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WDVS-Fassadendämmung in Geesthacht vom Fachbetrieb

Geesthacht

Offizieller Handwerkspartner der Wohnungswirtschaft

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Mitglied im Fachverband für Einblasdämmung

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— ZUSAMMENGEFASST

Das Wichtigste zur WDVS-Dämmung in Geesthacht auf einen Blick

WDVS Dämmung
  • Kosten: Zwischen 210 und 330 € kostet der Quadratmeter Fassade, Förderanteil von 20 % bereits berücksichtigt (Stand: September 2026). Für 100 m² Fassade sind das 21.000 bis 33.000 €.

  • Passt das zu Ihrem Haus?: 36,3 % der 7.459 Geesthachter Wohngebäude stammen aus 1949–1978, 21,0 % sogar aus der Zeit vor 1949. Bei einschaliger Wand oder schadhaftem Putz ist das WDVS die Maßnahme.

  • Was es bringt: 25–30 % weniger Heizenergie, dazu eine geschlossene Dämmebene bis in die Laibungen und eine Fassade, die nach Jahrzehnten wieder Wasser abweist.

  • Förderung: Geesthacht zahlt keinen eigenen Dämm-Zuschuss, das Landesprogramm für Bürgerinnen und Bürger ist seit 2023 gestoppt. Es bleiben IB.SH-Darlehen ab 15.000 € und die Bundesförderung.

  • So läuft es ab: Vor-Ort-Prüfung, Gerüst, Untergrund vorbereiten, Dämmplatten kleben und dübeln, Armierungsschicht, Oberputz oder Riemchen — bei einem Reihenhaus meist eine bis zwei Wochen.

Inhalt

Inhaltsangabe

DÄMMUNG

Was die WDVS-Dämmung in Geesthacht besonders macht

Geesthacht hat einen für das Hamburger Umland ungewöhnlich alten Bestand: 8,9 % der 7.459 Gebäude mit Wohnraum stammen aus der Zeit vor 1919, weitere 12,1 % aus 1919–1948. Der größte Block bleibt mit 36,3 % die Zeit von 1949 bis 1978, gefolgt von je 15,4 % in den Jahren bis 1990 und bis 2000 (Zensus 2022). Nur 35,0 % der Gebäude sind freistehende Einfamilienhäuser, die Stadt ist also dichter bebaut als das Umland — Reihenhäuser, Doppelhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser prägen das Bild.


Für die Wahl der Maßnahme zählt der Wandaufbau, nicht das Baujahr allein. Zweischaliges Mauerwerk mit Hohlschicht lässt sich für 25–45 €/m² über die Einblasdämmung in Geesthacht füllen; ob eine nutzbare Luftschicht vorhanden ist, klären wir mit einer Bohrung. Bei massiven Wänden ohne Hohlraum, bei rissigem Putz oder wenn ohnehin ein Gerüst stehen muss, ist das Wärmedämmverbundsystem die Lösung, die Dämmung und neue Oberfläche in einem Arbeitsgang liefert.


Die Stadtteile stellen unterschiedliche Aufgaben. In Düneberg stehen Teile der Werkssiedlung der früheren Pulverfabrik, ab 1886 errichtet und bis 1914 erweitert — massiver, über hundert Jahre alter Bestand, bei dem wir den Untergrund besonders sorgfältig prüfen. Die Altstadt wurde nach der Brandkatastrophe von 1928 wieder aufgebaut, Krümmel ist ein dicht besiedelter, von der Industriegeschichte geprägter Ortsteil an der Elbe, und Grünhof-Tesperhude ist ländlich geblieben.


Ein Stadtteil fällt bewusst heraus: Heinrichshof entstand ab 2001 als ökologische Siedlung im Niedrigenergiehaus-Standard. Dort besteht in aller Regel kein Nachrüstbedarf an der Fassade. Eine Gestaltungs- oder Erhaltungssatzung führt die Ortsrechtssammlung der Stadt nicht; Vorgaben können aber in einzelnen Bebauungsplänen stehen.

— ERKLÄRUNG

Wie funktioniert die Dämmung Ihrer Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)?

Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die häufigste und effizienteste Methode, um Ihre Fassade zu dämmen (vorausgesetzt, Sie haben keine Hohlschicht im Mauerwerk, wenn Sie eine Hohlschicht haben, schauen Sie hier). Das Verfahren wird seit den 1970er Jahren erfolgreich in Deutschland eingesetzt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Der Aufbau besteht aus mehreren Schichten, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Unten finden Sie eine Grafik eines typischen Aufbaus inklusive der jeweiligen Funktion.

Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems

Aufbau WDVS

Erläuterung Bestandteile WDVS

  • Dämmplatten: Diese bilden das Herzstück des Systems und bestehen meist aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie werden direkt auf die Außenwand des Gebäudes geklebt oder mechanisch befestigt.

  • Kleber: Der Kleber sorgt für die sichere und dauerhafte Befestigung der Dämmplatten am Untergrund. Abhängig von der Beschaffenheit der Fassade wird er entweder punktuell oder vollflächig aufgetragen.

  • Dübel: Zur zusätzlichen Stabilisierung der Dämmplatten werden spezielle Dübel verwendet, die die Platten mechanisch verankern und so die Langlebigkeit des Systems erhöhen.

  • Armierungsschicht: Diese Schicht besteht aus einem Armierungsmörtel, in den ein Armierungsgewebe eingebettet ist. Sie schützt das System vor mechanischen Schäden und verhindert die Bildung von Rissen.

  • Oberputz: Der abschließende Oberputz gibt der Fassade ihr endgültiges Aussehen und bietet zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. Er kann in unterschiedlichen Strukturen und Farben gestaltet werden, um den optischen Ansprüchen gerecht zu werden.

— KOSTEN

Wie teuer ist ein WDVS in Geesthacht?

Was den Quadratmeterpreis bewegt, lässt sich in Geesthacht an fünf Punkten festmachen. Der Untergrund steht an erster Stelle: Bei Werkssiedlungshäusern und Altbauten ist häufig alter Zementputz zu entfernen und der Untergrund zu festigen, was bei einem Haus der 1970er Jahre entfällt. Zweitens die Bauform — eine glatte Reihenhauszeile ist pro Quadratmeter günstiger als ein Einzelhaus mit vielen Ecken, weil Gerüst und Zuschnitt effizienter sind. Drittens die Fenster: Werden sie mitgetauscht, sitzen sie danach in der Dämmebene; das kostet mehr, beseitigt aber die Wärmebrücke an der Laibung dauerhaft. Viertens der Dachüberstand, der oft verlängert werden muss. Fünftens die Oberfläche: Riemchen liegen deutlich über einem Scheibenputz, halten dafür Jahrzehnte ohne Anstrich.

Position

Preis pro m² WDVS Dämmung

Kosten für ein Haus mit 100 m² Fassadenfläche

Gerüst

Ab 22 €/m²

2.200 €

Dämmstoff

Ab 29 €/m²

2.900 €

Putz

Ab 36 €/m²

3.600 €

Arbeitslohn

Ab 123 €/m²

12.300 €

Gesamt

210-330 €/m²

21.000 € - 33.000 €


Tabelle: Übersicht Kosten der einzelnen WDVS Bestandteile & Kosten für 100m² WDVS Dämmung

Fazit: Wie teuer ist ein WDVS

Rechnen Sie in Geesthacht mit 210 bis 330 € pro Quadratmeter Fassade für eine Standardausführung aus EPS oder Mineralwolle, 14 bis 16 cm Dämmstärke und mineralischem Oberputz. Beim Reihen- oder Doppelhaus mit 100 m² Fassade ergibt das 21.000 bis 33.000 €. Weil es keinen kommunalen Zuschuss gibt, bleibt es bei der bereits eingerechneten Bundesförderung. Wie sich dieser Preis auf Gerüst, Untergrundvorbereitung, Dämmstärke und Oberfläche verteilt, lesen Sie in unserer WDVS-Kostenübersicht nach.


Alle Preisangaben verstehen sich inkl. 20 % Förderung als unverbindliche Richtwerte. Den exakten Preis erhalten Sie nach einem kostenlosen Vor-Ort-Termin.

— KOSTENRECHNER

Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Kosten berechnen?

— FÖRDERUNG

Welche Förderung gibt es für WDVS in Geesthacht?

Statistic calculating

Auf kommunaler Ebene ist die Auskunft ernüchternd, aber eindeutig: Die Stadt Geesthacht hat kein eigenes Zuschussprogramm für Dämmmaßnahmen, und auch der Kreis Herzogtum Lauenburg fördert private Sanierungen nicht. Das Landesprogramm „Klimaschutz für Bürgerinnen und Bürger“, auf das das städtische Bürgerportal noch verweist, ist seit dem Jahr 2023 gestoppt und wurde nicht neu aufgelegt — wir führen es hier nur auf, damit niemand darauf plant. Die städtische Gründach-Richtlinie fördert Dachbegrünung, nicht die Fassade. Bleibt die Landesebene: Die IB.SH vergibt mit Immofix und Immoflex Modernisierungsdarlehen ab 15.000 €, ohne dass ein bestimmter Energiestandard erreicht werden muss.


Die Bundesförderung läuft über zwei Wege, die sich für dieselbe Maßnahme ausschließen. Über den Steuerbonus nach § 35c EStG setzen Sie 20 % der Kosten für Material und Arbeitsleistung ab, verteilt auf drei Jahre (7 %, 7 %, 6 %) und höchstens 40.000 € je Objekt. Über die BAFA-Bundesförderung für effiziente Gebäude erhalten Sie 15 % Zuschuss auf förderfähige Kosten bis 30.000 € je Wohneinheit; der iSFP-Bonus von 5 % greift seit dem 21. Juli 2026 erst oberhalb dieser Schwelle und nur auf den darüberliegenden Kostenanteil. Beide Wege setzen einen U-Wert von höchstens 0,20 W/(m²K) für die gedämmte Außenwand voraus und verlangen den Antrag vor Beginn der Arbeiten. Eine Gegenüberstellung finden Sie auf unserer Seite zur Förderung für WDVS.

— DAS VERFAHREN

Wie wird das WDVS auf Ihre Fassade installiert?

Untergrund Vorbereiten

1. Vorbereitung des Untergrunds

Der Untergrund auf Ihrer Fassade muss sorgfältig vorbereitet werden, um eine optimale Haftung der Dämmplatten zu gewährleisten. Dies umfasst das Entfernen loser Teile sowie die Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung von Fensterbänken, Brüstungsabdeckungen und Dachüberständen. Unebenheiten werden ausgeglichen, und Fassade wird gründlich gereinigt, um Staub und Schmutz zu entfernen. 

2. Auftragen des Klebers 

Die Dämmplatten werden mit einem speziellen, hochleistungsfähigen Kleber auf die vorbereitete Fassade aufgebracht. Je nach Beschaffenheit der Fassade erfolgt der Kleberauftrag punktuell oder vollflächig. 

Auftragen Kleber
Anbringen Dämmplatten

3. Anbringen der Dämmplatten  

Die Dämmplatten sind in den frischen Klebemörtel einzusetzen und sorgfältig auszurichten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Platten fest anliegen und keine Hohlräume entstehen. Die Platten sind im Verbund zu kleben, um eine durchgehende Dämmschicht zu gewährleisten. Durch ein passgenaues und dicht aneinandergefügtes Einsetzen werden Wärmebrücken vermieden. 

4. Verdübeln der Dämmplatten  

Zur zusätzlichen Sicherung werden die Dämmplatten mit speziellen Dübeln mechanisch befestigt. Diese Maßnahme erhöht die Stabilität und Sicherheit des Systems, insbesondere bei hohen Gebäuden oder stark beanspruchten Fassaden. 

Verdübeln Dämmplatten
Auftragen Amierungsschicht

5. Aufbringen der Armierungsschicht  

Auf die befestigten Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aufgetragen. Diese besteht aus einem hochwertigen Armierungsmörtel, in den ein robustes Armierungsgewebe eingebettet wird. Diese Schicht schützt das WDVS vor mechanischen Beschädigungen und Rissbildungen und sorgt für eine langlebige und stabile Fassade. 

6. Auftragen des Putzgrundes  

Nachdem die Armierungsschicht getrocknet ist, kann der Putzgrund aufgetragen werden. Dieser muss auf das WDVS abgestimmt sein. Es gibt mineralische, organische oder Silikatputze, deren Wahl von den Projektanforderungen und Untergrundeigenschaften abhängt. Der Putzgrund wird gleichmäßig mit Rolle oder Pinsel aufgetragen. Eine gleichmäßige Schichtdicke ist entscheidend für die optimale Haftung.

Auftragen des Putzgrundes
Auftragen Oberputz

7. Auftragen des Oberputzes

Nach dem vollständigen Trocknen der Armierungsschicht und dem Putzgrund wird der Oberputz aufgetragen. Dieser kann in verschiedenen Strukturen und Farben gestaltet werden und verleiht der Fassade ihr endgültiges, ästhetisch ansprechendes Aussehen. Der Oberputz bietet zudem einen zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. 

Lassen Sie sich von einem unserer Experten vor Ort beraten:

— VORBEREITUNG & NACHBEREITUNG

Um eine korrekte Installation zu gewährleisten müssen je nach Projekt verschiedene Vor- und Nacharbeiten an Ihrem Haus getätigt werden

Die Installation eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Gewerke, um sicherzustellen, dass das System korrekt installiert wird und keine Risiken für Ihre Fassade oder das WDVS selbst entstehen. Hier sind einige der wesentlichen Aufgaben, die durchgeführt werden müssen:

  • Einbau von Sockelleisten: Im Sockelbereich des Gebäudes werden spezielle Sockelleisten durch das Maurer- oder Fassadenbaugewerbe montiert. Diese Leisten dichten den Übergang zwischen Dämmung und Erdreich ab, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern. 

  • Nacharbeiten an Fensterbänken: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade erhöht, müssen Fensterbänke entsprechend angepasst werden. Diese Arbeiten werden von Fensterbauern oder Schreinern ausgeführt, um sicherzustellen, dass die Fensterbänke bündig mit der neuen Fassade abschließen und Wasser sicher abgeleitet wird. Diese Nacharbeiten erfolgen typischerweise nach der Anbringung der Dämmplatten.

  • Nachjustieren von Türen: Durch die zusätzliche Dämmung kann es erforderlich sein, Türen und Fenster nachzujustieren, damit sie weiterhin ordnungsgemäß schließen. Diese Aufgabe wird von Tür- und Fensterbauern durchgeführt und sollte nach der Installation des WDVS erfolgen, um die Funktionalität der Türen und Fenster zu gewährleisten.

  • Abdichtung der Anschlüsse: Alle Anschlüsse und Übergänge, wie an Dachrändern, Fensterrahmen oder im Sockelbereich, müssen von Spezialisten für Abdichtungsarbeiten abgedichtet werden. Dies verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, was entscheidend für die Vermeidung von Schäden an der Fassade und dem WDVS ist. Diese Arbeiten erfolgen im Anschluss an die Installation der Dämmplatten und vor dem Aufbringen der Endbeschichtung.

  • Anpassung an systemfremde Bauteile: Bei der WDVS-Installation müssen systemfremde Bauteile wie Balkone, Vordächer oder Lüftungsschächte berücksichtigt werden. Diese Bauteile müssen von spezialisierten Baugewerken korrekt integriert werden, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Dichtigkeit des Systems zu sichern. Diese Anpassungen erfolgen während der gesamten WDVS-Installation.

  • Anpassung der Dachüberstände: Da das WDVS die Dicke Ihrer Fassade vergrößert, müssen Dachüberstände oft angepasst werden, um die Fassade inklusive WDVS vollständig abzudecken und vor Witterung zu schützen. Diese Arbeiten werden von Dachdeckern durchgeführt und finden in der Regel vor oder während der Installation des WDVS statt.

WDVS erweiterte Arbeiten

Erweiterter Dachüberstand

Schutz der Fassade & Dämmung vor Niederschlag

Feuchtigkeitsschutz am Sockel

Schutz der erdberührenden ELemente vor Feuchtigkeit am Sockel

Anschlussfugen am Fenster

Mindestens 3cm überdämmt an Fenster um Wärmebrücken zu verhondern

Lüftung Fenster

Lüftungssystem am Fenster

— DÄMMSTOFFE

Welcher Dämmstoff für Ihr WDVS in Geesthacht?

WDVS Dämmung Hochhaus.jpg

Drei Plattenwerkstoffe stehen zur Auswahl, und in Geesthacht entscheidet vor allem die Bauform darüber, welcher passt: Reihenhauszeile, Werkssiedlungshaus oder Mehrfamilienhaus stellen unterschiedliche Anforderungen.


EPS ist der Preis-Leistungs-Standard. Mit Wärmeleitgruppe 032 bis 035 reichen 14 bis 16 cm für den geförderten U-Wert, das Material ist leicht und lässt sich auch in engen Reihenhaus-Zwischenräumen sauber verarbeiten. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist der Brandschutz mit Riegeln über den Fensteröffnungen abgedeckt.


Mineralwolle gehört zur Baustoffklasse A1, brennt also nicht, ist diffusionsoffen und verbessert nebenbei den Schallschutz zwischen dicht stehenden Häusern. Für die Mehrfamilienhäuser der Nachkriegszeit ist sie in Geesthacht die richtige Wahl. Sie kostet mehr und ist schwerer, was sich in der Dübelplanung niederschlägt.


Holzfaser ist der Werkstoff für Wände, die Feuchte aufnehmen und wieder abgeben sollen. Bei den alten, massiv gemauerten Werkssiedlungshäusern in Düneberg mit ihren oft unbekannten Wandaufbauten ist ein kapillaraktiver, diffusionsoffener Aufbau bauphysikalisch die sicherste Variante — allerdings auch die teuerste.

Auswahlkriterien für den Dämmstoff

  1. Wärmedämmleistung (Wärmeleitfähigkeit): Ein niedriger Wert der Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) bedeutet, dass der Dämmstoff eine hohe Dämmwirkung hat. Je niedriger der λ-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Materials.

  2. Brandschutz: Je nach Gebäudetyp und Nutzungsart können strenge Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden. Dämmstoffe sind in verschiedene Brandklassen eingeteilt, und die Wahl des richtigen Materials kann entscheidend für die Sicherheit sein.

  3. Feuchtigkeitsbeständigkeit: Der Umgang mit Feuchtigkeit variiert teilweise zwischen den Dämmstoffen. 

  4. Ökologische Aspekte: Für einige Bauherren kann die ökologische Bilanz eines Dämmstoffs eine Rolle spielen. Dies umfasst die Herstellung und die Entsorgung des Dämmstoffes.

  5. Kosten: Natürlich spielen die Kosten des Dämmstoffs eine wesentliche Rolle bei der Auswahl.

Übersicht der gängigen Dämmstoffe

  1. Expandiertes Polystyrol (EPS) oder auch Styropor:

    • Verwendung: EPS ist der am häufigsten verwendete Dämmstoff in WDVS.

    • Vorteile: Es bietet eine gute Dämmleistung bei relativ geringen Kosten. EPS ist leicht, einfach zu verarbeiten und hat eine lange Lebensdauer.

    • Nachteile: EPS ist brennbar (Brandklasse B1) und erfordert daher zusätzliche Maßnahmen zum Brandschutz. Außerdem ist es nicht umweltfreundlich, da es aus Erdöl gewonnen wird und die Entsorgung problematisch sein kann. Außerdem kann es Feuchtigkeit nicht gut weiterleiten.

  2. Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle):

    • Verwendung: Mineralwolle wird häufig in Gebäuden eingesetzt, bei denen hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden.

    • Vorteile: Sie ist nicht brennbar (Brandklasse A1) und bietet zudem eine gute Schalldämmung. Mineralwolle kann außerdem besser Feuchtigkeit weiterleiten als z.B. EPS, ohne selbst Schaden zu nehmen.

    • Nachteile: Mineralwolle ist teurer als EPS. 

  3. Polyurethan (PUR):

    • Verwendung: PUR-Dämmstoffe bieten eine sehr hohe Dämmleistung, selbst bei geringer Materialdicke.

    • Vorteile: Sie sind besonders geeignet für Situationen, in denen der Platz begrenzt ist und dennoch eine hohe Dämmwirkung erzielt werden soll. PUR ist feuchtigkeitsbeständig und langlebig.

    • Nachteile: PUR ist ebenfalls brennbar und kann bei der Verbrennung giftige Gase freisetzen. Zudem ist es ein teures Material und hat eine schlechte ökologische Bilanz, da es aus petrochemischen Produkten hergestellt wird.

  4. Holzfaserplatten:

    • Verwendung: Holzfaserplatten werden häufig in ökologischen Bauprojekten eingesetzt.

    • Vorteile: Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und bieten eine gute Diffusionsoffenheit, was zu einem gesunden Raumklima beiträgt. Sie haben auch gute schallisolierende Eigenschaften.

    • Nachteile: Holzfaserplatten sind weniger effizient in der Wärmedämmung als synthetische Materialien und können im Vergleich teurer sein. Außerdem müssen sie gut vor Feuchtigkeit geschützt werden, da sie sonst Schaden nehmen können.

  5. Schaumglasplatten

    • Verwendung: Schaumglasplatten werden in Bereichen eingesetzt, wo eine hohe Druckfestigkeit und absolute Feuchtigkeitsresistenz gefordert sind, beispielsweise bei der Dämmung von Flachdächern, Kellerwänden und im Sockelbereich.

    • Vorteile: Schaumglas ist komplett feuchtigkeitsunempfindlich und nicht brennbar (Brandklasse A1). Es bietet eine hervorragende Dämmleistung und ist zudem sehr druckfest, was es ideal für stark belastete Flächen macht. Da es aus recyceltem Glas besteht, hat es auch eine gute ökologische Bilanz und ist resistent gegen Schädlinge und Schimmel.

    • Nachteile: Schaumglasplatten sind vergleichsweise teuer und auch relativ schwer, was die Handhabung und den Einbau erschwert. Außerdem ist das Material spröde, was bei unsachgemäßer Handhabung zu Beschädigungen führen kann.

  6. Phenol-Hartschaumplatten:

    • Verwendung: Phenol-Hartschaumplatten werden vor allem dort verwendet, wo eine extrem hohe Dämmleistung bei minimaler Materialdicke erforderlich ist, zum Beispiel in Passivhäusern oder bei energetischen Sanierungen mit beengten Platzverhältnissen.

    • Vorteile: Phenol-Hartschaum bietet eine hervorragende Dämmleistung mit einem sehr niedrigen Wärmeleitwert, wodurch schon bei geringer Dicke eine sehr gute Dämmwirkung erzielt wird. Das Material ist schwer entflammbar (Brandklasse B1) und hat eine hohe Druckfestigkeit.

    • Nachteile: Phenol-Hartschaumplatten sind deutlich teurer als viele andere Dämmstoffe und können bei der Verarbeitung spröde sein, was das Handling erschwert. Zudem sind sie nicht diffusionsoffen, was in bestimmten Anwendungen Probleme mit Feuchtigkeitsmanagement verursachen kann.

Tabelle der gängigen WDVS Dämmstoffe

Dämmstoff

WLG-Klasse

Brandschutzklasse

Preis pro m² (bei 160 mm)

Polystyrol (EPS)

032-040

B1 (schwer entflammbar)

20-25 €/m²

Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle)

033-040

A1 (nicht brennbar)

38-45 €/m²

Polyurethan (PUR)

023-030

B1 (schwer entflammbar)

45-55 €/m²

Holzfaserplatten

040-045

B1 (schwer entflammbar)

50-60 €/m²

Schaumglasplatten

035-045

A1 (nicht brennbar)

60-80 €/m²

Phenolharz-Hartschaumplatten

020-025

B1 (schwer entflammbar)

55-70 €/m²


Der beste Dämmstoff für Ihre WDVS-Dämmung in Geesthacht

Für Reihen- und Doppelhäuser der Baujahre 1949 bis 1978, den häufigsten Fall in Geesthacht, empfehlen wir EPS in 14 bis 16 cm mit mineralischem Oberputz: geförderter U-Wert von 0,20 W/(m²K), überschaubare Kosten, unkomplizierter Brandschutz. Bei Mehrfamilienhäusern raten wir zu Mineralwolle, weil dort Brandschutz und Schallschutz zusammen den Ausschlag geben. Für den Vorkriegsbestand in Düneberg und der Altstadt gilt eine andere Regel: Erst den Wandaufbau und die Feuchtesituation klären, dann den Dämmstoff wählen — bei Unsicherheiten ist Holzfaser die Variante, die Fehler am ehesten verzeiht. Diese Einschätzung treffen wir nicht am Telefon, sondern nach der Prüfung vor Ort.

— DÄMMSTÄRKE

2. Entscheidung: Wie dick soll Ihre Dämmung sein?

Auch bei der Wahl der richtigen Dämmstärke (Dicke der Dämmung) sollten Sie mehrere Faktoren beachten. Die Dämmstärke beeinflusst direkt die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Fassade, also die Menge an Wärme, die durch die Wände nach außen entweichen kann. Es gibt hier regulatorische Vorschriften auf der einen Seite und Überlegungen aus Kosten- und Bausubstanzaspekten sowie optischen Gesichtspunkten auf der anderen Seite. Die Entscheidungskriterien können wie folgt gegliedert werden:

  1. Energetische Anforderungen: Die energetischen Vorgaben der aktuellen Gebäudeenergiegesetze (GEG) legt eine Mindestanforderungen von 0,24 W/(m∙K) an den U-Wert der Fassade fest für eine Förderung muss ein U-Wert von 0,2 W/(m∙K) erreicht werden. Für die häufigsten Dämmstoffe (EPS und Mineralwolle) haben Sie den U-Wert von 0,2 W/(m∙K) meistens bei 16cm Dämmung erreicht. Bei Zellulose oder Holzfaserplatten müssen Sie eher auf 20-24cm gehen. Generell gilt, je niedriger der U-Wert sein soll, desto dicker muss die Dämmung ausfallen. Insbesondere nachhaltige Dämmstoffe wie Holzfasern benötigen sehr dicke Dämmungen.

  2. Gebäudetyp und Bauweise: Bei älteren Gebäuden mit schlechterer Grunddämmung kann eine stärkere Dämmung erforderlich sein, um energetische Standards zu erreichen. Bei Neubauten, die bereits auf Energieeffizienz ausgelegt sind, kann eine geringere Dämmstärke ausreichend sein.

  3. Ästhetische und bauliche Einschränkungen: Eine dickere Dämmung verändert die Fassadenoptik und kann Einfluss auf Fensterlaibungen, Dachüberstände und andere architektonische Details haben. In engen Straßen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden kann die maximale Dämmstärke baulich begrenzt sein.

  4. Kosten-Nutzen-Verhältnis: Eine stärkere Dämmung führt zu höheren Investitionskosten, bringt aber langfristig größere Energieeinsparungen. Es ist wichtig, das optimale Verhältnis zwischen Investitionskosten und Energieeinsparung zu finden.

Ratschlag zur Auswahl der Dämmstärke

Als Faustregel gilt, dass für die meisten Gebäude eine Dämmstärke zwischen 12 und 20 cm ausreichend ist, um moderne energetische Anforderungen zu erfüllen. Für Neubauten oder energetisch optimierte Gebäude können Sie oftmals eine geringere Dämmstärke auswählen, während Sie bei Altbauten oder in extremen Klimazonen lieber eine stärkere Dämmung wählen sollten. Insgesamt sollte die Dämmstärke so gewählt werden, dass sie den besten Kompromiss zwischen Energieeffizienz, Kosten, baulichen Anforderungen und ästhetischen Ansprüchen bietet. 

— OPTIK

Gestaltung: So sieht Ihre Fassade in Geesthacht nach dem WDVS aus

Ein WDVS verändert das Erscheinungsbild eines Hauses grundlegend — bei Reihenhauszeilen lohnt es sich deshalb, die Gestaltung mit den Nachbarn abzustimmen. Diese Punkte legen wir fest:


  • Putzstruktur: Feiner Scheibenputz wirkt modern und zurückhaltend, gröbere Reibeputze verzeihen kleine Unebenheiten im Untergrund besser.

  • Farbe: Unter einem Hellbezugswert von 20 heizt sich die Oberfläche im Sommer zu stark auf, es drohen Spannungsrisse. Kräftige Töne gehen mit infrarotreflektierenden Pigmenten trotzdem.

  • Riemchen: In Düneberg und Krümmel prägt Backstein das Straßenbild. Dünne Klinkerriemchen auf der Dämmplatte holen diese Optik zurück und sind praktisch wartungsfrei.

  • Sockel: Druckfeste Dämmung im Spritzwasserbereich, abgesetzter Sockelputz, saubere Abdichtung — die Stelle, an der Fassaden am häufigsten Schaden nehmen.

  • Trennung zum Nachbarn: An Reihenhäusern führen wir die Dämmung bis an die Grundstücksgrenze und planen den Anschluss so, dass eine spätere Dämmung des Nachbarhauses anschließen kann.


Vorgaben zu Farbe oder Material macht die Stadt nicht: Eine Gestaltungs- oder Erhaltungssatzung existiert in Geesthacht nicht. Einzelne Kulturdenkmale nach Denkmalschutzgesetz sind trotzdem möglich — vor Arbeiten an einem erkennbar historischen Gebäude fragen wir bei der unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises nach.

WDVS Weißer Putz

1. WDVS mit weißem Putz 

Eine Fassade mit weißem Putz ist die klassische Wahl für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Sie verleiht Ihrer Immobilie ein zeitloses und elegantes Erscheinungsbild, das sich harmonisch in verschiedene architektonische Stile einfügt. Diese Option ist besonders pflegeleicht und bietet gleichzeitig zahlreiche Möglichkeiten, durch verschiedene Putztechniken individuelle Akzente zu setzen.

2. WDVS mit Klinkerriemchen 

Wenn Sie den robusten und traditionellen Look von Klinker bevorzugen, bietet das WDVS mit Klinker-Riemchen eine attraktive Option für Sie. Klinker-Riemchen bestehen aus dünnen, etwa 1 bis 2 cm starken Scheiben, die aus echtem Ziegelmaterial gefertigt werden. Klinker-Riemchen sind widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und sorgen für eine langlebige und wartungsarme Fassade.

WDVS mit Riemchen
WDVS mit Holz

3. WDVS mit Holzverkleidung 

Eine Holzverkleidung auf einem WDVS verbindet moderne Ästhetik mit natürlichem Charme. Diese Option eignet sich besonders für Gebäude, die eine warme und einladende Ausstrahlung haben sollen. Holz verleiht der Fassade ein einzigartiges, organisches Aussehen und kann je nach Wahl der Holzart und Farbe individuell angepasst werden. Durch spezielle Oberflächenbehandlungen bleibt das Holz lange schön und schützt das Gebäude zusätzlich vor äußeren Einflüssen. 

— RISIKEN

Risiken eines WDVS in Geesthacht – und wie wir sie vermeiden

Vier typische Probleme, vier Gegenmaßnahmen. Veralgung tritt auf, wo die gedämmte Oberfläche nachts auskühlt und morgens feucht bleibt — an der Elbe mit ihrer hohen Luftfeuchte betrifft das vor allem Nord- und Westfassaden sowie Wände hinter dichtem Bewuchs. Mineralische Oberputze mit hohem pH-Wert, ausreichende Dachüberstände und Tropfkanten wirken dem entgegen. Wärmebrücken lauern an Fensterlaibungen, Rollladenkästen und auskragenden Bauteilen; wir dämmen Laibungen mit und prüfen Balkonanschlüsse, bevor das Gerüst steht. Brandschutz bedeutet bei EPS Riegel aus nicht brennbarer Mineralwolle über den Öffnungen. Spechte schlagen Löcher in hohl klingende Putzschichten, was in den grünen Randlagen Richtung Grünhof-Tesperhude vorkommt; dagegen hilft eine dick armierte Putzschicht oder eine Riemchenfläche im gefährdeten Bereich.

Übersicht der Risiken eines WDVS:

  1. Wärmebrücken:

    • Ursache: Wärmebrücken entstehen häufig an Stellen, an denen das WDVS unterbrochen ist, wie bei Fenster- und Türanschlüssen oder bei der Befestigung von Bauteilen (z. B. Markisen oder Geländern). Auch unzureichend überlappende Dämmplatten oder fehlerhafte Anbringung können Wärmebrücken verursachen.

    • Folgen: Wärmebrücken führen zu einem erhöhten Wärmeverlust und können zu Kondenswasserbildung zwischen kalten und warmen Bauteilen führen. Dies erhöht das Risiko von Schimmelbildung und verringert die Energieeffizienz des Gebäudes.

    • Vermeidung: Um Wärmebrücken zu vermeiden, ist eine sorgfältige Planung und Ausführung der Anschlüsse und Befestigungspunkte erforderlich. Eine durchgehende Dämmung ohne Unterbrechungen ist essenziell, und alle Übergänge sollten fachgerecht abgedichtet werden.

  2. Feuchtigkeitsprobleme:

    • Ursache: Feuchtigkeit kann in das WDVS eindringen, wenn es nicht richtig abgedichtet ist, insbesondere an kritischen Punkten wie Anschlüssen, Fugen oder beschädigten Stellen. Auch eine falsche Verarbeitung des Putzes oder der Dämmplatten kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen.

    • Folgen: Eingedrungene Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung und Algenwachstum auf der Fassade führen. Langfristig kann dies die Dämmwirkung vermindern und die Bausubstanz Ihres Gebäudes schädigen.

    • Vermeidung: Um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, müssen alle Fugen, Anschlüsse und Übergänge sorgfältig abgedichtet werden. Zudem sollte die Fassade regelmäßig auf Schäden und undichte Stellen überprüft werden.

  3. Rissbildungen:

    • Ursache: Risse können durch Bewegungen im Bauwerk, Temperaturschwankungen oder unsachgemäße Verarbeitung des WDVS entstehen. Auch unzureichend angebrachte Dehnungsfugen können zu Rissbildungen führen.

    • Folgen: Risse in der Fassade können nicht nur die Optik beeinträchtigen, sondern auch das Eindringen von Feuchtigkeit ermöglichen, was wiederum Schimmelbildung und eine Beeinträchtigung der Dämmleistung zur Folge haben kann.

    • Vermeidung: Um Rissbildungen vorzubeugen, sollten Bewegungsfugen korrekt eingeplant und ausgeführt werden. Eine fachgerechte Verarbeitung des Putzes und der Dämmplatten ist ebenfalls entscheidend, um Spannungen in der Fassade zu minimieren.

  4. Algen- und Pilzbefall:

    • Ursache: Algen- und Pilzbefall tritt besonders auf feuchten und schattigen Fassaden auf, die oft schlecht belüftet sind. Dies kann durch anhaltende Feuchtigkeit und fehlende Sonneneinstrahlung begünstigt werden.

    • Folgen: Algen und Pilze beeinträchtigen die Optik der Fassade und können langfristig die Bausubstanz schädigen, wenn sie nicht entfernt werden.

    • Vermeidung: Um Algen- und Pilzbefall zu verhindern, sollten Fassaden mit einem wasserabweisenden und diffusionsoffenen Putz versehen werden. Regelmäßige Reinigung und gegebenenfalls der Einsatz von fungiziden Beschichtungen können das Wachstum von Algen und Pilzen verhindern. Um hierzu mehr zu erfahren, klicken Sie hier.

  5. Verfärbungen:

    • Ursache: Verfärbungen, insbesondere helle Flecken, können durch punktuelle Wärmebrücken entstehen, die durch die Befestigungselemente des WDVS verursacht werden.

    • Folgen: Diese Flecken beeinträchtigen die ästhetische Erscheinung der Fassade und können ein Hinweis auf ineffiziente Dämmung an diesen Stellen sein.

    • Vermeidung: Die Verwendung von wärmebrückenfreien Befestigungselementen und die richtige Überdeckung der Dämmplatten können Verfärbungen verhindern.

  6. Ablösungen:

    • Ursache: Unsachgemäß angebrachte Dämmplatten können sich von der Fassade lösen, insbesondere wenn der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet wurde oder ungeeignete Kleber verwendet wurden.

    • Folgen: Ablösungen der Dämmung gefährden die Sicherheit und können zu erheblichen Wärmeverlusten führen. Zudem sind die Reparaturkosten in solchen Fällen oft hoch.

    • Vermeidung: Eine gründliche Vorbereitung des Untergrunds und die Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien sowie die korrekte Anwendung der Befestigungsmethoden sind essenziell, um Ablösungen zu verhindern.

— HEIZKOSTENERSPARNISSE

Wie viel Heizkosten spart ein WDVS in Geesthacht?

Wie viel eine Fassadendämmung bringt, lässt sich über den U-Wert abschätzen. Ungedämmte Wände der Nachkriegszeit liegen häufig bei etwa 1,0 W/(m²K), nach dem WDVS mit 16 cm Dämmstärke sind es rund 0,20 W/(m²K). Weil bei einem Reihenhaus zwar weniger Außenwandfläche vorhanden ist, diese aber denselben Verlust je Quadratmeter hat, bleibt die Größenordnung gleich: 25–30 % weniger Heizenergie nach der Maßnahme.


Für Geesthacht heißt das in Euro: Bei 3.500 € Jahresheizkosten für 110 m² Wohnfläche sparen Sie 875 bis 1.050 € pro Jahr. Der Investition von 21.000 bis 33.000 € für 100 m² Fassade steht damit eine rechnerische Amortisation von etwa 20 bis 40 Jahren gegenüber, Förderung noch nicht eingerechnet. Wer die Fassade ohnehin sanieren muss — und bei einem Bestand, der zu einem Fünftel vor 1949 gebaut wurde, ist das oft der Fall —, rechnet richtigerweise nur die Mehrkosten gegenüber dem reinen Neuputz.

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— HEIZKOSTENEINSPARUNGEN

Für welche Dämmung möchten Sie Ihre Heizkosteneinsparungen berechnen?

— VORTEILE UND NACHTEILE

Vor- und Nachteile von einem WDVS

Ein Wärmedämmverbundsystem bietet zahlreiche Vorteile, vor allem in Bezug auf Energieeffizienz, Langlebigkeit der Immobilie und Wohnkomfort. Es kann den Energieverbrauch eines Gebäudes erheblich senken, die Fassade schützen und den Wert Ihrer Immobilie steigern. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, wie hohe Investitionskosten, potenzielle Probleme mit Algenbildung und Feuchtigkeitsproblemen sowie die Schwierigkeit, das System bei denkmalgeschützten Gebäuden einzusetzen. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.

Tabelle: Vor und Nachteile WDVS 

Vorteil

Nachteil

Energieeffizienz: Ein gut installiertes WDVS kann Ihren Energieverbrauch erheblich reduzieren, was zu niedrigeren Heizkosten und weniger CO₂-Emissionen führt.

Kosten und Amortisierung: Die hohen Investitionskosten für das WDVS und die späte Amortisation, die oft erst nach etwa 20 Jahren eintritt, können abschreckend sein.

Langlebigkeit: Ein WDVS schützt die Fassade vor Witterungseinflüssen und kann die Lebensdauer der Bausubstanz verlängern.

Algenbildung und Feuchtigkeitsprobleme: Durch die thermische Abkopplung des Außenputzes vom Mauerwerk kann es zu Algenbildung kommen, insbesondere wenn keine Schutzmaßnahmen wie Kunstharz mit Biozid getroffen werden.

Komfort: Die verbesserte Dämmung sorgt für ein angenehmeres und gleichmäßigeres Raumklima.

Recyclingprobleme: Besonders bei Styropor-WDVS ist die Entsorgung problematisch, da es als Sondermüll behandelt werden muss.

Umweltschutz: Durch die Reduktion des Energieverbrauchs trägt das WDVS zum Klimaschutz bei.

Eingeschränkte Ästhetik: Trotz vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten, sind bestimmte ästhetische Einschränkungen bei der Fassade gegeben, z.B. bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Wertsteigerung: Die energetische Sanierung mit WDVS kann den Wert Ihrer Immobilie steigern und ihre Marktchancen verbessern.


Ästhetik: Das WDVS bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade, von Oberputz bis zu Klinker-Optiken und bietet sich an, wenn Sie einen Wechsel der Optik wünschen.



Für wen macht ein WDVS Sinn:

  • Eigentümer von Altbauten: Wenn Sie Eigentümer eines Altbautes mit geringer Energieeffizienz sind, macht ein WDVS viel Sinn. Hier kann es Ihren Energieverbrauch drastisch senken und den Wohnkomfort erheblich verbessern.

  • Umweltbewusste Bauherren: Wenn Sie viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, können Sie mit einem WDVS Ihren Beitrag dazu leisten Ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Sie können auch ökologische Dämmstoffe wählen, wie z.B. Holzfaserplatten, die aus nachwachsenden Ressourcen gebaut sind.

  • Eigentümer, die gesetzliche Vorschriften erfüllen müssen: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt energetische Standards vor, die oft nur durch eine Außendämmung wie WDVS erreicht werden können.

Wann sollten Sie kein WDVS verbauen:

​Ein WDVS macht keinen Sinn bei denkmalgeschützten Gebäuden, Gebäuden, die bereits gut gedämmt sind oder wo die Fassade erst saniert werden muss und für kurzfristige Immobilienbesitzer.

  • Denkmalgeschützte Gebäude: Wenn Ihre Immobilie denkmalgeschützt ist, kann das WDVS problematisch sein, da die Fassaden häufig nicht verändert werden dürfen. Alternativen wie Innendämmung sollten Sie dann in Betracht ziehen.

  • Gebäude mit bereits guter Dämmung: Wenn Ihre Immobilie bereits gut gedämmt ist, könnte der zusätzliche Nutzen eines WDVS relativ gering sein.

  • Kurzfristige Immobilienbesitzer: Für Personen, die ihre Immobilie nur kurzfristig besitzen oder bald verkaufen möchten, lohnen sich die hohen Investitionskosten oft nicht, da die Amortisation der Kosten in der Regel über Jahrzehnte erfolgt. Hier sollten Sie mit einem Makler sprechen, wie wichtig die Energieeffizienzklassen sind.

— DÄMMPFLICHT

Gibt es in Geesthacht eine Dämmpflicht für die Fassade?

Image by Tingey Injury Law Firm

Eine Dämmpflicht für Außenwände existiert in Geesthacht nicht — weder als städtische Satzung noch auf Landesebene. Was gilt, regelt das Gebäudeenergiegesetz bundeseinheitlich: Sobald bei einer Sanierung mehr als 10 % der Fassadenfläche erneuert werden, muss die Wand danach einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K) erreichen; die Anforderung steht in Anlage 7. Ein Anstrich oder das Ausbessern schadhafter Stellen bleibt außen vor. Weil in Geesthacht ein Fünftel des Bestands aus der Zeit vor 1949 stammt und dort Putzsanierungen ohnehin anstehen, greift diese Regel häufiger als anderswo — und wer schon dämmt, sollte gleich die 0,20 W/(m²K) der Förderung ansteuern.

— DÄMMUNG NORD

Ihre Vorteile mit Dämmung Nord:

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Schneller & professioneller Service

Antworten innerhalb von 24 Stunden, kostenlose Inspektion innerhalb von einer Woche und Dämmung innerhalb von 30 Tagen. 

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Kompetenz, Weitsicht und Erfahrung

Ca. 720 Häuserdämmungen pro Jahr. Wir sind vor Ort mit Standorten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen.

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Experten aus dem Handwerk

Vielseitiges Team aus Experten der energetischen Sanierung, Dachdeckerei, Fensterbau, Zimmerei und Industrieisolierer für eine ganzheitliche Lösung.

WETTER

Klima in Geesthacht: Was es für Ihre Fassadendämmung bedeutet

Geesthacht liegt am nördlichen Elbufer, aber im Binnenland — die erhöhte Schlagregenbeanspruchung, die die DIN 4108-3 den Küstenregionen zuweist, lässt sich für diesen Standort nicht belegen, und wir behaupten sie deshalb nicht. Eigene Klimakennzahlen für die Stadt liegen uns ebenfalls nicht vor. Was für die Planung bleibt, ist die Lage am Fluss mit entsprechend hoher Luftfeuchte im Herbst und Winter und mit Wind, der über die offene Elbniederung heranzieht.


Bauphysikalisch heißt das: Die Fassade muss Feuchte schnell wieder abgeben können, und die Anschlüsse an Fenstern, Sockel und Dachrand müssen dicht sein. Wir setzen deshalb auf Oberputze, die nicht dauerhaft Wasser halten, und planen die Verdübelung mit Blick auf die freie Lage der Elbhänge. Welche Fassadenseite bei Ihnen am stärksten beansprucht ist, sehen wir beim kostenlosen Vor-Ort-Termin.

— ANGEBOT ANFRAGEN

Kundin

1. Angebot kostenlos und unverbindlich anfragen.

Nachdem Sie Ihre Anfrage abgeschickt haben, melden sich unsere Berater innerhalb 24 Stunden, um Ihr Vorhaben zu besprechen.

In 3 Schritten zu Ihrer Fassadendämmung

2. Unser regionales Expertenteam berät Sie persönlich.

Wir besuchen Sie, um Ihre Immobilie auf Durchführbarkeit und mögliche Risiken zu prüfen und gemeinsam den passenden Dämmstoff und Optik für Ihr Vorhaben auszuwählen.

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3. Wir installieren das WDVS

Unser regionales Handwerksteam installiert Ihr WDVS. Ab jetzt können Sie im Winter Heizkosten sparen und im Sommer einen kühlen Wohnraum genießen.

— BEWERTUNGEN

Kunden berichten über Ihre Erfahrungen mit Dämmung Nord - transparent & einsehbar auf Google

Was soll ich sagen…grundsätzlich von der Verbraucherzentrale, wenn möglich, empfohlene und kosteneffiziente energetische Sanierungsmöglichkeit.

Darauf hin kurz gegoogelt und dann auf Dämmung Nord gestoßen. Nach der Kontaktaufnahme per Email, kam prompt ein sehr zeitnaher Termin für eine kostenlose Probebohrung vor Ort am Haus, um zu klären ob eine Einblasdämmung durchgeführt werden könnte.

Der Servicetechniker kam sehr pünktlich, war ausgesprochen nett und kompetent, wie im übrigen alle Mitarbeiter die ich erleben durfte! Er machte sehr zügig auf jeder Hausseite ein paar Probebohrungen, die er anschließend mit einer Periskop Kamera inspizierte und daraufhin wieder alle Löcher sehr sauber versiegelte.

Gleich im Anschluss hat er schon an seinem iPad die gesamten m³ berechnen können die benötigt werden würden und mir ein mündliches Angebot kommuniziert. Zusätzlich, wenn ich noch im Mai den Auftrag erledigen lassen würde, gab es noch 10% Rabbat – wow! Das verbindliche Angebot kam gleich am nächsten Tag per Email und unterschied sich nicht wesentlich vom mündlichen!

Ergo, Auftrag erteilt und einen Termin innerhalb von zwei Wochen bekommen!

Zur Durchführung kann ich nur sagen, das Team kam auf die Minute pünktlich! Die Jungs waren sehr freundlich, motiviert, kompetent, zügig, sauber und professionell! Es hat viel Spaß gemacht Ihnen bei der Arbeit zuzuschauen, wie ruhig und gelassen so eine Sanierung doch laufen kann, trotz des laufenden Generators 😉

Ich kann jedem nur empfehlen, bei dem es möglich ist und der es für sich für geeignet hält, diese Arbeit bei Dämmung Nord zu bestellen!

Andreas M.

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— UNSERE DÄMMUNGEN

Fassadendämmung in Geesthacht: unser Einsatzgebiet

Geesthacht wird von unserem Standort Schleswig-Holstein aus betreut; Altstadt, Düneberg, Krümmel, Heinrichshof und Grünhof-Tesperhude fahren wir regelmäßig an. Bundesweit führen wir rund 750 Dämmungen im Jahr aus; hier vor Ort planen wir Gerüst, Ausführung und Abnahme in einer Hand, damit es an den Schnittstellen keine Lücken gibt.


Wenn ein anderes Bauteil den größeren Hebel hat, führen diese Seiten weiter: Für zweischalige Häuser: Einblasdämmung in Geesthacht · Oberste Geschossdecke: Dachbodendämmung in Geesthacht · Dachschräge: Dachdämmung in Geesthacht

Stadtteile in Geesthacht: Bauformen und Eignung für WDVS

Stadtteil

Typische Bauform und Eignung für WDVS

Altstadt

Historischer Stadtkern, nach der Brandkatastrophe von 1928 wieder aufgebaut; Untergrund und Wandaufbau vor der Planung prüfen

Düneberg

Werkssiedlung der früheren Pulverfabrik, ab 1886 errichtet und bis 1914 erweitert; massive Altbauten, diffusionsoffener Aufbau empfehlenswert

Krümmel

Dicht besiedelter, industriegeprägter Ortsteil an der Elbe; Backsteinbild lässt sich mit Klinkerriemchen auf der Dämmplatte erhalten

Heinrichshof

Ökologische Siedlung ab 2001 im Niedrigenergiehaus-Standard; in der Regel kein Nachrüstbedarf an der Fassade

Grünhof-Tesperhude

Ländlich geprägter Ortsteil mit dörflich gewachsener Bebauung; freistehende Häuser, Spechtschutz in Waldrandlage einplanen


— FAQ

Häufige Fragen, die wir zum Thema WDVS bekommen

Über den Autor:

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Autor: Mate Rumstein - Bauleiter 

Mate Rumstein verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung als Industrieisolierer und hat in dieser Zeit zahlreiche Projekte unterschiedlicher Größen geleitet. Seine Karriere startete er als Bauleiter bei RS Isolierung GmbH, bevor er als Isolierer und Bauleiter zur A.S. Dämmtechnik GmbH in Hamburg wechselte. Dort spezialisierte er sich auf Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierungen. Über die Jahre hat Mate Rumstein umfassende Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Dämmung erworben und gilt als zuverlässiger Experte in seinem Fachgebiet.

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Regionen WDVS

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