung des Außenputzes vom Mauerwerk kann es zu Algenbildung kommen, insbesondere wenn keine Schutzmaßnahmen wie Kunstharz mit Biozid getroffen werden. |
Komfort: Die verbesserte Dämmung sorgt für ein angenehmeres und gleichmäßigeres Raumklima. | Recyclingprobleme: Besonders bei Styropor-WDVS ist die Entsorgung problematisch, da es als Sondermüll behandelt werden muss. |
Umweltschutz: Durch die Reduktion des Energieverbrauchs trägt das WDVS zum Klimaschutz bei. | Eingeschränkte Ästhetik: Trotz vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten, sind bestimmte ästhetische Einschränkungen bei der Fassade gegeben, z.B. bei denkmalgeschützten Gebäuden. |
Wertsteigerung: Die energetische Sanierung mit WDVS kann den Wert Ihrer Immobilie steigern und ihre Marktchancen verbessern. | |
Ästhetik: Das WDVS bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade, von Oberputz bis zu Klinker-Optiken und bietet sich an, wenn Sie einen Wechsel der Optik wünschen. |
Für wen macht ein WDVS Sinn:
-
Eigentümer von Altbauten: Wenn Sie Eigentümer eines Altbautes mit geringer Energieeffizienz sind, macht ein WDVS viel Sinn. Hier kann es Ihren Energieverbrauch drastisch senken und den Wohnkomfort erheblich verbessern.
-
Umweltbewusste Bauherren: Wenn Sie viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, können Sie mit einem WDVS Ihren Beitrag dazu leisten Ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Sie können auch ökologische Dämmstoffe wählen, wie z.B. Holzfaserplatten, die aus nachwachsenden Ressourcen gebaut sind.
-
Eigentümer, die gesetzliche Vorschriften erfüllen müssen: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt energetische Standards vor, die oft nur durch eine Außendämmung wie WDVS erreicht werden können.
Wann sollten Sie kein WDVS verbauen:
Ein WDVS macht keinen Sinn bei denkmalgeschützten Gebäuden, Gebäuden, die bereits gut gedämmt sind oder wo die Fassade erst saniert werden muss und für kurzfristige Immobilienbesitzer.
-
Denkmalgeschützte Gebäude: Wenn Ihre Immobilie denkmalgeschützt ist, kann das WDVS problematisch sein, da die Fassaden häufig nicht verändert werden dürfen. Alternativen wie Innendämmung sollten Sie dann in Betracht ziehen.
-
Gebäude mit bereits guter Dämmung: Wenn Ihre Immobilie bereits gut gedämmt ist, könnte der zusätzliche Nutzen eines WDVS relativ gering sein.
-
Kurzfristige Immobilienbesitzer: Für Personen, die ihre Immobilie nur kurzfristig besitzen oder bald verkaufen möchten, lohnen sich die hohen Investitionskosten oft nicht, da die Amortisation der Kosten in der Regel über Jahrzehnte erfolgt. Hier sollten Sie mit einem Makler sprechen, wie wichtig die Energieeffizienzklassen sind.
— DÄMMPFLICHT
Gibt es in Bad Oldesloe eine Dämmpflicht für die Fassade?

Eine Pflicht, bestehende Fassaden zu dämmen, gibt es in Bad Oldesloe nicht. Weder die Stadt noch der Kreis Stormarn noch das Land Schleswig-Holstein schreiben so etwas vor. Was gilt, ist das Gebäudeenergiegesetz des Bundes — und es greift nur, wenn Sie ohnehin an der Wand arbeiten: Sobald mehr als 10 % der Fläche eines Außenwandbauteils erneuert werden, muss dieses Bauteil anschließend höchstens 0,24 W/(m²K) erreichen (GEG Anlage 7). Das großflächige Abschlagen und Neuaufziehen von Putz löst diese Anforderung aus, ein Anstrich nicht. Im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung für die historische Innenstadt kann die Stadt eine Außendämmung im Einzelfall untersagen; dann bleibt die Anforderung an der Außenwand außen vor.
— DÄMMUNG NORD
Ihre Vorteile mit Dämmung Nord:

Schneller & professioneller Service
Antworten innerhalb von 24 Stunden, kostenlose Inspektion innerhalb von einer Woche und Dämmung innerhalb von 30 Tagen.

Kompetenz, Weitsicht und Erfahrung
Ca. 720 Häuserdämmungen pro Jahr. Wir sind vor Ort mit Standorten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen.

Experten aus dem Handwerk
Vielseitiges Team aus Experten der energetischen Sanierung, Dachdeckerei, Fensterbau, Zimmerei und Industrieisolierer für eine ganzheitliche Lösung.
— WETTER
Klima in Bad Oldesloe: Was es für Ihre Fassadendämmung bedeutet
Bad Oldesloe liegt an der Trave, etwa mittig zwischen Hamburg und Lübeck, und damit im Binnenland. Die pauschale Zuordnung Schleswig-Holsteins zur höchsten Schlagregen-Beanspruchungsgruppe nach DIN 4108-3 gilt ausdrücklich nur für die Küstenregionen und trifft auf die Kreisstadt nicht zu; eine eigene, belegte Einstufung für Bad Oldesloe oder den Kreis Stormarn existiert nicht. Deshalb finden Sie auf dieser Seite keine Niederschlags- oder Windzahlen — wir arbeiten mit dem, was am Gebäude nachprüfbar ist.
Bauphysikalisch relevanter ist ohnehin die unmittelbare Umgebung: Wie frei steht das Haus, wie nah stehen Bäume, wo bleibt Wasser stehen? Die historische Altstadt liegt inselartig zwischen Trave und Beste, und in dieser Lage achten wir besonders auf die Ausbildung des Sockels: druckfeste Perimeterdämmung, wasserabweisender Sockelputz und ein Anschluss, der oberhalb der Spritzwasserzone endet. Welche Details bei Ihrem Objekt entscheidend sind, halten wir bei der kostenlosen Vor-Ort-Prüfung fest.
— ANGEBOT ANFRAGEN

1. Angebot kostenlos und unverbindlich anfragen.
Nachdem Sie Ihre Anfrage abgeschickt haben, melden sich unsere Berater innerhalb 24 Stunden, um Ihr Vorhaben zu besprechen.
In 3 Schritten zu Ihrer Fassadendämmung
2. Unser regionales Expertenteam berät Sie persönlich.
Wir besuchen Sie, um Ihre Immobilie auf Durchführbarkeit und mögliche Risiken zu prüfen und gemeinsam den passenden Dämmstoff und Optik für Ihr Vorhaben auszuwählen.


3. Wir installieren das WDVS
Unser regionales Handwerksteam installiert Ihr WDVS. Ab jetzt können Sie im Winter Heizkosten sparen und im Sommer einen kühlen Wohnraum genießen.
— BEWERTUNGEN
Kunden berichten über Ihre Erfahrungen mit Dämmung Nord - transparent & einsehbar auf Google
— UNSERE DÄMMUNGEN
Fassadendämmung in Bad Oldesloe: unser Einsatzgebiet
Bad Oldesloe betreuen wir vom Standort Schleswig-Holstein aus. Die Kernstadt sowie die Ortsteile Blumendorf, Rethwischfeld, Sehmsdorf, Poggensee und die Fresenburger Siedlungen liegen im regulären Fahrtgebiet; Aufmaß, Gerüst, Ausführung und Abnahme kommen von einem Ansprechpartner. Bundesweit führen wir rund 750 Dämmungen im Jahr aus.
Für die anderen Bauteile gibt es eigene Seiten: Einblasdämmung in Bad Oldesloe bei zweischaligem Mauerwerk, Dachbodendämmung in Bad Oldesloe für die oberste Geschossdecke und Dachdämmung in Bad Oldesloe für das ausgebaute Dachgeschoss.
Stadtteile in Bad Oldesloe: Bauformen und Eignung für WDVS
Stadtteil | Typische Bauform und Eignung für WDVS |
|---|---|
Altstadt zwischen Trave und Beste | Historischer Kern der Kreisstadt; Erhaltungs- und Gestaltungssatzung von 1990, Fassadengestaltung genehmigungspflichtig |
Wohngebiete um die Trave | Nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Quartiere mit Wohnblocks der 1960er Jahre; WDVS meist als Maßnahme der Eigentümergemeinschaft |
Blumendorf | Ehemaliger Gutsbezirk, 1928 eingegliedert; dörflich geprägter Ortsteil mit Einzelhäusern, Wandaufbau am Objekt zu prüfen |
Rethwischfeld | 1972 eingegliederte ehemalige Gemeinde; ländliche Bebauung, freistehende Häuser als typischer WDVS-Fall |
Sehmsdorf | 1976 eingegliedert, kleinteilige Ortsstruktur; keine Gestaltungsvorgaben, Farbwahl an der Nachbarbebauung orientieren |
Poggensee | Dorf mit dörflichem Charakter am Naturfreibad; überwiegend Eigenheime, Sockelausbildung wegen Gewässernähe großzügig planen |
Über den Autor:

Autor: Mate Rumstein - Bauleiter
Mate Rumstein verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung als Industrieisolierer und hat in dieser Zeit zahlreiche Projekte unterschiedlicher Größen geleitet. Seine Karriere startete er als Bauleiter bei RS Isolierung GmbH, bevor er als Isolierer und Bauleiter zur A.S. Dämmtechnik GmbH in Hamburg wechselte. Dort spezialisierte er sich auf Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierungen. Über die Jahre hat Mate Rumstein umfassende Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Dämmung erworben und gilt als zuverlässiger Experte in seinem Fachgebiet.
— VERZEICHNIS
Leistungen & Wissenswertes
Unsere Leistungen
Über Einblasdämmung & Dämmung Nord
— VERZEICHNIS

.png)
.png)
.png)



